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WM 2026 - Julian Nagelsmann vs. Jürgen Klopp: Der DFB-Chefcoach reagiert richtig - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Tobias Hlusiak

ran Fußball

WM 2026: Undav mit Knast-Jargon - DFB-Pressesprecherin schmunzelt

Videoclip • 01:05 Min


Kurz vor dem ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft sieht sich Julian Nagelsmann einer unverschuldeten Debatte ausgesetzt - und hat sich diesmal gut im Griff. Ein Kommentar.

Aus Houston berichtet Tobias Hlusiak

Es war Julian Nagelsmann anzumerken, dass er viel mehr sagen wollte, sich aber aktiv zurückhielt. Und genau das formulierte der Bundestrainer auch.

"Ich denke, es ist nicht der richtige Weg für mich, über dieses Thema zu reden. Ich habe meine Meinung, aber die werde ich euch nicht erzählen", meinte der 38-Jährige.

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WM 2026: Jürgen Klopp handelte unprofessionell

Kurz zuvor hatte er sich ein kurzes Hin und Her mit einem Reporter von "Magenta TV" geliefert.

Für eben diesen Anbieter ist Jürgen Klopp bei dieser WM als Experte unterwegs.

Mit Blick auf die Aufstellungswünsche seines Kollegen Thomas Müller hatte der am Rande des Eröffnungsspiels in Mexico City gesagt: "Völlig überraschend hält Thomas Müller nicht mit seiner Meinung hinterm Berg. Und zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf - noch, noch."

Es folgte Gelächter, Müller meinte: "Kloppo, wir haben Juni. Du bist schon im September."

Dass der Bundestrainer die Debatte nicht weiter anheizte, sondern einen Abmoderationsversuch unternahm, ist in seiner Situation die einzig richtige Entscheidung.

Wem hätte es genutzt, wenn Nagelsmann - und das wäre ihm durchaus zuzutrauen gewesen - beleidigt zum Gegenangriff angesetzt hätte? Ihm ganz sicher nicht.

Klopp - Medienprofi seit über 20 Jahren - hätte wissen müssen, was er mit seinen flapsigen Worten auslösen würde. Da änderte es auch nichts, dass er tags darauf zurückruderte.

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DFB-Team: Julian Nagelsmann lenkt Fokus richtigerweise auf Curacao

Der ehemalige BVB- und Liverpool-Trainer ist - trotz seines Wechsels in den RB-Kosmos - weiterhin sehr beliebt, gilt seit Jahren als eine Art "Schatten-Bundestrainer" und hat sich dazu nie wirklich gegen diese Idee ausgesprochen.

Bei der WM könnte dieser Schatten übergroß werden, da Klopp quasi rund um die Uhr jede Entscheidung Nagelsmanns in seiner Expertenrolle kommentieren soll - und vermutlich auch wird.

Zumal Nagelsmann immer wieder in der Kritik steht. Enstprechend groß ist der Druck auf den Bundestrainer bei seinem ersten WM-Turnier. Zuletzt verlor er rund um die Kadernominierung einigen Kredit.

Auch deshalb vertraut er darauf, dass seine Mannschaft die Schlagzeilen in Kürze in eine positive sportliche Richtung dreht. Die Chancen dafür stehen gut. Schon am Sonntagabend ist man gegen WM-Neuling Curacao (ab 19 Uhr im Livestream auf Joyn) haushoher Favorit.

Nagelsmann abschließend: "Es ist wichtig, dass jeder für sich selbst die Sache beurteilt. Ich konzentriere mich auf mein Team, auf meine Arbeit. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen."

Bessere Worte hätte der Bundestrainer nicht wählen können. Nun wird er hoffen, dass diesen auch Taten folgen.

Dann hätten Klopp und seine Kollegen zwangsläufig andere Themen zu besprechen.

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