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WM 2026: Manuel Neuer spricht über seine Zukunft - DFB-News im Ticker

Aktualisiert:

von ran.de / SID

ran Fußball

WM 2026: DFB-Gruppe - Hummels überrascht mit stärkstem Gegner

Videoclip • 01:45 Min


Das DFB-Team hat bei der WM 2026 eine machbare Gruppe erwischt. Doch nicht nur die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann reist mit Ambitionen nach Amerika. Die Entwicklungen im News-Ticker.

Die WM 2026 in den USA, in Kanada und in Mexiko wird die größte der bisherigen Fußballgeschichte. Vom 11. Juni bis zum 19. Juli kämpfen 48 Nationen um den Titel.

Auch die DFB-Auswahl ist dabei. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann bekommt es in der Vorrunde mit WM-Debütant Curacao, der Elfenbeinküste und Ecuador zu tun.

ran hat alle News und Entwicklungen im Ticker.

Auch interessant: WM 2026: Diese Spiele laufen exklusiv bei MagentaTV

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+++ 18. Juni: DFB-PK mit Manuel Neuer +++

Im DFB-Quartier stand Torhüter Manuel Neuer ab 19:30 Uhr (MESZ) in der Pressekonferenz den Medienvertretern Rede und Antwort.

Die wichtigsten Aussagen:

Manuel Neuer über ...

... sein Comeback: "Ich bin mit vielen Ex-Trainern im Austausch. Man kommuniziert ohne Hintergedanke. Ich war aus gutem Grund zurückgetreten. Die zwei Jahren wären rein sportlich auch eine zu hohe Belastung für mich gewesen. Der Bundestrainer und ich haben uns ausgetauscht. Jetzt war es so, dass ich ähnlich wie 2014 angeschlagen war, aber ich hatte mehr Zeit, um zwischen den Pfosten zu stehen."

... seine Aura: "Das müssen Sie jetzt sagen, ich bin ja gerade in den Raum gekommen (Gelächter unter den Journalisten, Anm. d. Red.). Aura hat für mich zu tun mit Erscheinungbild - was unsere Defensive betrifft oder den Spielerkollegen ein gutes Gefühl zu geben. Den Spielern auch mit der Körpersprache was mitgeben und den vermitteln, dass jemand da ist, auf den man sich verlassen kann. Das versuche ich mitzugeben."

... Qualität im Team: "Wir haben viel Erfahrung in der Mannschaft. Wir hätten den Weg damals zu Ende gehen können. Diese Mannschaft hat eine gesunde Mischung, von frechen, jungen Spielern, die sehr agil sind, von erfahrenen Spielern, die viel erlebt haben und die alle eine gute Saison in ihren Vereinen gespielt haben."

... seine DFB-Zukunft: "Für mich steht im Prinzip fest, dass es mein letztes Turnier ist. Ich habe nicht vor, in zwei Jahren bei einer EM zwischen den Pfosten zu stehen. Ich möchte mich nicht damit auseinandersetzen, dass das meine letzten Spiele für Deutschland sein könnten. Das Gleiche habe ich bei der EM auch so gehandhabt, deshalb gab es nach dem Aus gegen Spanien kein Statement in diese Richtung. Deswegen möchte ich mich mit nichts mehr in dieser Richtung beschäftigen. Ich schaue nach vorne, freue mich auf alle Spiele und denke nicht an irgendeinen Abschied von einem besonderen Trikot."

... den Zeitpunkt seiner Comeback-Entscheidung: "Einen Zeitpunkt kann ich gar nicht benennen, das hat sich nach meiner Verletzungspause einfach so entwickelt."

... Urbig als DFB-Nachfolger: "Jonas und ich kennen uns bestens, er ist eine Bereicherung für diese Mannschaft. Er trainiert auf dem höchsten Level, er gibt auch hinsichtlich seiner Zukunft Gas. Es ist für ihn wichtig, Turnierluft zu schnuppern, die Abläufe kennenzulernen und das Team zu unterstützen. Ich sehe ihn nicht als Trainingstorwart, sondern als kompletten Bestandteil unserer Mannschaft."

"Jonas ist auf einem sehr guten Weg, er hat alles in der eigenen Hand. Auch die anderen haben eine Super-Saison gespielt."

