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Droht das sane-unheil?

FC Bayern München: Max Eberl sollte bei Serge Gnabry jetzt nicht warten, sondern handeln

Aktualisiert:

von Justin Kraft

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern: Vincent Kompany über Stanisic-Ausfall: "Könnte bisschen länger sein"

Videoclip • 02:15 Min


Serge Gnabry spielt zum Auftakt in die neue Saison groß auf. Warum der FC Bayern München bei ihm trotz aller Zweifel nicht zu viel Zeit verschwenden sollte.

Von Justin Kraft

Zwei Tore, drei Vorlagen und zahlreiche starke Aktionen in der Offensive des FC Bayern München – derzeit erinnert Serge Gnabry alle daran, warum der Rekordmeister ihn einst verpflichtet und später auch für viel Geld verlängert hat. Sein Profil ist im deutschen Fußball einzigartig.

Gnabry hat eine beeindruckende Direktheit und Wucht in seinem Spiel, sucht immer den Weg zum Tor und stresst damit jede Defensivreihe. Wenn da nicht dieses berühmte Wörtchen "Wenn" wäre. Denn wahr ist auch: Gnabry war in den letzten Jahren ein Konjunktiv-Fußballer.

Einer, der Weltklasse wäre, wenn er die Leistungen, die er in zehn verschiedenen Wochen pro Saison zeigt, mal über Monate oder gar Jahre hinweg zeigen würde. Wenn er nicht so oft verletzt wäre. Wenn er in Form wäre. Wenn. Wenn. Wenn.

Nun befindet sich Gnabry in seinem letzten Vertragsjahr beim FCB. Laut verschiedenen Medienberichten verdient der 30-Jährige ein absolutes Spitzengehalt von rund 19 Millionen Euro brutto. Mehrfach sollte er in den vergangenen Jahren verkauft werden. Mehrfach scheiterten die Bayern an jenem Gehalt. Denn niemand wollte das für ihn bezahlen.

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In diesem Jahr ist die Situation anders. Die Münchner können, wenn sie wollen, den Vertrag im kommenden Sommer auslaufen lassen. Ob das wirklich passiert? Vollkommen unklar. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass die Verantwortlichen sich mindestens bis zum Winter anschauen wollen, ob er die aktuelle Leistung stabil bringen kann. Allerdings sollte man beim FC Bayern aufpassen, dass man sich beim Warten nicht wieder die Beine in den Bauch steht.

FC Bayern und das warnende Beispiel Leroy Sane

Denn genau das hat man vor nicht allzu langer Zeit bei Leroy Sane getan. Die Situation war prinzipiell gleich. Sane zeigte schwankende Leistungen, verdiente viel Geld und die Bayern wollten warten, wie er sich entwickelt. Noch im Winter 2024/25 äußerten sich die Verantwortlichen eher verhalten, was eine Verlängerung anbelangt. Viele Gerüchte tendierten in Richtung Trennung.

Im Frühjahr hieß es dann plötzlich, dass die Bayern doch mit ihm verlängern – eine Einigung habe es sogar schon gegeben. Und wiederum ein paar Wochen und einen Beraterwechsel später war klar: Sane verlässt München. Es war ein seltsames Schauspiel, das die Frage aufwirft, wie strategisch man überhaupt an die Sache herangegangen ist.

War Sane jetzt nur der Notnagel, den man sich warmhielt, falls Florian Wirtz absagt? Hat man spontan gemerkt, dass der Markt nicht viel hergab? Aufklärung können nur die Bosse geben. Fakt ist aber, dass die Suche nach einem neuen Offensivstar holprig verlief. Nicht nur, weil Wunschspieler Wirtz sich für den FC Liverpool entschied – was passieren kann.

Vor allem, weil es keine logische Alternative gab. Bayern war so fokussiert darauf, den Leverkusener irgendwie an die Säbener Straße zu lotsen, dass man sich nicht wirklich mit Alternativen zu befassen schien. Und als dann die Absage kam, war man bei Kalibern wie Nico Williams schlichtweg zu spät dran. Dass solche Transfers im bestmöglichen Szenario schon weit vorher in die Wege geleitet werden müssen, ist bekannt.

FC Bayern und Serge Gnabry: Grundsatzentscheidung statt Hängepartie

Bayern ist in den letzten Jahren aber zu oft ein Klub der späten Entscheidungen. Und das muss sich bei Gnabry jetzt ändern. Was genau wollen die Münchner in den kommenden Monaten von ihm lernen, was sie noch nicht über ihn wissen? Sein Potenzial ist ebenso bekannt wie die Antwort auf die Frage, was er leisten und was er nicht leisten kann.

Max Eberl und Co. sollten deshalb bereits in den kommenden Wochen eine Grundsatzentscheidung treffen: Wollen sie mit ihm verlängern oder wollen sie sich auf seiner Position neu aufstellen? Sollte die Tendenz aktuell in Richtung Verlängerung gehen, muss ein klarer Rahmen definiert werden: Laufzeit, Gehalt und vor allem auch Deadline.

Beispielsweise könnten die Münchner ein deutlich verringertes Gehalt von zehn Millionen Euro brutto und noch eine zusätzliche Summe an variablen Bonuszahlungen festlegen.

Internationale Transfergerüchte: Übernimmt Luis Enrique bald als Trainer bei Real Madrid?

