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WM 2026: DFB-Kader und Rollen im Check - Kimmich konkurrenzlos, wilder Westen in der Offensive

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

ran Fußball

WM 2026: Neuer-Comeback fragwürdig und nachvollziehbar

Videoclip • 02:19 Min


Mit 26 Spielern plus einem Trainingstorhüter geht Bundestrainer Julian Nagelsmann in die WM 2026. Vor dem Start ins Turnier blicken wir auf die Rollen der einzelnen Akteure im Kader.

Der WM-Start für die deutsche Nationalmannschaft rückt immer näher. Am Sonntag (ab 19:00 Uhr MESZ im Liveticker) bestreitet das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann sein Auftaktspiel in Houston gegen Außenseiter Curacao.

Nach zwei erfolgreichen Testspielen gegen Finnland und die USA dürfte der Großteil der Startelf besetzt sein. Fragezeichen hinsichtlich der Aufstellung gibt es nur noch wenige, stattdessen teilt sich der Kader in mehrere Gruppen mit potenziellen Stammspielern, wiederkehrenden Jokern und situationsspezifischen Spielern auf.

26 Spieler gehören zum Aufgebot, gegenüber der ursprünglichen Nominierung im Mai musste Nagelsmann bereits einmal tauschen. Lennart Karl verletzte sich im Abschlusstraining vor dem USA-Spiel und verpasst das Turnier, für ihn nominierte der Bundestrainer Assan Ouedraogo nach.

ran analysiert die einzelnen Positionsgruppen und schaut, welcher Spieler welche Rolle einnimmt.

DFB-Team bei der WM 2026: Die Situation im Tor

Wohl keine andere Position entwickelte sich im Vorfeld der WM in Fußball-Deutschland zu einem derartigen Politikum. Eigentlich schien Oliver Baumann als Nummer eins für die WM gesetzt zu sein, schließlich spielte er eine starke Qualifikation, ließ sich in der Bundesliga mit der TSG Hoffenheim kaum etwas zuschulden kommen und bekam sogar von Nagelsmann höchstselbst das Vertrauen Richtung WM ausgesprochen.

Dann aber fand im Trainerstab ein Umdenken statt, plötzlich wurde der Name Manuel Neuer wieder heiß. Nach der EM 2024 war Neuer eigentlich zurückgetreten und hatte noch vor wenigen Monaten ein Comeback deutlich ausgeschlossen. Doch es kam anders. "Die Hauptaufgabe lag darin, die besten drei Torhüter des Landes zu nominieren. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, ihn zu kontaktieren", erklärte Nagelsmann.

Neuer ist nach einer über weite Strecken starken Saison mit dem FC Bayern als Nummer eins eingeplant und wird in Nordamerika bereits seine fünfte WM als Stammtorwart bestreiten - sofern sein Körper mitmacht. Denn der 40-Jährige verpasste die finalen Spiele der Saison und auch die beiden Test-Länderspiele verletzt, erneut machte die Wade Probleme.

Nagelsmann hob die "Aura" hervor, die Neuer auch im hohen Alter noch umgebe. "Er gibt dem Team eine Sicherheit. Er ist ein Spieler, der Weltklasse-Niveau hat, der auch eine Wirkung auf die eigene Mannschaft hat - und auch auf den Gegner. Er ist ein Spieler, der besondere Momente kreieren kann. Und in so einem Turnier brauchst du besondere Momente", stellte er klar.

Baumann, für den die späte Degradierung ein schwerer Schlag war, bewies enorme Größe und nahm seine neue Rolle ohne großes Murren an. Er wird als Nummer zwei paratstehen, sollte Neuer auch während der WM eine Pause benötigen. Dass auf ihn Verlass ist, bewies er nicht zuletzt gegen die USA. Nagelsmann adelte den 36-Jährigen als "Weltklasse-1b-Lösung".