... sein Fitnessgeheimnis: "Wichtig ist der Schlaf und die Ernährung. Man muss alle drei Tage auf dem Peak sein."

... Vergleiche mit vorherigen WM-Turnieren: "Wir wollen nicht zurückblicken. Die Mannschaft beschäftigt sich mit dem nächsten Schritt gegen die Elfenbeinküste. Es wäre wichtig, sich schon nach dem zweiten Spiel für die K.o.-Runde zu qualifizieren."

... Tah und Schlotterbeck: "Sie geben mir ein sehr gutes Gefühl. Beide haben eine hervorragende Runde gespielt. Jona habe ich die ganze Saison vor mir gehabt und ich habe ihm auch nach der Saison gesagt, was für eine Weltklasse-Saison er gespielt hat. Gerade wenn du im ersten Jahr für Bayern München spielst, ist es etwas ganz besonderes, so eine Runde zu spielen. Das Glück hatte ich in meiner ersten Saison für Bayern nicht, weil wir titellos geblieben sind."

... die WM-Bilder 2010, als die Spieler als Tiere gezeigt wurden: "Das war angelegt an Safari und Südafrika. Wir haben seit dem viel Mist mitgemacht. Wir gehen auch mit der Zeit, vielleicht hat man auch aus den Fehlern gelernt."

... die Chancen auf den WM-Titel: "Ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu, sonst wäre ich nicht hier. Ich glaube, dass es für mich ein absolutes Geschenk ist, nochmal dabei zu sein. Für mich wäre es natürlich etwas ganz besonderes, das ein zweites Mal zu schaffen. Wenn ich diese Chance nicht sehen würde, dass wir die Möglichkeit mit unser Mannschaft haben, dass auch zu schaffen, dann würde ich jetzt hier nicht sitzen."

... Kritiker: "Grundsätzlich zählt die Erfahrung schon mit dazu, dass man selbst mal gespielt haben sollte, auch weiß, wie es ist, auf dem Platz zu stehen. Da meine ich jetzt nicht unbedingt, dass man vor Millionen von Zuschauern gespielt hat. Sondern eben diese Erfahrung gesammelt hat, gerade im Tor ist das noch mal etwas ganz anderes als vielleicht auf einer Innenverteidigerposititon. Dafür gibt es ja auch Experten. Sie sollten ihre Aufgabe ernst nehmen und verantwortungbewusst mit den Aussagen umgehen."

... sein kritisiertes weißes Langarm-Untertrikot: "Ich versuche immer die gleiche Farbe zu spielen, wenn sie da ist."

Einwand der DFB-Pressesprecherin: "Es gab aber gar keine Reklamation."

... seine Wade: "Das baut sich so auf, auch das Vertrauen im Mannschaftstraining holt man sich über die Praxis. In den letzten Tagen vor dem ersten Spiel gegen Curacao war es einfach so, dass ich mich gut gefühlt habe und dass es für mich klar was, dass es jetzt auch durchgängig so bleiben wird. Dass habe ich für mich manifestiert. Ich glaube einfach, dass sowas auch ganz normal ist, dass so etwas vor dem Turnier kommen kann. Gerade bei mir ist es oft der Fall gewesen, dass ich vor Turnieren noch nicht ganz dagewesen bin und mich dann sehr gut auf ein Zeitfenster vorbereiten kann. Das hat auch immer was gutes gehabt, hat auch schon zu Erfolgen geführt und könnte eventuell auch ein gutes Omen sein."

... Nagelsmann: "Jeder entwickelt sich weiter, das hat Julian auch gemacht. Es ist kein Riesenunterschied zur EM 2024. Es gibt wenig Rückfragen aus der Mannschaft. Für mich wirkt er sehr selbstsicher. Er ist ein emotionaler Trainer, aber das gehört dazu. Seine Analysen sind so klar, dass wir zielstrebig in die Spiele gehen können."

+++ 18. Juni: Nagelsmann plant wohl neue Sane-Rolle +++

Mit einem spektakulären 7:1 gegen Curacao startete die DFB-Elf in die WM 2026. Während die meisten Nationalspieler überzeugen konnten, fiel Flügelspieler Leroy Sane erneut ab (ran-Note: 4).

Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag (ab 22:00 Uhr im Joyn-Stream und Liveticker) wird heiß diskutiert, ob der Spieler von Galatasaray Istanbul weiter in die Startelf gehört oder nicht.

Nach freien Tagen Anfang der Woche zur Regeneration und Erholung wird sich seit Mittwoch auf die Partie vorbereitet. Die "Bild" berichtet, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann im Geheimtraining einen Systemwechsel einstudieren ließ, der auch Sane betrifft.

Demnach wurde im nicht öffentlichen Teil des Trainings im 11 gegen 11 mit unterschiedlichen Schwerpunkten gespielt. In der Defensive hätte es dabei offenbar einen leichten Systemwechsel geben, bei dem aus dem normalen 4-2-3-1-System ein tiefes 5-4-1-System wird.

Sane soll dabei offenbar rechts in eine Fünferkette, neben Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Nathaniel Brown als Gegenüber auf der Außenbahn, rücken. Davor formiert sich dem Bericht zufolge ein Vierer-Mittelfeld mit Florian Wirtz, Aleksandar Pavlovic, Felix Nmecha und Jamal Musiala. Kai Havertz gibt davor die einzige Spitze.

Damit soll offenbar auf die schnellen Flügelspieler der Elfenbeinküsste Yan Diomande und Bazoumana Toure reagiert werden, deren Wege Sane und Brown mit ihrem Tempo in der Fünferkette besser einschränken können. Routinier Antonio Rüdiger hatte zuvor bereits vor den rasanten Gegnern gewarnt: "Das sind halt schon D-Züge. Sie lieben das Eins gegen Eins. Wir müssen sehr aufmerksam sein."

Zusätzlich hat Kapitän Kimmich entgegen der öffentlichen Kritik an Sane eine Lanze für seinen Mitspieler gebrochen und dessen Bedeutung für die DFB-Elf nach dem WM-Auftakt herausgestellt: "Er hat mich nie allein gelassen, ist immer zurückgesprintet. Bei Ballverlust hat er immer versucht, schnell wieder hinter den Ball zu kommen. Natürlich ist es cool, wenn er jedes Spiel drei Tore macht, aber es gibt auch andere Aufgaben, die er zu erfüllen hat."

Und auch in der Offensive soll Nagelsmann eine zusätzliche Variante einstudieren haben lassen. Demnach rückte Musiala als zweite Sturmspitze weiter vor neben Havertz. Wirtz und Sane besetzten die Außenbahnen, Nmecha und Pavlovic dahinter machten das Mittelfeld breiter, womit Kimmich in die Mitte einrücken konnte.

+++ 17. Juni: Antonio Rüdiger spricht vor dem Spiel gegen die Elfenbeinküste +++

Im DFB-Quartier steht heute Abwehrspieler Antonio Rüdiger ab 19:45 Uhr (MESZ) in der Pressekonferenz Rede und Antwort. Bei der WM 2022 war er noch gesetzt. Diesmal ist der Star von Real Madrid hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck nur Backup. Beim Auftaktspiel gegen Curacao wurde der 33-Jährige spät eingewechselt.

ran tickert die wichtigsten Rüdiger-Aussagen.

Antonio Rüdiger über...

... Jonathan Tah als Abwehrchef: "Der Schub, den er die letzten zwei, drei Jahre gemacht hat, hat bei mir sehr viel Respekt. Die vergangene Saison bei Bayern München war überragend. Er ist der neue Chef."

... sein Verhältnis zu Jonathan Tah: "Das Verhältnis war schon immer gut. Wir spielen seit 2016 zusammen. Es ist immer harmonisch, respektvoll. Wir lachen viel, ab und zu tanzen wir auch, da muss er sich noch verbessern. Es hat mich keine Überwindung gekostet, zu sagen, dass Jonathan der neue Abwehrchef ist. Jeder hat seine Zeit, und jetzt ist seine Zeit."

