Fußball
Real Madrid und UEFA verkünden Einigung: Super League wird aufgegeben
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von Chris Lugertran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:15 Min
Fast fünf Jahre ist es her, als die Super League den europäischen Fußball spaltete. Jetzt hat sich in Real Madrid auch der letzte verbliebene Vertreter aus dem Projekt verabschiedet.
Rund fünf Jahre nach ihrer Gründung ist die Super League im europäischen Fußball offiziell Geschichte. Der letzte verbliebene Unterstützer Real Madrid und der europäische Verband UEFA verkündeten am Mittwoch eine Übereinkunft, die nicht nur den Fußball schützen, sondern auch die Rechtsstreitigkeiten beilegen soll.
"Nach monatelangen Gesprächen im besten Interesse des europäischen Fußballs geben die UEFA, die European Football Clubs (EFC) und Real Madrid CF bekannt, dass sie eine Grundsatzvereinbarung zum Wohle des europäischen Klubfußballs getroffen haben, die den Grundsatz der sportlichen Leistung unterstreicht und den Schwerpunkt auf die langfristige Nachhaltigkeit der Klubs und die Verbesserung des Fanerlebnisses durch den Einsatz von Technologie legt", heißt es in dem Statement.
Diese Übereinkunft werde "auch dazu dienen, ihre Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der European Super League beizulegen, sobald diese Grundsätze umgesetzt und in Kraft getreten sind", heißt es weiter.
Damit endet eine Saga, die im April 2021 quasi über Nacht losgebrochen war. Damals hatten zwölf europäische Klubs die Gründung der "European Super League" beschlossen, die explizit nicht unter dem Dach der UEFA stattfinden sollte, sondern als Konkurrenzprodukt privatwirtschaftlich konstruiert war. Das ursprüngliche Konzept sah unter anderem eine geschlossene Liga vor.
Druck der Fans ließ Super League platzen
Doch es formierte sich schnell riesiger Widerstand an verschiedensten Stellen. Vor allem die Fanszene der englischen Vereine ging auf die Barrikaden, was einen derart gewaltigen Druck auslöste, dass sich die sechs beteiligten Premier-League-Klubs zügig wieder aus dem Projekt zurückzogen. Auch drei weitere Gründungsklubs nahmen alsbald Abstand von der Super League.
Dennoch hielten vor allem Real Madrid und der FC Barcelona lange an dem Vorhaben fest, es kam sogar zu juristischen Streitereien. Die UEFA plante, die beteiligten Vereine aus ihren Wettbewerben auszuschließen, wozu es jedoch nicht kam.
Zuletzt jedoch gab Barcelona kurz und bündig bekannt, das Super-League-Projekt aufzugeben - wohl auch deshalb, weil der Verein 2029 das Champions-League-Finale im renovierten Camp Nou ausrichten will. Damit verblieb nur noch Real als formelles Mitglied, wenngleich es dabei nur noch um juristische Angelegenheiten ging. Eine realistische sportliche Perspektive für das Unterfangen bestand schon länger nicht mehr.
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