Dritter Keeper im offiziellen 26-Mann-Kader ist Alexander Nübel, der bei halbwegs normalem Turnierverlauf aber keine Aussicht auf Spielzeit hat. Die Aufgabe des Ex-Stuttgarters ist es, im Training sein hohes Niveau zu zeigen und die Qualität zu stärken. Ebenfalls mit vor Ort ist Jonas Urbig vom FC Bayern, der zwar nicht zum nominellen Kader gehört, aber als Trainingstorhüter die übrigen Keeper entlasten soll. Zudem kann der 22-Jährige erste Turniererfahrungen sammeln.

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DFB-Team bei der WM 2026: Die Situation in der Außenverteidigung

Die Debatte, ob Joshua Kimmich eher Rechtsverteidiger oder doch zentraler Mittelfeldspieler ist, begleitet den DFB-Kapitän bereits seine gesamte Karriere über. Nagelsmann entschied sich realtaktisch nicht für ein "entweder oder", sondern für ein "sowohl als auch".

Kimmich wird auf den Taktikbögen als Rechtsverteidiger geführt und wird gegen den Ball auch entsprechend agieren. In Ballbesitz aber soll der 31-Jährige ins Zentrum rücken und das Spiel antreiben. Kimmich ist der klare Leader der Mannschaft, über den das Spiel laufen soll. Gleichzeitig will er sich selbst etwas beweisen. Zweimal war für ihn bei einer WM in der Vorrunde Schluss, dieser Makel seiner Karriere soll behoben werden.

Doch es bleiben Zweifel, ob Kimmich vor allem defensiv gegen die Gegner auf Topniveau die richtige Besetzung auf der rechten Seite ist. Alternativen hat Nagelsmann nicht nominiert, zumindest auf den ersten Blick. Kein einziger gelernter Rechtsverteidiger steht im Kader. Er habe verschiedene Optionen für den Fall eines Kimmich-Ausfalls im Kopf, betonte Nagelsmann. Klar aber ist: Gerade mit dem Ball wäre Kimmich nicht zu ersetzen. Er ist einer der klaren Fixpunkte.

Auf der linken Seite herrscht hingegen ein offener Zweikampf zwischen Nathaniel Brown und David Raum. Der Frankfurter Brown hat sich zuletzt in den Vordergrund gespielt und bekam von Nagelsmann auch gegen Finnland und die USA das Vertrauen, das der Youngster zurückzahlte. Zumindest gegen Curacao dürfte der 22-Jährige erneut den Vorzug erhalten.

Der sechs Jahre ältere Raum muss sich hingegen zunächst mit der Herausfordererrolle begnügen und versuchen, im Training auf sich aufmerksam zu machen. Sein Pfund: Raum kann über Freistöße und Flanken eine besondere Dimension ins Spiel bringen, die ihn je nach Spielverlauf als Joker zu einer Waffe machen könnte.

Quartier bei der WM 2026: DFB-Team residiert im "The Graylyn Estate"

  • "The Graylyn Estate": Deutschlands Quartier für die WM 2026 steht fest
    Die deutsche Nationalmannschaft hat für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko eine Bleibe gefunden. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann wird in der Kleinstadt Winston-Salem (Bundesstaat North Carolina) residieren, wohnt während der Endrunde im Hotel "The Graylyn Estate".

    The Graylyn Estate

  • Deutschlands WM-Quartier: Riesen-Areal über 55 Hektar
    Die Anlage des "The Graylyn Estate" erstreckt sich über 55 Hektar, bietet zahlreiche Sport- bzw. Freizeitmöglichkeiten für die Gäste des Hotels.

    The Graylyn Estate

  • Bauten im Südstaaten-Stil
    Geprägt ist die Anlage von den zahlreichen Steinhäusern, ebenso gibt es einen riesigen Park, in dem sich die deutschen Nationalspieler während der Endrunde im Sommer 2026 in ihrer Freizeit aufhalten können.