... das Spiel gegen die Elfenbeinküste: "Da stechen Spieler hervor: Yan Diomande. Nicolas Pepe und auch Amad Diallo. Das sind schon D-Züge. Sie lieben das Eins-gegen-Eins. Die Jungs sind es gewohnt, in solchen klimatischen Verhältnissen zu spielen. Sie suchen Kontersituationen. Wir müssen gewappnet sein. Alles kann man nicht vermeiden, aber wir wollen unser Bestes tun. Wir vertrauen Julian Nagelsmann und der Mannschaft. Ich gehe davon aus, dass wir sehr viel in Ballbesitz sein werden. Und da ist es wichtig, die Restverteidigung gut zu positionieren. Wir werden Fehler machen, das ist normal. Aber wenn wir gut positioniert sind, können wir den Ball erobern und weiter angreifen.

... Kritik an seiner Person: "Ich respektiere Meinungen. Ich bin kein Kind von Traurigkeit. Deswegen gibt es von der Seite nicht viel zu sagen. Ich war nie der Spieler, der sich darüber geäußert hat. Seriöse Kritik ist immer bei mir willkommen. Ganz simpel."

... Social-Media-Kritik: "Ich sehe etwas Positives daran. Mein Name bekommt sehr viele Klicks. Manchmal ist schlechte Presse auch gute Presse. [...] In der Social-Media-Welt bin ich der Buhmann. Das ist für mich okay. In Spanien werden Aktionen, wenn es fair bleibt, mehr gefeiert. Aber auch in Deutschland gab so viele Spiele, in denen ich gute Tacklings hatte und Gruppen von Zuschauern meinen Namen gerufen haben. Lassen wir Social Media Social Media sein und wir bleiben in der realen Welt.

... über die bisherige WM: "Generell ist es sehr heiß und die Teams geben schon viel Gas. Ich habe Österreich und Jordanien geschaut. Da ging es schon gut ab. Ich will unser Spiel nicht auf die Goldwaage legen. Aber da war für uns mehr zu verlieren als zu gewinnen. Es ist nicht einfach gegen vermeintlich kleinere Nationen. Die sind zu 100 Prozent motiviert und wir müssen das matchen, um keine Probleme zu bekommen.

... Felix Nmechas Beten mit Spielern von Curacao: "Es ist etwas Persönliches. Er hat das gemacht und ich sehe nichts Falsches daran. Die Bilder sind um die Welt gegangen. Schöne Bilder, oder? Wir reden von Meinungs- und Religionsfreiheit. Deshalb sehe ich dabei kein Problem. Mehr Thema war bei uns seine geile Leistung. Es ist seine persönliche Sache. Ich sehe da überhaupt keinen Gesprächsstoff."

... Nathaniel Brown: "Ich bin sehr positiv von ihm überrascht. Das erste Mal habe ich ihn im März-Lehrgang getroffen. Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, aber auf dem Platz wird er zum Monster. Dem Spieler muss man nicht so viel auf den Weg geben. Die jungen Hüpfer sind schon sehr weit für ihr Alter. Sehr gut."

... seine Vertragsverlängerung bei Real Madrid und Jose Mourinho als neuen Trainer: "Ich freue mich sehr auf Mourinho. Endlich klappt es, dass ich unter ihm spielen kann. In der Vergangenheit gab es sehr viele Gespräche mit ihm, aber es ist leider nie passiert. Ich hatte ein schwieriges letztes Jahr, vor allem körperlich. Aber ich habe mich wieder zurückgekämpft. Madrid ist mein Zuhause. Ich fühle mich sehr wohl. Deswegen habe ich nie an irgendetwas anderes gedacht. Ich wollte fit werden und mir einen neuen Vertrag verdienen. Und das habe ich."

... Real Madrid als Traumziel: "Real Madrid war nie wirklich ein Traum von mir. Denn ich hätte nie gedacht, dass ich das erreichen könnte. Erst nach dem Champions-League-Sieg mit Chelsea dachte ich mir, dieser Nicht-Traum kann wahr werden. Natürlich fragen mich Spieler, wie es in Madrid ist. Der Druck, all das Tam-Tam um den Verein herum. Ich kann nicht viel dazu sagen. Das muss man selber erleben. In der Mannschaft hier hat jeder die Qualität, dort eines Tages auch zu spielen."

