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NFL: Kansas City Chiefs, Baltimore Ravens und Co.: Welche 5-5-Teams schaffen es in die Playoffs?
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von Julian ErbsSport Bilder des Tages BALTIMORE, MD - SEPTEMBER 19: Kansas City Chiefs quarterback Patrick Mahomes 15 walks off the field after congratulating Baltimore Ravens quarterback Lamar Jackson 8 following the Kansas City Chiefs game versus the Baltimore Ravens on September 19, 2021 at M&T Bank Stadium in Baltimore, MD. Photo by Mark Goldman/Icon Sportswire NFL, American Football Herren, USA SEP 19 Chiefs at Ravens Icon74921091929
Bild: imago images/Icon SMI
Die Kansas City Chiefs, die Baltimore Ravens und die Houston Texans stehen nach elf Spieltagen bei fünf Siegen und fünf Niederlagen. Welches dieser Teams darf sich realistische Hoffnungen auf die Playoffs machen?
von Julian Erbs
Einige Teams können sich in diesem Jahr so gut wie sicher sein, dass sie in den Playoffs dabei sein werden, etwa die Denver Broncos oder die New England Patriots.
Bei anderen geht es hingegen fast nur noch darum, sich einen möglichst hohen Draftpick zu sichern, wie bei den Tennessee Titans oder den New York Giants.
Ausnahmen bilden unter anderem drei Teams, bei denen noch völlig offen ist, in welche Richtung es geht. Sowohl die Baltimore Ravens und die Houston Texans als auch die Kansas City Chiefs stehen nach zehn absolvierten Partien bei fünf Siegen und fünf Niederlagen.
ran nimmt die Situation der einzelnen Teams genauer unter die Lupe. Wer darf sich realistische Chancen auf die Playoffs machen, wer sollte die Saison abhaken?
Baltimore Ravens
Die Ravens sind katastrophal in die Saison gestartet: Zum Auftakt gab es eine denkbar knappe Niederlage gegen die Buffalo Bills. In Woche 4 verletzte sich Star Quarterback Lamar Jackson am Oberschenkel im Duell mit den Chiefs.
Danach folgte die deutliche 10:44-Niederlage gegen die Texans sowie in der darauffolgenden Woche die Klatsche gegen die Los Angeles Rams, in der die Offensive ohne Jackson nur drei Punkte erzielen konnte.
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Die Bye Week in Woche 7 hätte für die Ravens kaum günstiger liegen können. Jackson erhielt eine zusätzliche Regenerationswoche, zunächst gewann Baltimore auch ohne Jackson gegen die Chicago Bears. Nach seiner Rückkehr gegen die Miami Dolphins folgten drei weitere Siege.
In den kommenden sieben Spielen trifft Baltimore noch zweimal auf die Cincinnati Bengals und zweimal auf die Pittsburgh Steelers, außerdem jeweils einmal auf die New York Jets, die Patriots und die Green Bay Packers.
Sowohl gegen die Jets als auch in den beiden Spielen gegen die Bengals sind Siege Pflicht. Die Partien gegen die Steelers, Patriots und die Packers sind 50:50-Duelle.
Lamar Jackson bleibt der entscheidende Faktor
Für Baltimore sind die Divisionsduelle gegen die Bengals und die Steelers entscheidend, da sie sich über die eigene Division die besten Chancen auf die Playoffs sichern können. Dafür muss vor allem Lamar Jackson wieder an die Form vor seiner Verletzung anknüpfen.
In seinen vier Spielen seit seiner Rückkehr haben sie zwar bisher alle gewonnen. Jackson kommt dabei jedoch im Durchschnitt nur auf 207 Scrimmage Yards und insgesamt sechs Touchdowns, davon vier gegen die Dolphins, bei drei Interceptions.
Vor seiner Verletzung im Spiel gegen die Chiefs erzielte er durchschnittlich 280 Scrimmage Yards, darunter neun Touchdowns, und blieb ohne Interceptions. Dennoch verlor das Team zwei der drei Spiele, da die Defensive ihn größtenteils im Stich ließ.