    The Graylyn Estate

  • Turmbauten als Hingucker
    Neben den Steinhäusern sind auch die vielen Türme auf dem Areal des "The Graylyn Estate" ein echter Hingucker.

    The Graylyn Estate

  • Training auf dem Gelände der Wake Forest University
    Zum Training bittet Julian Nagelsmann seinen WM-Kader im Sommer 2026 dann auf dem nahe dem Hotel befindlichen Gelände der Wake Forest University. Hier trainieren und spielen normalerweise die Fußball-Teams der Wake Forest University, die Demon Deacons.

    Wake Forest Athletics

  • Nähe zwischen Hotel und Trainingsplätzen als als wichtiger Faktor
    Bei der Suche nach einem geeigneten Domizil für die WM war die Nähe zwischen Hotel und Trainingseinrichtungen ein wichtiger Faktor, wie Nagelsmann bestätigte. "Wir können sie fußläufig und mit dem Fahrrad in weniger als zehn Minuten erreichen. Das ist ein entscheidender Faktor", sagte der Bundestrainer.

    Wake Forest Athletics

  • Nagelsmann mit Trainingseinrichtungen zufrieden
    Der DFB-Tross um Nagelsmann, Rudi Völler und Andreas Rettig inspizierte die Trainingsplätze persönlich.

    Wake Forest Athletics

  • Drei Trainingsplätze für das DFB-Team
    "Wir haben hier drei Fußballplätze in einem sehr, sehr guten Zustand, die alle Ansprüche, die wir aus sportlicher Sicht stellen, erfüllen", sagte Nagelsmann.

    Wake Forest Athletics

  • DFB-Delegation schaut sich auch im Innenraum der Uni um
    Nagelsmann, Völler und Co. bekamen bei ihrem USA-Besuch auch Einblick in die Räumlichkeiten der Wake Forest University, die das DFB-Team während der Trainingseinheiten nutzen darf.

    Wake Forest Athletics

  • Welche Temperaturen erwartet das DFB-Team in North Carolina?
    In Winston-Salem, einer Stadt mit ungefähr 250.000 Einwohnern, sind im Juni Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad zu erwarten, verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit.

    ©WFU/Ken Bennett

  • Abschiedsfoto mit Vertretern der Uni und der Stadt Winston-Salem
    Zum Abschied des Vorabbesuchs  der DFB-Delegation gab es noch ein gemeinsames Bild mit Vertretern der Wake Forest University und der Stadt Winston-Salem.

    Wake Forest Athletics


DFB-Team bei der WM 2026: Die Situation in der Innenverteidigung

Fünf Spieler für zwei Positionen - das Gedränge in der Innenverteidigung ist gewaltig. Doch die Hackordnung wirkt aktuell wie in Stein gemeißelt. Das Pärchen aus Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck scheint sich festgespielt zu haben, weil sich beide in ihren Qualitäten auch sehr gut ergänzen.

Tah hat in seinem ersten Jahr beim FC Bayern noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und ist nicht nur sportlich, sondern auch als Abwehrchef gereift. Unter Vincent Kompany ist der 30-Jährige gesetzt und lieferte auch gegen die großen Gegner in der Champions League oft ab. Seine Stärken liegen klar im Defensivverhalten, doch auch in der Spieleröffnung hat er Fortschritte erzielt.

Schlotterbeck seinerseits hat allein deshalb einen Vorteil gegenüber allen anderen Innenverteidigern im Kader, weil er der einzige Linksfuß ist. Außerdem ist er für seine herausragenden langen Bälle bekannt und hebt damit die Spieleröffnung auf ein anderes Level. Zudem bringen sowohl Tah als auch Schlotterbeck eine Grundgeschwindigkeit mit, die in der Konterabsicherung für das meist hochstehende DFB-Team von großer Bedeutung ist.

