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DFB-Team: Stefan Effenberg kritisiert Julian Nagelsmann für Umgang mit Deniz Undav
Veröffentlicht:
von Chris LugertRAN FUSSBALL: U21
Stress zwischen Undav und Nagelsmann? Das sagt Rudi Völler
Videoclip • 04:12 Min
Die Personalie Deniz Undav bestimmte zuletzt die Themenlage rund um das DFB-Team. Jetzt hat sich auch Stefan Effenberg zu der Causa geäußert und deutliche Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann geübt.
In der Debatte um die Rolle von Stürmer Deniz Undav in der deutschen Nationalmannschaft bekommt Bundestrainer Julian Nagelsmann weiteren Gegenwind. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg kritisierte Nagelsmanns Umgang mit dem Angreifer des VfB Stuttgart deutlich.
So werde Undavs Rolle als Einwechselspieler dem 29-Jährigen "in keiner Weise gerecht", ohne Undavs Leistungen in der laufenden Saison "stünde der VfB nicht auf Platz drei der Tabelle", schrieb Effenberg in seiner Kolumne bei "t-online".
Nagelsmanns Erklärungen, warum Undav im DFB-Team vor allem als Bankspieler eingeplant ist, kann Effenberg nichts abgewinnen. "Das muss der Bundestrainer erklären – und zwar besser, als er es bisher getan hat. Da verstehe ich ihn nämlich einfach nicht – und auch die Öffentlichkeit kann seinen Standpunkt nicht nachvollziehen", stellte der 35-malige Nationalspieler klar.
Dass der Bundestrainer nach dem 2:1-Sieg gegen Ghana erklärte, Undav habe unabhängig von seinen Leistungen kaum realistische Chancen auf einen Platz in der Startelf, brachte Effenberg zusätzlich auf die Palme.
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Effenberg über Nagelsmann: "Was denkt er sich dabei?"
"Damit macht sich Nagelsmann völlig ohne Not angreifbar, wenn er es ausgerechnet in wichtigen Personalfragen an Einsicht und Flexibilität vermissen lässt. Das war ein Fehler. Was denkt er sich dabei?", fragte er.
Zwar sei es "normal, dass sich ein Nationaltrainer vor einem großen Turnier auf Spieler festlegt, die zum Stamm seiner Mannschaft gehören und gesetzt sind". Aber: "Sich schon jetzt derart im eigenen Handlungsspielraum einzuschränken, indem er sogar schon unverrückbar für jeden einzelnen die spezifische Rolle bestimmt – wozu?"
Unabhängig von der Personalie Undav zog Effenberg ein eher ernüchterndes Fazit aus den beiden Testspielen in der Schweiz (4:3) und gegen Ghana. "Wenn wir so spielen, dann wird das nichts mit dem WM-Titel. Da müsste noch eine deutliche Steigerung her, denn bei der WM warten spätestens ab dem Achtelfinale andere Gegner", ist er überzeugt.
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