  • Paris Saint-Germain FC v Flamengo - FIFA Intercontinental Cup 2025: Final

    Luis Enrique (Paris St.-Germain)
    Nach dem Aus von Xabi Alonso ist Alvaro Arbeloa neuer Trainer von Real Madrid – doch für wie lange? Laut dem Portal "Speedline" soll Ex-Barca-Coach Luis Enrique ein Engagement bei den "Königlichen" in Erwägung ziehen, sollte er ein Angebot erhalten. Der Spanier führte bereits die Katalanen als auch zuletzt Paris St.-Germain zum Champions-League-Titel. Trotz Vertrages bis 2027 ist ein Verbleib bei PSG wohl nicht sicher. Zudem hat Enrique eine Spielervergangenheit bei Real (1991 bis 1996), wechselte aber danach ausgerechnet zum großen Rivalen Barcelona.

    2025 Getty Images

  • Charlton Athletic v Chelsea, London, UK - 10 Jan 2026 Enzo Fernandez of Chelsea during the Emirates FA Cup match Third Round between Charlton Athletic and Chelsea on 10 January 2026 at The Valley, ...

    Enzo Fernández (FC Chelsea)
    121 Millionen Euro hat der FC Chelsea gezahlt, um Enzo Fernández bis 2032 zu binden. Schon gut sechs Jahre vor Vertragende soll der Argentinier aber unzufrieden in London sein, was laut "L'Equipe"-Angaben mit dem Aus von Trainer Enzo Mareca zusammenhängt. Dem Bericht zufolge hat PSG Fernández als Langzeit-Projekt im Visier. Im Winter soll es aber noch keinen Vorstoß geben.

    PPAUK

  • RB Leipzig v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

    Yan Diomande (RB Leipzig)
    Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.

    2025 Getty Images

  • Real Madrid CF™s Vinicius Junior during La Liga match. January 4, 2026 (20260104149)

    Vinicius Junior (Real Madrid)
    Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.

    Alterphotos

  • imago images 1070466575

    Kees Smit (AZ Alkmaar)
    Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "AS" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.

    IMAGO/Orange Pictures

  • imago images 1070591263

    Kees Smit (AZ Alkmaar)
    Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "AS"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.

    IMAGO/Orange Pictures

  • Egypt Faces Angola In Crucial AFCON Match Mohamed Salah during the match between Egypt vs Angola in the African Cup of Nations 2025 - Group B at Grand Stade D Agadir , Agadir, Morocco Agadir Souss ...

    Mohamed Salah (FC Liverpool)
    Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.

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  • FC Barcelona v Athletic Club - LaLiga EA Sports

    Robert Lewandowski (FC Barcelona)
    Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.

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  • Sergio Ramos

    Sergio Ramos (CF Monterrey)
    Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.

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    Pep Guardiola (Manchester City)
    Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.

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  • Real Madrid C.F. v Olympique de Marseille - UEFA Champions League 2025/26 League Phase MD1

    Mason Greenwood (Olympique Marseille)
    Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...

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  • Real Madrid C.F. v Olympique de Marseille - UEFA Champions League 2025/26 League Phase MD1

    Mason Greenwood (Olympique Marseille)
    ... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.

    2025 Getty Images

  • Doppeltorschütze gegen Real: Julian Alvarez

    Julian Alvarez (Atletico Madrid)
    Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro ...

    IMAGO/SID/Mutsu Kawamori

  • Lionel Messi y Julian ALvarez. Argentina vs Venezuela. Eliminatorias Mundial USA 2026 *** Lionel Messi and Julian ALvarez Argentina vs Venezuela World Cup Qualifiers USA 2026 Copyright: xxNicolasxA...

    Julian Alvarez (Atletico Madrid)
    Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.

    Fotobaires


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Da Gnabry bereits 30 Jahre alt ist, ergibt eine kürzere Laufzeit von bis zu drei Jahren wohl mehr Sinn. Kann sich Eberl mit dem Aufsichtsrat auf das Paket einigen, sollte bis spätestens Ende des Jahres klar sein, ob Gnabry das Angebot annimmt oder nicht.

Für den FC Bayern wäre es der Worst Case, wenn er wieder bis tief in den April oder gar Mai darauf warten muss, ob der Spieler unterschreibt oder nicht. Das wäre verschwendete Zeit, die man in die Suche nach einer Alternative investieren könnte, gar investieren muss.

Der FC Bayern muss wieder strategischer handeln

Die Transferplanung der Münchner wird kompliziert genug. Zahlreiche weitere Verträge laufen aus, darunter Leon Goretzka, Dayot Upamecano oder Manuel Neuer. Entsprechend ist frühe Klarheit bei Gnabry ein Schlüssel, um wieder in eine Position des Agierens zu kommen.

Mit Luis Diaz haben die Bayern in diesem Jahr zwar ordentlich reagiert, dafür aber auch sehr viel Geld ausgegeben. Mehr als in der jüngeren Vergangenheit für einen Spieler seiner Klasse und seines Alters ausgegeben wurde.

Auch der Verkauf von Kingsley Coman und die Panikleihe von Nicolas Jackson waren letztlich kein Handeln aus einer strategischen Position heraus, sondern eine Reaktion auf Entwicklungen.

Wollen die Bayern mittel- und langfristig in der Spitze Europas bleiben, brauchen sie ein strategisches Vorgehen. Eines, das zwischen Aufsichtsrat und sportlicher Leitung entsprechend abgestimmt ist. Bei Gnabry hat man nun die Chance, die Dinge durchdachter anzugehen als zuvor bei Sane und Coman.

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