Antonio Rüdiger ist der erste Ersatzmann, sollten Tah oder Schlotterbeck nicht spielen können. Der Legionär von Real Madrid verpasste weite Teile der Hinrunde verletzt und litt in der Rückrunde als Stammkraft unter den schwankenden Leistungen der "Königlichen". Mit seinem Verhalten und Auftreten sowohl auf als auch neben dem Platz betrieb er ebenfalls keine Eigenwerbung.

Komplettiert wird das Quintett von Schlotterbecks BVB-Kollegen Waldemar Anton sowie Newcastle-Profi Malick Thiaw. Beide dürften keine Kandidaten auf regelmäßige Spielzeit sein, könnten sich im Fall der Fälle aber nahtlos einfügen. Anton wäre wohl auch eine der ersten Optionen für einen etwaigen Kimmich-Ausfall.

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DFB-Team bei der WM 2026: Die Situation im zentralen Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld hat Nagelsmann die Qual der Wahl, gleich sieben Spieler stehen für zwei Positionen parat. In den Testspielen vertraute Nagelsmann auf das Duo aus Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha auf der Doppelsechs, das so wohl auch zum Turnierstart beginnen dürfte.

Pavlovic verpasste die Heim-EM 2024 auf bittere Weise, ist nun aber als zentraler Baustein im DFB-Team vorgesehen. Bei den Bayern glänzte er als ruhiger, unaufgeregter Ballverteiler mit herausragender Passqualität. Nominell gibt es das Tandem aus Pavlovic und Joshua Kimmich im zentralen Mittelfeld in der Nationalmannschaft so nicht, durch Kimmichs Einrücken wird realtaktisch aber ein Dreiermittelfeld mit Nmecha gebildet.

Der Dortmunder ist im Gegensatz zu seinem Nebenmann deutlich offensiver ausgerichtet und bringt viel Physis ins Spiel. Während Pavlovic das Spiel durch Pässe kontrolliert, kann Nmecha auch im eigenen Dribbling Akzente setzen und sich im gegnerischen Strafraum einbringen. Somit ergänzen sich die beiden Profile gut.

In Angelo Stiller und Leon Goretzka stehen zwei ähnliche Spielertypen als direkte Backups zur Verfügung. Der Stuttgarter Stiller agiert wie Pavlovic eher hängend und kommt über seine Passstärke und Übersicht, während Goretzka im Mittelfeld enorme Polyvalenz an den Tag legt. Der langjährige Bayern-Profi galt sogar lange als potenzieller WM-Stammspieler, diesen Status hat er aber wohl an Nmecha verloren.

Nachrücker Assan Ouedraogo könnte im WM-Verlauf ein Dark Horse werden. Der Leipziger wurde für den verletzten Lennart Karl nachnominiert, ist aber ebenfalls im zentralen Mittelfeld beheimatet. Der 20-Jährige bringt nicht nur Unbekümmertheit mit, sondern auch enorme fußballerische Qualität und Vielseitigkeit. Ouedraogo kann im Mittelfeld alle Positionen spielen, muss sich aber erst einmal im DFB-Team akklimatisieren.

Nadiem Amiri bekam von Nagelsmann in den Testspielen zuletzt jeweils ein paar Minuten, wird aber über die Rolle des Jokers nicht hinauskommen. Gleiches gilt auch für Pascal Groß, der im Zweifel aber auch als Rechtsverteidiger auflaufen könnte, sollte Kimmich ausfallen oder anderweitig gebraucht werden. Der Profi von Brighton & Hove Albion ist einer der klassischen Ergänzungsspieler im Kader, der über jede Einsatzminute froh sein dürfte.

DFB-Team bei der WM 2026: Die Situation in der Offensive

Die Besetzung der Offensive im DFB-Team bietet für Nagelsmann zahlreiche verschiedene Optionen, um auf unterschiedliche Situationen, Ergebnisse und Gegner reagieren zu können. Allerdings gibt es im gesamten Kader in Leroy Sane und Jamie Leweling nur zwei klassische Außenspieler. Hier tut der Ausfall von Lennart Karl weh, der sich eigentlich einen Vorteil auf der rechten Seite erarbeitet hatte. So dürfte Sane rechts vorne starten, Leweling ist der Herausforderer.

