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Olympia 2026: "Niemand kann neutral sein": Bundestrainer kritisiert Rückkehr russischer Athleten
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Videoclip • 01:15 Min
Russland und Belarus kehren im Bereich Para Skilanglauf zurück. Bundestrainer Ralf Rombach übt Kritik daran.
Bundestrainer Ralf Rombach sieht die Rückkehr von Russland und Belarus im Bereich Para Skilanglauf sehr kritisch. "Ich kenne natürlich viele Protagonisten aus dem russischen Team schon viele, viele Jahre persönlich und habe auch ein gutes Verhältnis ", sagte der 57-Jährige bei einem FES-Termin in Berlin: "Ich weiß aber auch, dass definitiv niemand aus der Mannschaft neutral sein kann. Ganz im Gegenteil, einige finden es durchaus legitim, was da passiert, weil da der Informationsfluss sehr, sehr einseitig ist."
Die politische Lage habe sich mit dem andauernden Angriffskrieg von Russland und Belarus in der Ukraine nicht geändert. Dementsprechend sei er "bei aller Freundschaft untereinander nicht einverstanden mit der Entscheidung, die da getroffen wurde", führte Rombach aus: "Bei uns kommen zwei Dinge zusammen: Das Startrecht und dann noch ganz normal mit nationalen Emblemen, als wenn nichts passiert wäre. Ich bin nicht glücklich darüber."
Er gehe davon aus, dass sich noch einige russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler durch die Hintertür für die Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März) qualifizieren werden. "Wie viele, das weiß ich nicht", so Rombach. Da russische und belarussische Teilnehmer nur im Skilanglauf und nicht im Biathlon möglich sind, erwartet er vor Ort in Predazzo eine "sehr, sehr seltsame" Situation.
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"Wir werden an der gleichen Sportstätte einmal mit und einmal ohne sie starten. Ich weiß gar nicht, wie das läuft", sagte der Bundestrainer: "Müssen die dann die Wachs-Kabinen räumen, während des Biathlons? Also es gibt ganz irrsinnige Situationen, die den ganzen Wahnsinn vor Ort dann zeigen." Das deutsche Team müsse dies "ausblenden", so Rombach weiter. Dies werde allerdings "sehr, sehr schwierig".
Russische und belarussische Para Sportler waren in der Vorwoche beim Skilanglauf-Weltcup in Finsterau unter eigener Flagge in den Wettkampfbetrieb zurückgekehrt. Zwar ist der Zeitraum der Qualifikation für die Paralympics eigentlich abgeschlossen, doch über das Sammeln von Ranglistenpunkten können sich die Sportler der kriegstreibenden Nationen noch für bilaterale Einladungen empfehlen.
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