Sollte Jackson wieder an diese Form anknüpfen und die Defensive das Niveau der letzten vier Spiele halten, in denen man nicht mehr als 19 Punkte zuließ, ist ein Playoff-Run durchaus möglich. Gewinnt Baltimore jedoch die AFC North-Division nicht, wird es ein schwieriges Unterfangen.
ran-Analyse: 50:50-Chance, ob die Ravens dieses Jahr die Playoffs erreichen.
Houston Texans
Nachdem die Texans mit drei Niederlagen in die Saison gestartet waren, hatten viele Experten die Saison bereits als abgeschrieben angesehen. Dann folgten überzeugende Siege gegen die Ravens und sogar ein Shutout gegen die Titans und plötzlich waren sie wieder im Rennen.
Nach ihrer Bye Week in Woche 6 setzte sich das Auf und Ab fort, was in Woche 9 in einer Niederlage gegen die Denver Broncos endete, bei der zudem Starting Quarterback C.J. Stroud aufgrund einer Gehirnerschütterung ausfiel. Stroud, der auch in dieser Saison nicht an seine starke Rookie-Saison 2023 anknüpfen konnte, wurde anschließend von Davis Mills ersetzt.
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Nick Emmanwori (Seattle Seahawks)
Glück im Unglück für Nick Emmanwori und die Seattle Seahawks! Nachdem sich der Safety im Training am Knöchel verletzt hatte, gab es nun Entwarnung. Der 21 Jahre alte Rookie, der überragende Playoffs gespielt hat, meldete sich selbst fit. "Ich bin bereit", sagte er. Head Coach Mike Macdonald erklärte zuvor, Emmanwori habe sich nur eine leichte Verstauchung des Knöchels zugezogen.Imagn Images

Drake Maye (New England Patriots)
Sollte es noch einen Zweifel an der Einsatzfähigkeit von Drake Maye im Super Bowl gegeben haben, so hat er diese nun endgültig beseitigt: "Ich fühle mich gut. Ich habe gestern geworfen und ich werde bei 100 Prozent sein", kündigte der MVP-Kandidat an. Im Training am Mittwoch war er erstmals wieder uneingeschränkt dabei.Getty Images via AFP

Robert Spillane (New England Patriots)
Middle Linebacker Robert Spillane, der in der Defense auch die Plays ansagt, musste die Partie in Denver bereits mit einer Knöchelverletzung verlassen. Seit der Ankunft des Teams in San Francisco hat der Kapitän der Defense noch nicht einmal trainiert.ZUMA Press Wire

Josh Allen (Buffalo Bills)
Josh Allen hat fast zwei Wochen nach der knappen 33:30-Niederlage seiner Buffalo Bills gegen die Denver Broncos verraten, dass er mit einem gebrochenen Knochen im Fuß auf dem Feld gestanden habe: "Es war keine optimale Situation und schmerzhaft während der letzten Wochen." Der Quarterback fügte hinzu, dass es eine alte Verletzung sei, die in Woche 16 gegen die Browns wieder aufgebrochen sei. Nun konnte er operiert werden und wird voraussichtlich zum Saisonstart bereit stehen.2026 Getty Images

Zach Charbonnet (Seattle Seahawks)
Schlimme Nachricht für die Seattle Seahawks: Running Back Zach Charbonnet hat sich entgegen erster optimistischer Prognosen doch schwer verletzt. Der 25-Jährige zog sich beim Blowout-Sieg gegen die San Francisco 49ers in der Divisional Round einen Kreuzbandriss zu und wird nicht nur die restlichen Playoffs, sondern wohl auch einen erheblichen Teil der kommenden Saison verpassen.Imagn Images
Mills führte die Texans in Woche 10 zu einem unglaublichen Comeback im letzten Viertel gegen die Jacksonville Jaguars und konnte sich auch in der vergangenen Woche gegen die Titans durchaus empfehlen.