Einen Linksaußen sah der Kader schon vor Karls Ausfall nicht vor und ist durch den Verzicht auf eine mögliche Nachnominierung von Said El Mala auch weiterhin nicht vorhanden, sofern Sane nicht die Seite tauscht. Weshalb links ein Spieler auflaufen wird, der eigentlich im Zentrum beheimatet ist. Und das ist nach aktuellem Stand Florian Wirtz.

Der Liverpooler bestritt beide Testspiele auf Linksaußen, interpretiert die Rolle aber deutlich zentraler, was auch mit der Ausrichtung des deutschen Spiels zu tun hat. Klassisches Außenbahnspiel über die Breite gibt es im DFB-Team so nicht. Unterstützung erhält Wirtz auf seiner Seite durch Brown oder Raum. Der Ex-Leverkusener ist aufgrund seiner enormen individuellen Qualität im deutschen Team gesetzt und quasi konkurrenzlos.

Das würde normalerweise auch für Jamal Musiala gelten, der als fester Zehner vorgesehen ist. Doch nach seiner schweren Verletzung ist der 23-Jährige noch ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt, wenngleich sich Rudi Völler am Dienstag optimistisch zeigte, dass Musiala schon bald wieder der Alte sein werde. Gegen die USA enttäuschte Musiala über weite Strecken, womöglich kommt er aber Spiel für Spiel im Turnier an.

Sollte Musiala nicht zu seiner Form finden, hat Nagelsmann zahlreiche Alternativen, um die Zehnerposition anderweitig zu besetzen. Dazu gehört natürlich Wirtz, was aber zur Folge hätte, dass gleich zwei Positionen neu befüllt werden müssten. Dieses Problem kann Nagelsmann aber ganz einfach lösen, und zwar kurioserweise durch alle drei eingeplanten Mittelstürmer.

Denn sowohl Kai Havertz als auch Deniz Undav sowie Nick Woltemade können zwar ganz vorne drin spielen, aber auch eine Position dahinter. Sie könnten Musialas Position somit deckungsgleich, wenn auch mit ganz anderen Qualitäten, übernehmen. Solange Musiala spielt, bleibt für das Sturmtrio nur der Platz ganz vorne und ein Dreikampf um eine Position.

Hier dürfte Havertz die Nase vorn haben, der zuletzt im Champions-League-Finale traf und auch gegen die USA mit Tor und Vorlage glänzte. Sein Paket aus fußballerischer Qualität, technischer Finesse, Physis und Kopfballstärke bietet keiner der anderen beiden Kandidaten. Doch Undav lauert auf seine Chance und ist nach seiner Gala gegen Finnland erster Ersatz für Havertz. Woltemade ist derzeit nur die Nummer drei im Stürmerranking.

Wer fehlt noch? Exakt: der Spieler, der offensiv quasi alles spielen kann - Sturmzentrum, zweite Spitze, Linksaußen oder sogar linke Schiene - und genau deshalb auch im Kader steht. Maximilian Beier kam in beiden Testspielen als Joker zum Einsatz und dürfte genau diese Rolle auch regelmäßig bei der WM bekleiden - weil er ganz besondere Qualitäten mitbringt.

Der Dortmunder kann rennen und ackern wie kaum ein Zweiter, der Begriff "Pferdelunge" passt bei ihm wie die Faust aufs Auge. Gerade in der Hitze könnte ein Spieler wie Beier von der Bank aus für einen Unterschied sorgen. Zudem ist er der wohl schnellste Offensivspieler im deutschen Kader und damit für Tiefenläufe bei Rückstand oder Kontersituationen bei Führung prädestiniert.

Auch interessant: Ohne Neuer, Musiala und Sane: Die ran-Startelf für die WM

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