+++ 17. Juni: DFB-Team startet Vorbereitung auf zweites Spiel +++

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in kompletter Mannschaftsstärke die Vorbereitung auf das zweite WM-Gruppenspiel aufgenommen. Beim Training am Mittwochvormittag (Ortszeit) im Spry Soccer Stadium auf dem Gelände der Wake Forest University standen alle 26 Spieler plus Trainingstorhüter Jonas Urbig auf dem Platz.

Nach dem Traumstart gegen Curacao (7:1) trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Samstag (22.00 Uhr MESZ) in Toronto auf die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire). Mit einem weiteren Sieg hätte der viermalige Weltmeister vorzeitig die K.o.-Phase erreicht.

In Winston-Salem stehen noch zwei weitere Trainingseinheiten auf dem Programm, ehe es im FIFA-Charterflieger am frühen Freitagnachmittag Richtung Toronto geht. Letzter Gruppengegner ist Ecuador am 25. Juni in East Rutherford.

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+++ 17. Juni: Joshua Kimmich berichtet von besorgniserregender Schlangenbegegnung +++

Nachdem bereits bei anderen Teams Schlangen rund um die WM-Quartiere ein Thema waren, hat es jetzt auch Deutschland erwischt.

Wie Joshua Kimmich bei einer Pressekonferenz berichtete, wurde in der Nähe des DFB-Camps eine giftige Schlange entdeckt. "Wir haben gestern eine Schlange gesehen, aber da wurde uns gesagt, dass die giftig ist. Bei einem Biss muss man mal ins Krankenhaus fahren. Ich glaube nicht, dass man stirbt, aber es ist zumindest mal gefährlich."

Nach den vorliegenden Informationen handelte es sich bei der Art um einen Nordamerikanischen Kupferkopf. Die in North Carolina weit verbreitete Schlangenart gilt als giftig. Ein Biss ist normalerweise nicht lebensbedrohlich, sollte jedoch ärztlich behandelt werden. Die Begegnung hat bei Kimmich Eindruck hinterlassen. "Hier habe ich ein bisschen Respekt. In Deutschland habe ich das Gefühl, da gibt es nicht so viele gefährliche Tiere."

Entsprechend achten die DFB-Profis derzeit verstärkt darauf, sich außerhalb der Trainingsanlagen umsichtig zu bewegen. "Ich habe das Gefühl, wenn du mal auf so eine Schlange trittst, kann es schon böse enden. Deswegen versuchen wir uns hier eher zurückzuhalten, was die Tiere angeht."

Besondere Schutzmaßnahmen wurden im deutschen Teamquartier bislang allerdings nicht eingeführt. Damit unterscheidet sich die Situation von jener bei Österreichs Nationalmannschaft, wo wegen möglicher Schlangenbegegnungen bereits Konsequenzen gezogen wurden.

+++ 16. Juni: Joshua Kimmich verteidigt Leroy Sane +++

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den Spielern am Dienstag trainingsfrei gegeben, der Kapitän erfüllt aber trotzdem seine Pflichten.

Joshua Kimmich stellte sich bereits um 10 Uhr Ortszeit im DFB-Teamquartier in Winston-Salem den Medien.

Die wichtigsten Aussagen:

Joshua Kimmich über ...

... den Auftaktsieg: Ich glaube, dass es generell ein Sieg war, der erwartet wurde, von außen und von uns auch. Es war ein überzeugender Sieg. Wir haben fünf Minuten, wo wir gestruggelt haben, aber ansonsten haben wir sehr wenig zugelassen. Es ist auch nicht selbstverständlich, gegen einen unterlegenen Gegner so deutlich zu gewinnen.

... die Elfenbeinküste und Diomande: Natürlich hat er eine brutale Entwicklung genommen. Vor einem Jahr hat den keiner gekannt. Ich habe früh in der Saison etwas von David über ihn gehört. Er hat eine überragende Saison gespielt in einem Team, wo es nicht nur bergauf ging. Er hat sehr spektakuläre Leistungen gebracht, sein Dribbling ist außergewöhnlich, wie er ein Start-Stopp-Dribbling hat. Ein bisschen wie Kingsley bei uns früher bei Bayern. Er hat ein krasses Tempo. Es gibt aber noch andere Spieler, die sie haben. Wir müssen uns sehr gut vorbereiten.