Houston trifft in dieser Saison noch zweimal auf die Indianapolis Colts und jeweils einmal auf Buffalo, die Chiefs, die Arizona Cardinals, die Las Vegas Raiders und die Los Angeles Chargers.
Zu hartes Restprogramm für Houston?
Von den verbleibenden Spielen bestreiten die Texans fünf als Underdog. Nur gegen die Raiders und die Cardinals kann man von einer Favoritenrolle sprechen.
Gegen die Bills wird Stroud definitiv ausfallen, und selbst wenn er in Woche 13 zurückkehrt, wird er nicht denselben Effekt wie Jackson bei den Ravens haben.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Houston als Divisionssieger in die Playoffs einzieht, ist sehr gering. Dafür sind die Colts in dieser Saison einfach zu stark, und selbst die Jaguars liegen aktuell noch vor den Texans. Entsprechend müssten sie so viele Siege wie möglich holen, was angesichts des Restprogramms wahrscheinlich eine zu große Herausforderung darstellt.
Zudem fehlt Houston in dieser Saison auf der Quarterback-, Running-Back- und Wide-Receiver-Position ein Playmaker wie Patrick Mahomes bei den Chiefs oder Lamar Jackson bei den Ravens. Da reicht auch die starke Defense nicht.
ran-Analyse: Nein, die Houston Texans haben dieses Jahr keine Chance auf die Playoffs.
Kansas City Chiefs
Die Chiefs sind wahrscheinlich das Team, mit dem vor der Saison kaum jemand gerechnet hätte, dass es nach zehn Spielen die AFC oder zumindest die eigene Division, die AFC West, nicht anführt. Jetzt sieht die Lage jedoch ganz anders aus.
Zu Beginn der Saison gab es die Auftaktniederlage gegen die Chargers in Sao Paulo, gefolgt von weiteren Niederlagen gegen die Philadelphia Eagles und die Jaguars. Kleine Lichtblicke gab es bei den Siegen gegen die Giants und die Ravens.
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Ab Woche 6 wurden erstmals in dieser Saison drei Spiele in Folge gewonnen, sodass viele Experten davon ausgingen, dass die Chiefs wieder in die Spur gefunden hätten. Doch dann folgten erneut zwei Pleiten.
Das Restprogramm der Chiefs ist kein Spaziergang: Kansas trifft in dieser Saison noch auf Indianapolis, auf die Dallas Cowboys, auf Houston, die Chargers, die Titans, Denver und die die Las Vegas Raiders.
Mit Patrick Mahomes sind die Playoffs immer möglich
Spiele der Kategorie "Pflichtsieg", wenn man noch realistische Chancen auf die Postseason haben möchte, sind die Begegnungen gegen Houston, Tennessee, Las Vegas und Dallas. Gegen die Colts, Chargers und Broncos wird es hingegen deutlich schwieriger, sodass man, obwohl es die Chiefs sind, in diesen Partien eher von einer Underdog-Rolle sprechen kann.
Über den Divisionstitel der AFC West wird es dieses Jahr höchstwahrscheinlich nichts, da Denver bereits enteilt ist und auch die Chargers aktuell vor den Chiefs liegen.
Dementsprechend müssen die Chiefs in den kommenden Spielen so viele Siege wie möglich einfahren, um ihre Chancen auf die Playoffs über die Wildcard zu wahren. Dabei haben sie einen entscheidenden Vorteil, den Teams wie den Texans komplett fehlt: einen Spieler wie Patrick Mahomes.
Der 30-Jährige hat die Chiefs seit Beginn seiner Zeit in Kansas zu einer Dynastie geformt und mit ihnen bisher noch nie das AFC Championship Game - geschweige denn die Playoffs - verpasst. Es ist kaum vorstellbar, dass Patrick Lavon Mahomes II in dieser Saison nicht in den Playoffs mitspielen wird.
ran-Analyse: Ja, die Kansas City Chiefs werden dieses Jahr (wegen Patrick Mahomes) an den Playoffs teilnehmen.
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