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WM-Gruppengegner im Fokus

WM 2026: Was die Elfenbeinküste für Deutschland so gefährlich macht - Ivorer schocken Favorit Frankreich

Veröffentlicht:

von Julian Bachmann

17:30 SAT.1 Bayern

Chancen für Deutschland? Fußball-WM-Check von Thomas Müller

Videoclip • 01:25 Min • Ab 12


Bei der Weltmeisterschaft zählt jedes einzelne Spiel. So auch in der Gruppenphase, wo sich die DFB-Elf gegen Curaçao, Ecuador und die Elfenbeinküste durchsetzen muss. Letztere bewies im Test gegen WM-Favorit Frankreich, dass durchaus mit ihr zu rechnen ist. Was macht sie so stark?

An Selbstvertrauen sollte es Deutschlands Gruppengegner Elfenbeinküste nach dem 2:1-Erfolg gegen Topfavorit Frankreich im WM-Testspiel nicht fehlen. Warum auch? Der Kader der "Elefanten" ist gespickt mit vielen Stars. Daher gehen die Ivorer zielstrebig ins Turnier.

"Wie in jedem Wettbewerb wollen wir so weit wie möglich kommen und unser Land stolz machen", betonte Abwehrspieler Guela Doue nach dem Coup gegen die "Equipe Tricolore".

Erstmals seit 2014 ist die Elfenbeinküste wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei. Noch nie schaffte es der Afrikameister von 2024 in die K.o.-Phase. Das soll sich diesmal ändern.

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Elfenbeinküste startet gegen Ecuador in die WM

Offensivspieler Amad Diallo von Manchester United stellt klar: "Alle sind hier, um ihr Bestes zu geben, ihr Maximum [...] es ist der Traum eines jeden von uns, bei der WM so weit wie möglich zu kommen."

Das Team um Offensiv- und Bundesligastar Yan Diomande von RB Leipzig trifft als Erstes auf Ecuador (15. Juni). Fünf Tage später bekommen es die Ivorer mit der DFB-Elf zu tun (20. Juni), bevor es am 25. Juni gegen WM-Neuling Curaçao geht.

Ein Weiterkommen ist dem Team von Emerse Fae mehr als zuzutrauen. Der Sieg gegen Frankreich zeigt, dass sie sich auch gegen Deutschland nicht verstecken müssen.

Schnelligkeit, Dynamik, Gier: Offensiv-Power vom Allerfeinsten

Die Elfenbeinküste bringt eine Mischung aus Athletik, Tempo, Zweikampfstärke und Offensivdrang mit. Die großen Namen aus der goldenen Generation um Didier Drogba, Yaya Toure und Kolo Toure sind zwar Vergangenheit, doch die neue Mannschaft hat enorme Qualität.

Sportlich ist das Team vor allem in der Offensive spannend. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die Flügelflitzer Diomande und Diallo. Beide bringen ein unfassbares Tempo auf den Platz und sind im Eins-gegen-eins kaum zu stoppen. Auch Stürmer Simon Adingra von der AS Monaco sorgt für Dynamik in der Offensive.

Diomande kam in der vergangenen Bundesliga-Saison auf 21 Scorerpunkte (zwölf Tore, neun Vorlagen) in 33 Spielen und gilt als einer der Shooting-Stars der Liga. Kein Wunder, dass die Transfergerüchte um den 19-Jährigen nur so brodeln. Mit dem FC Liverpool und Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain sollen zurzeit zwei kaufkräftige Top-Klubs um das Talent werben. Aber die Leipziger sollen eine Summe von 130 Millionen Euro aufrufen und haben angesichts eines Vertrags bis 2030 die Argumente auf ihrer Seite.

Mit Nicolas Pepe, Elye Wahi und Ange-Yoan Bonny haben die Ivorer drei weitere Spieler in der Offensive, die in der Lage sind, Spiele zu entscheiden. Der Kader der Elfenbeinküste zeichnet sich aber nicht nur durch eine starke Offensive aus.

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Defensives Bollwerk mit Weltstar-Bruder

Hinter der dynamischen Offensive befindet sich ein Mittelfeldzentrum, das es in sich hat. Atalanta Bergamo, die AC Mailand und der FC Barcelona waren Stationen von Kapitän Frank Kessie. Aktuell steht er bei Al-Ahli in Saudi-Arabien unter Vertrag und gilt als Dreh- und Angelpunkt.

Neben ihm agiert unter anderem Seko Fofana, ein Spieler, der viel Erfahrung auf höchstem Niveau gesammelt hat. Zuletzt lief der 31-Jährige für den FC Porto auf, ist nach der WM aber nach aktuellem Stand wieder im Trikot von Stade Rennes zu sehen.

Ibrahim Sangare vervollständigt das Zentrum im Mittelfeld. Mit seinen 1,91 Metern hat er eine unfassbare Präsenz auf dem Platz, was ihn für Nottingham Forest in der Premier League so wichtig macht.

In der Abwehrkette stehen mit Ousmane Diomande, Evan Ndicka, Odilon Kossounou und Wilfried Singo mehrere international erfahrene Profis. Mit Bayer Leverkusen gewann Odilon Kossounou die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Vergangene Saison lief er für Atalanta Bergamo auf und entwickelte sich in Italien zur absoluten Stammkraft in der Defensive.

Besonders aufmerksam wird man bei dem Namen Guela Doue. Der 23-jährige Rechtsverteidiger ist der ältere Bruder von PSG-Star Desire Doue und läuft in der Ligue 1 für Racing Straßburg auf. Gegen die Franzosen trug Doue mit seinem Ausgleich (63.) und seinem Assist zum Siegtreffer maßgeblich zum Sieg bei.

Zweifellos hat die Elfenbeinküste die Qualität, die Gruppenphase zu überstehen. Auch in der K.o.-Phase ist sie kein Gegner, den man unterschätzen sollte.

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