... die Physis der kommenden beiden Gegner: Wir haben das Spiel nicht gesehen, weil wir im Flugzeug waren, aber ich glaube auch, dass beide physisch sehr stark sind und mit den Bedingungen gut klar kommen. Die beiden Gegner unterscheiden sich nochmal ein bisschen. Ecuador verteidigt sehr, sehr gut. Die Elfenbeinküste hat spektakuläre Spieler in der Offensive, die gut sind im Umschalten. Wir haben viele Stärken, um beiden Teams wehzutun.

... Felix Nmecha: Er ist einer der talentiertesten Spieler, die wir haben. Er hat eine extreme Physis, ist sehr schnell, sehr robust, ist technisch für seine Größe überragend. Sein Tor war außergewöhnlich. Er ist auch einer, der den Ball mal treiben kann. Der gibt uns sehr viel, er kann auch gut verteidigen, gerade mit seiner Schnelligkeit.

... Kritik von Joachim Löw (siehe unten): Wir haben das erste Spiel gemacht gegen einen Gegner, der nicht das Weltklasseniveau hat. Es werden jetzt ein paar Prüfsteine auf uns zukommen, wo man sehen wird, wo wir stehen. Wir müssen an der Stabilität arbeiten, dürfen nicht so viel lassen, müssen weniger Gegentore bekommen. Trotzdem schießen wir auf der anderen Seite sieben Tore und können noch drei, vier mehr machen. Wir sollten jetzt die zwei Gruppenspiele noch spielen und danach können alle Experten bewerten, wo wir stehen.

... Nathaniel Brown: Er ist sehr ruhig und zurückhaltend neben dem Platz, ist da immer in seiner Dreiergruppe unterwegs mit Assan und Pavlo. Auf dem Platz ist er sehr mutig und bringt seine Qualitäten ein. Er hat sich bei mir noch nicht über den FC Bayern erkundigt, aber er hat einen super Start ins Turnier gehabt mit Tor und Vorlage. Das ist mir damals leider nicht gelungen gegen Mexiko.

... Jamal Musiala: Eine Familie wird man auf dem Platz mehr als neben dem Platz. Wenn ich sehe, dass Jamal Musiala 30 Meter zurücksprintet und den Ball erobert. Klar, viele schauen auf sein Tor oder seine spektakulären Dribblings, ich bin dann einer, der auf sowas schaut.

... die Arbeit gegen den Ball: Wir sind eine Mannschaft, die viel Qualität mit Ball hat, aber es ist auch wichtig, dass wir gut absichern. Wir müssen die Konterspieler kontrollieren. Das wird auch gegen die Elfenbeinküste wichtig sein. Wenn du den Raum mit 50 bis 60 Metern hinter dir verteidigen musst, dann unkonzentriert bist, dann kann es ein bisschen schwierig werden im Wettrennen. Deshalb müssen wir die Dinge vorher lösen.

... Julian Nagelsmann: Es ist schon was anderes, Vereinstrainer und Bundestrainer zu sein. Bei Julian dachte ich am Anfang, dass er jeden Tag auf dem Platz stehen und mit der Mannschaft arbeiten muss. In den letzten Monaten ist er sehr klar in der Kommunikation, was er möchte und von uns verlangt. Er spricht die Dinge offen an, das ist eine besondere Qualität. Er hat keine Angst davor, Spieler auch mal zu kritisieren. Das ist wichtig, wenn man sich weiterentwickeln möchte als Spieler und als Mannschaft. Er ist angekommen, hat ein neues Trainerteam um sich herum. Davor war Sandro noch da, die Abläufe werden jetzt homogener. Man merkt das auch auf dem Platz, finde ich. Nach der Euro hatten wir eine sehr gute Phase bis zur Nations League und der Slowakei. Aber auch da ist er sich treu geblieben und hat seine Überzeugung in die Mannschaft getragen. Das macht er sehr, sehr gut und deshalb folgen ihm die Spieler auch.

... Kritik an Leroy Sane: Finde ich nicht so verständlich. Ich fand ihn extrem engagiert, vor allem sein Umschaltverhalten, das ist etwas worauf ich achte, er hat mich nie allein gelassen, hat versucht, immer schnell wieder hinter den Ball zu kommen. Er hat jetzt kein Tor gemacht. Wichtig ist, dass wir es nicht nur daran bemessen, es ist cool, wenn er drei Tore macht, aber es gibt auch andere Aufgaben, die er zu erfüllen hat und das hat er sehr, sehr gut gemacht. Dementsprechend verstehe ich die Kritik wirklich nicht. Auch wenn ich Leroys Körpersprache gesehen habe, die ja oft kritisiert wird bei ihm.

