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FC Bayern München: Dietmar Hamann wütet nach Protest gegen Diaz-Sperre
Aktualisiert:
von Chris Lugertran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 02:04 Min
Die Schiedsrichter-Entscheidungen beim Bundesliga-Gipfel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern sorgten für Schlagzeilen, die Bayern kündigten einen Protest an. Das wiederum bringt Dietmar Hamann auf die Palme.
Die Debatte über die Schiedsrichter-Entscheidungen im Bundesligaspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München (1:1) am vergangenen Samstag wird weiter hitzig geführt.
Die Bayern kündigten bereits an, gegen die Sperre für Luis Diaz Protest einlegen zu wollen. Der Kolumbianer war von Schiedsrichter Christian Dingert wegen einer vermeintlichen Schwalbe im Strafraum mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen worden.
Dingert gab nach der Partie zu, dass der Platzverweis "sehr hart" gewesen sei und er diesen nach Betrachtung der Bilder "jetzt nicht mehr so geben" würde. Die Bayern erkannten das Eingeständnis des Referees zwar an, fühlten sich aber dennoch beteiligt.
"Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren", polterte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.
"Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen - es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen. Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern. Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht", sagte Dreesen weiter.
Hamann: "Eines Weltvereins nicht würdig"
Dass der Klub nun Protest einlegt, trifft bei "Sky"-Experte Dietmar Hamann auf gar kein Verständnis. "Das ist doch eines Weltvereins nicht würdig", sagte er bei "Sky90" und legte nach: "Ein Weltverein legt Protest ein gegen eine Gelb-Rote Karte, wo der Spieler versucht, einen Elfmeter zu schinden."
Der frühere Profi des FC Bayern wünscht sich einen stilvolleren Umgang des Vereins mit derartigen Situationen. "Du musst doch auch mal in der Niederlage - die es ja nicht mal war - das mit Respekt und Würde anerkennen, dass Fehler gemacht werden oder auch nicht", sagte er.
Zudem erinnerte er an die Vorbildfunktion, die der Verein ausübe. Pauschale Schiedsrichterkritik sei kontraproduktiv. "Wir haben große Probleme, dass wir junge Schiedsrichter finden, weil keiner mehr pfeifen will, weil es körperliche Angriffe gibt. Und das befeuert das doch nur", meint er. "Und das ist der FC Bayern, das ist unser Flaggschiff des deutschen Fußballs!"
Auch Funkel kritisiert FC Bayern
Ähnlich sieht es Trainer-Ikone Friedhelm Funkel, der ebenfalls bei "Sky90" zu Gast war. "Sie werden mit dem Einspruch keinen Erfolg haben. Warum sie das machen? Ich weiß es nicht", sagte er und kritisierte die Bayern für eine angebliche Doppelmoral.
"Sie sprechen ja wirklich nur aus ihrer Sicht, dass sie benachteiligt worden sind und nicht andere Vereine auch. Man muss dazu sagen, dass der FC Bayern in den vergangenen Wochen auch Schiedsrichter-Entscheidungen bekommen hat, die sie bevorteilt haben", sagte er und verwies auf das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim vor einigen Wochen, als Abwehrspieler Kevin Akpoguma früh vom Platz gestellt wurde.
"Dann reden sie nicht davon, dass sie bevorteilt werden. Das finde ich nicht korrekt", sagte Funkel.
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