Ferrari sorgt für Aufsehen
Formel 1: Startprozess gefährlich? Mercedes meckert, Ferrari fliegt, Max Verstappen scherzt
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von ran.deran Mehr Sport
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Videoclip • 01:14 Min
Die ersten Kilometer der neuen Formel-1-Ära sind gefahren. Ein Thema polarisiert besonders: die Starts. Während Mercedes Regelverstöße bei Ferrari reklamiert, haben andere Fahrer Sorge vor Unfällen.
In der Formel 1 sorgt die Einführung der neuen Motorenregeln für 2026 für hitzige Debatten, insbesondere bezüglich der Startprozeduren. Während der laufenden Preseason-Tests in Bahrain haben sich Bedenken zu Sicherheitsrisiken und Komplexität verstärkt.
Die FIA testet derzeit Anpassungen, um potenzielle Probleme zu mildern, doch nicht alle Teams sind einverstanden.
Die neuen Motoren für 2026 basieren auf einem 50/50-Leistungsverhältnis zwischen Verbrennungsmotor (ICE) und elektrischen Komponenten, mit einem Fokus auf nachhaltigen Kraftstoffen und reduziertem Verdichtungsverhältnis von 18:1 auf 16:1. Dies soll den Einstieg neuer Hersteller erleichtern, verändert jedoch die Dynamik bei Rennstarts grundlegend.
Bisherige Anti-Stall-Systeme und Kupplungsverhalten sind angepasst, was zu längeren Vorbereitungszeiten führt: Die Antriebseinheiten benötigen bis zu zehn Sekunden, um den Turbolader optimal aufzuladen, bevor der Start freigegeben werden kann. Fahrer müssen den Motor länger auf hohe Drehzahlen bringen, was das Risiko von Fehlstarts oder Anti-Stall-Aktivierungen erhöht und die Prozedur komplexer macht.
Formel 1: Werden Starts nun gefährlich?
Kritiker befürchten, dass dies zu gefährlichen Situationen führen könnte, da die Konzentration der Piloten auf technische Details statt auf den Rennstart gelenkt wird. Zudem könne es zu Aus- und sogar Unfällen kommen, da Autos teilweise nicht aus ihrer Startbox kommen könnten.
Ferrari gilt als potenzieller Profiteur dieser Regelung, da ihr System angeblich weniger Vorbereitungszeit erfordert. Dies hat zu Vorwürfen, unter anderem von Mercedes, geführt, dass das Team Änderungen an der Startsequenz blockiert, um einen Vorteil zu wahren.
In Bahrain wurde ein Video viral, das einen Ferrari-Motor zeigt, der länger als zehn Sekunden aufheult – ein Hinweis auf unterschiedliche Herangehensweisen der Hersteller.
Verstappen und Hamilton sehen keine Gefahr bei Starts: "Dauert nur länger"
Max Verstappen, der amtierende Vize-Weltmeister von Red Bull, kommentierte die Bedenken süffisant: "Du kannst immer aus der Boxengasse starten, wenn du dich unsicher fühlst."
Damit spielte er auf die Ängste einiger Teams an, die die neuen Starts als zu riskant einstufen, und betonte, dass er selbst keine Sicherheitsprobleme sehe.
Lewis Hamilton, nun bei Ferrari, sorgte gestern während der Tests in Bahrain für Aufsehen mit einem beeindruckenden Raketenstart. Der siebenmalige Champion demonstrierte eine schnelle und präzise Beschleunigung, die die Theorie untermauert, dass Ferrari bei den neuen Prozeduren im Vorteil ist.
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Hamilton selbst relativierte die Gefahren: "Es ist definitiv nicht gefährlich. Es ist nur eine längere Prozedur als bisher."
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