... die Mischung aus Erfahrung und frischem Wind: Die Mischung hilft uns definitiv. 2018 dachte ich auch, wir haben eine überragende Mischung mit Weltmeistern und Confed-Cup-Siegern. Am Ende hat uns die Mischung nicht geholfen. Diesmal kommt dazu, dass wir außer Manu nur Spieler haben, die noch nichts mit der Nationalmannschaft gewonnen haben, dass wir den Hunger drin haben. Wir haben viele Spieler, die das auch schätzen, hier dabei zu sein.

+++ 16. Juni: Löw zweifelt an der Stabilität des DFB-Teams +++

Weltmeistertrainer Jogi Löw hat in der TikTok-Liveshow "Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe" Zweifel an der deutschen Nationalmannschaft geäußert.

"Die Mannschaft hat viel Qualität, aber noch nicht die Stabilität, die es braucht, um Titel zu gewinnen", sagte Löw. Dazu würden der Mannschaft auch die richtigen Persönlichkeiten fehlen: "Persönlichkeiten, wie wir sie 2014 hatten. Das muss sich in dieser Mannschaft jetzt erst einmal zeigen. Joshua Kimmich allein wird nicht reichen, oder Manuel Neuer."

Darüber hinaus warnte der Weltmeister von 2014 davor, sich nach dem 7:1-Sieg gegen Curaçao zu sicher zu fühlen. "Man darf sich jetzt aber nicht im siebten Himmel wähnen. Das war sicher der leichteste Gegner bei dieser WM", erklärte der 66-Jährige. Es werde in Zukunft darauf ankommen, dass die DFB-Elf über 90 Minuten Dominanz zeigen kann.

Insgesamt sehe er aber einen Aufwärtstrend seit der Europameisterschaft vor zwei Jahren.

+++ 15. Juni: Deutschland hat K.o.-Runden-Ticket statistisch fast sicher +++

Seit dem Weltmeistertitel aus dem Jahr 2014 hat die deutsche Nationalmannschaft kein K.o.-Runden-Match mehr bei einer Weltmeisterschaft bestritten.

Das DFB-Team flog in Russland wie auch in Katar bereits in der Vorrunde aus dem Turnier. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei der WM 2026 zum dritten Aus nach der Gruppenphase in Serie kommt, war schon vor dem Curacao-Spiel gering.

Nach dem 7:1-Erfolg gegen den WM-Underdog ist die Gefahr nun sogar noch deutlich kleiner geworden. Deutschland hat nicht nur drei Punkte auf dem Konto, sondern auch eine satte Tordifferenz von +6.

Hinzu kommt, dass bei der WM 2026 erstmals 32 Mannschaften in der K.o.-Runde stehen. Neben den beiden Erstplatzierten kommen auch acht der zwölf Gruppen-Dritten ins Sechzehntelfinale.

Der Datendienstleister "Football Meets Data" hat basierend auf Vorleistungen und auf das erste Resultat des deutschen Teams berechnet, wie wahrscheinlich ein Einzug in die nächste Runde ist. Dabei kommt das Statistik-System auf einen Wert von 99,6 Prozent.

Das bedeutet, dass Deutschland den Berechnungen zufolge in 996 von 1000 Fällen weiterkommt. Während die Elfenbeinküste nach ihrem 1:0 über Ecuador eine Chance von 94 Prozent auf die nächste Runde hat, liegt diese bei den Südamerikanern bei 66 Prozent. Curacao wird nur noch eine Chance von zehn Prozent zugesprochen.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich Julian Nagelsmann und das Team nicht auf Statistiken verlassen möchten. Ein Sieg gegen die Elfenbeinküste am Samstag würde die letzten Zweifel beseitigen.

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Der DFB-Kader in der Übersicht:

Tor

Abwehr

Mittelfeld/Angriff

ran begleitet die WM-Vorbereitung und das Turnier im Ticker.

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