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Die Gewinner und Verlierer der 1. Runde des NFL Draft 2026
Veröffentlicht:
von Oliver JensenNFL
NFL Draft 2026: Sean McVay sauer über Simpson-Pick?
Videoclip • 01:01 Min
Viele Picks des NFL Draft waren zu erwarten, andere kamen völlig überraschend. Manche Positionsgruppen waren heiß begehrt, andere überhaupt nicht. Und dann gab es auch ein Team, das sich völlig blamierte. Wir nennen die Gewinner und Verlierer der 1. Runde.
Gewinner: Ty Simpson
Der Quarterback von Alabama Crimson Tide galt als ein Kandidat, der frühestens Ende der 1. Runde gepickt werden dürfte, wahrscheinlich aber eher in der 2. Runde. Umso größer die Überraschung, dass die Los Angeles Rams Simpson bereits mit Pick 13 auswählten. Für den 23-Jährigen könnte es keine bessere Ausgangssituation geben: Er bekommt einen hochdotierten Vertrag, hat ein Team, das in ihm den Quarterback der Zukunft sieht, und er kann von Matthew Stafford lernen.
Gewinner: Der neue Modus
Früher zog sich die 1. Runde des NFL Draft über eine gefühlte Ewigkeit hin. Jedes Team hatte 15 Minuten Zeit, um sich auf einen Pick festzulegen. Das war gut für die Teams, aber langatmig für die Zuschauer. Die Zeitabstände wurden deshalb verändert. Nach der Verkürzung von 15 auf zehn Minuten hatten die Teams 2026 nur noch acht Minuten Zeit, um sich für einen Spieler zu entscheiden. Ein Pick folgt auf den anderen, lange Wartezeiten fallen weg – für das Publikum eine gute Neuerung.
Gewinner: Offensive Liner
Die Positionsgruppe der "schweren Jungs" ist in der NFL sehr angesagt. Neun Offensive Liner wurden in der 1. Runde ausgewählt. Das ist mehr als ein Viertel aller Picks. Zwar gab es keinen Offensive Liner in den Top acht. Danach aber wurden mit Spencer Fano (Pick 9, Cleveland Browns), Francis Mauigoa (Pick 10, New York Giants) und Kadyn Proctor (Pick 12, Miami Dolphins) drei O-Liner innerhalb kürzester Zeit ausgewählt - und viele danach.
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Gewinner: Jordyn Tyson
Die Qualitäten des Wide Receivers von Arizona State sind unbestritten. In der Saison 2024 fing er Pässe für 1101 Yards und zehn Touchdowns. Das Problem ist nur: Er gilt als sehr verletzungsanfällig. In all seinen vier Spielzeiten fiel er aus unterschiedlichen Gründen für mehrere Spiele aus. Nur 33 Spiele kamen in vier Jahren zustande, 2023 waren es sogar nur drei. Spieler mit einer solchen Verletzungshistorie fallen oftmals tief – nicht aber Jordyn Tyson. Er wurde an Position acht von den New Orleans Saints gepickt.
Gewinner: Ohio State
Es ist für Universitäten eine Auszeichnung, wenn mehrere Spieler in der 1. Runde gepickt werden. Beim NFL Draft 2026 dominierten die Spieler von den Ohio State Buckeyes. An Position vier wählten die Tennessee Titans Carnell Tate (Wide Receiver), direkt danach die New York Giants Arvell Reese (Linebacker), an siebter Stelle entschieden sich die Washington Commanders für Sonny Styles (Linebacker), kurz darauf folgten an elfter Stelle die Dallas Cowboys mit Caleb Downs (Safety). Kein anderes College brachte vier Spieler in der 1. Runde unter.
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Verlierer: Pittsburgh Steelers
Der Wunschspieler wurde ihnen weggeschnappt – und dann haben sie sich auch noch blamiert. Die Steelers erlebten eine Draft-Nacht zum Vergessen. An Position 21 an der Reihe, wollten sie sich Wide Receiver Makai Lemon von USC sichern. Sie riefen ihn sogar bereits an, als noch Pick 20 an der Reihe war. Dieser gehörte den Dallas Cowboys, bei denen mit der Verpflichtung eines Defensivspielers zu rechnen war. Die Steelers bekamen nicht mit, dass sich die Philadelphia Eagles an Position 20 hochgetradet hatten, um sich den begehrten Passempfänger zu schnappen. Also mussten die Steelers umplanen und pickten Offensive Tackle Max Iheanachor.
Verlierer: Safetys
Obwohl die Wichtigkeit von Safetys allgemein bekannt sein dürfte, scheint diese Positionsgruppe beim Draft keinen allzu hohen Stellenwert zu haben. Caleb Downs von Ohio State galt als einer der besten Spieler des Draft, fiel aber bis auf Pick elf zurück und wurde dann von den Dallas Cowboys ausgewählt. Oregons Dillon Thieneman wurde von Draft-Analysten hochgelobt, musste jedoch bis Pick 25 warten, um von den Chicago Bears ausgewählt zu werden. Sie waren die einzigen beiden Safetys in Runde 1.
Verlierer: Rueben Bain Jr.
Rueben Bain Jr., der Defensive End von Miami wurde vor dem NFL Draft 2026 als früher Erstrunden-Pick gehandelt. In vielen Draft Picks galt er als Top-fünf-Kandidat. In der vergangenen Saison glänzte er mit 9,5 Sacks, 54 Tackles und 15,5 Tackles for Loss. Umso größer dürfte die Überraschung der Tampa Bay Buccaneers gewesen sein, dass der Defensive End an Position 15 noch verfügbar war. Nur Rueben Bain Jr. dürfte sich nicht gefreut haben. Möglicherweise wurde ihm seine mangelnde Armlänge zum Verhängnis.
Verlierer: Jermod McCoy und Colton Hood
Die beiden Cornerbacks von der University of Tennessee galten als potenzielle Erstrunden-Picks, wurden allerdings von den NFL-Teams bislang ignoriert. McCoy hatte einen herausragenden Pro Day und lief die 40 Yards in 4,38 Sekunden, doch vermutlich wurde ihm die Verletzungshistorie zum Verhängnis. Bei Hood ist es noch rätselhafter, dass er nicht in der 1. Runde gepickt wurde.
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