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Real Madrid: Jude Bellingham fliegt nach "Fuck"-Eklat - Ancelotti lacht über Elferpfiff
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von SIDBellingham (l.) war entsetzt über den Platzverweis
Bild: AFP/SID/ANDER GILLENEA
Real Madrid stolpert in La Liga. Als wäre das noch nicht schlimm genug, verliert der Rekordmeister auch noch Jude Bellingham, der die Contenance verliert.
Tabellenführer Real Madrid hat in der spanischen La Liga erneut Punkte liegen lassen und im Streit mit dem Schiedsrichterwesen für weiteren Diskussionsstoff gesorgt. Ein Platzverweis von Jude Bellingham wird zum Politikum.
Beim CA Osasuna blieben die Königlichen in Abwesenheit von David Alaba und Antonio Rüdiger das dritte Ligaspiel in Folge ohne Sieg und kamen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Mitentscheidend war ein Platzverweis gegen Bellingham.
Der Engländer sah nach einer Diskussion mit dem Unparteiischen José Luis Munuera Montero die Rote Karte, mutmaßlich wegen einer unsportlichen oder beleidigenden Äußerung (39.). Zuvor hatte Bellingham ein Foul verursacht, bestand aber offensichtlich darauf, dass er den Ball gespielt habe.
Nach der Ausführung des Freistoßes, der ohne Auswirkung blieb, diskutierte er erneut mit dem Schiedsrichter und flog vom Platz. Auch Trainer Carlo Ancelotti sah die Gelbe Karte und musste nach dem Halbzeitpfiff beruhigt werden.
Bellingham verteidigte sich nach dem Spiel. "Ich habe den Schiedsrichter nie beleidigt. Ich bin froh, dass es die Videos gibt, die die Realität trotz des Schiedsrichterberichts zeigen“, zitiert Fabrizio Romano den Real-Star: "Ich bin hier, um mich bei meinen Mannschaftskameraden zu entschuldigen, weil ich sie heute in eine schwierige Situation gebracht habe."
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Einem weiteren Tweet des Transfermarkt-Experten zufolge sagte der Ex-Dortmunder auch: "Es ist klar, dass es ein Missverständnis war. Es war ein Ausdruck wie das spanische 'joder' (spanische Übersetzung für Sch**ße)." Und weiter: "Es handelt sich nicht um eine Beleidigung, sondern um eine an mich selbst gerichtete Aussage."
Ancelotti brachte nach dem Schlusspfiff ebenfalls mehr Klarheit in die Situation: "Ich glaube, der Schiedsrichter hat das Englisch von Jude Bellingham nicht verstanden. Er sagte fuck off, nicht fuck you... das ist etwas ganz anderes." Allerdings wollte Ancelotti nicht mehr dazu sagen, da er "nächste Woche auf der Bank sitzen möchte".
Das Wichtigste in Kürze
Kylian Mbappe trifft zur Real-Führung
Bis dahin dominierte Real das Spiel nach Belieben. Der französische Stürmerstar Kylian Mbappé hatte den Meister in Führung gebracht (15.). In Unterzahl haderte Madrid dann aber noch mehr als ohnehin schon mit den Pfiffen von Munuera Montero und verlor den Fokus.
Den Ärger verstärkte dann ein Foulelfmeter für Osasuna. Eduardo Camavinga stempelte den Fuß von Ante Budimir, der Pfiff blieb aber zunächst aus. Nach Intervention des VAR trat der Gefoulte selbst an und verwandelte sicher (58.).
Ancelotti reagierte an der Seitenlinie mit einem ungläubigen Lachen und schlug sich beide Hände vor das Gesicht. Danach drängte Real trotz der Unterzahl auf den Sieg. Mbappé verpasste die späte Entscheidung (90.+1).
Vier Tage vor Reals Playoff-Rückspiel gegen Manchester City in der Champions League könnte Stadtrivale Atletico Madrid nun die Tabellenführung übernehmen. Real steckt zudem mitten im Streit mit dem spanischen Fußballverband RFEF.
Am Montag gibt es ein Treffen, in welchem die VAR-Konversationen vom Spiel gegen Espanyol Barcelona (0:1) angehört werden. Zuletzt hatte der Klub eine "vollständige" Reform des Schiedsrichterwesens gefordert und erhob heftige Anschuldigungen: Das System habe sich als "von innen heraus korrupt erwiesen".
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