Champions League
DFB-Team: An Kai Havertz führt bei der WM kein Weg vorbei - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Chris Lugertran Fußball
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Videoclip • 02:10 Min
Kai Havertz beweist im Champions-League-Finale einmal mehr, dass er für die großen Spiele und Momente gemacht ist. An dieser Qualität führt bei der WM kein Weg vorbei. Ein Kommentar.
Viel hat nicht gefehlt, und Kai Havertz hätte zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Champions-League-Finale entschieden.
Nach seinem Siegtreffer im Endspiel von 2021, als er den FC Chelsea in Porto zum 1:0-Erfolg gegen Manchester City schoss, sorgte er auch fünf Jahre später für einen großen Moment. In den Farben des FC Arsenal erzielte er in Budapest gegen Paris Saint-Germain erneut das erste Tor des Spiels, doch dieses Mal reichte es nicht zum Sieg.
Wie besonders aber allein dieser Treffer war, zeigt ein Blick in die Statistik. Havertz ist nach Cristiano Ronaldo und Mario Mandzukic erst der dritte Spieler in der Geschichte, der für zwei verschiedene Klubs ein Tor in einem Champions-League-Finale beisteuerte.
Der bald 27-Jährige ist ein Mann für die großen Momente. Havertz versteckt sich nicht, wenn es darauf ankommt. Stattdessen liebt der frühere Leverkusener die große Bühne und scheinbar auch den Druck, der damit einhergeht. Auf jeden Fall können sich die Trainer darauf verlassen, dass Havertz abliefert.
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Kai Havertz: Wichtiges Signal für Bundestrainer Julian Nagelsmann
Mit Blick auf die kommende WM ist das ein gutes und ebenso wichtiges Signal für Bundestrainer Julian Nagelsmann. In einem Kader mit verschiedenen Fragezeichen und mit Spielern, die derartige Druckmomente von ihren Klubs nicht gewohnt sind, kann Havertz' Erfahrung enorm helfen.
Zumal Havertz auch selbst bei einer WM seinen besonderen Wert in dieser Hinsicht bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Im finalen Gruppenspiel bei der WM 2022 gegen Costa Rica wurde Havertz beim Stand von 1:2 aus deutscher Sicht eingewechselt - und drehte das Spiel mit einem Doppelpack.
Das Ausscheiden konnte er damit zwar nicht verhindern, doch sollte sich Nagelsmann in der Vorbereitung auf das kommende Turnier den besonderen Wert von Havertz vor Augen führen. Dass der Bundestrainer große Stücke auf Havertz hält, ist ohnehin bekannt. Jetzt muss er dahingehend aber auch Fakten schaffen.
Unabhängig von allen Debatten über die Vorzüge eines Nick Woltemade oder die Formstärke von Deniz Undav kann die deutsche Nationalmannschaft in Nordamerika nicht auf Havertz in der Startelf verzichten.
Und das eben nicht nur, weil er das wohl beste Gesamtpaket aus technischer Stärke, Körperlichkeit, Spielverständnis und Abschlussstärke mitbringt. Sondern vor allem wegen seiner Erfahrung in großen, wichtigen Spielen und der besonderen Momente, die er in solchen Partien bereits kreiert hat.
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Kai Havertz: Weniger Räume beim DFB
Für Havertz dürften auch K.-o.-Spiele bei einer WM - sofern das deutsche Team diese erreichen sollte - kein Problem darstellen. Wie es bei seinen direkten Konkurrenten im DFB-Kader diesbezüglich aussieht, ist hingegen fraglich. Solche Unsicherheiten darf Nagelsmann nicht in Kauf nehmen.
Dabei ist klar, dass die Spielweise von Arsenal und jene der deutschen Nationalmannschaft nicht vergleichbar sind. Beide Treffer in seinen Champions-League-Finals erzielte Havertz mit viel Wiese vor den Beinen. Solche Räume wird er im DFB-Team gerade gegen kleinere Gegner nicht bekommen.
Doch Havertz kann auch auf engem Raum funktionieren. Und was noch wichtiger als taktische Überlegungen ist: Havertz hat sich im internationalen Fußball einen Namen gemacht, der bei den Gegenspielern für reichlich Respekt sorgen dürfte.
Hier funktioniert die Debatte ähnlich wie bei der Torwartfrage. Manuel Neuer bringt die gegnerischen Stürmer womöglich eher zum Nachdenken als Oliver Baumann. Und Havertz zieht wohl mehr Aufmerksamkeit auf sich als Undav oder Woltemade und schafft damit Räume für seine Mitspieler.
Und wenn Havertz dann mal selbst in Abschlussmomente kommt, dann liefert er. Das hat der Offensivspieler in Budapest erneut bewiesen.
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