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NFL Draft 2026: Gewinner und Verlierer - ein deutscher Coup und fragwürdige Moves
Veröffentlicht:
von Martin JahnsNFL
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Videoclip • 01:39 Min
Marlin Klein schreibt deutsche NFL-Geschichte, Atlanta sorgt für eine Feel-Good-Story und die Eagles lassen einen ganzen Kontinent beben. Auf der anderen Seite leisten sich gleich mehrere Teams fragwürdige Moves. ran zeigt die Gewinner und Verlierer des NFL Draft 2026.
Gewinner: Draft-Picks 2027 - zu wertvoll für Trades
Auffällig vorsichtig gingen die Teams mit ihren 2027er-Picks um: In den meisten Trades wechselten vor allem Picks des Jahrgangs 2026 den Besitzer, während zukünftige Auswahlrechte weitgehend unangetastet blieben.
Kein einziger Pick der ersten beiden Draft-Runden 2027 wurde als Trade-Material für den diesjährigen Draft verwendet.
Kein großer Vertrauensbeweis für die Draft-Class 2026, aber ein mögliches Vorzeichen für einen Monster-Draft 2027.
Gewinner: Marlin Klein ist Deutschlands neue NFL-Hoffnung
Der Kölner Marlin Klein hat Draft-Geschichte geschrieben: Der Tight End wurde in Runde zwei an Position 59 von den Houston Texans ausgewählt – so früh wie noch kein deutscher Skill-Player zuvor.
Bei vielen Experten galt Klein eher als Dritt- oder Viertrunden-Pick, die Texans sahen in ihm mehr. In der jungen Offense um Quarterback C.J. Stroud könnte Klein zum deutschen Hoffnungsträger der kommenden NFL-Jahre avancieren.
Die nächsten Livestreams
Gewinner: New York Giants - Needs erkannt und adressiert
Die New York Giants lieferten ab: An Position 5 sicherten sie sich Edge Arvell Reese, der bei einigen Boards sogar als Kandidat für den zweiten Pick gehandelt wurde.
Als 10. Pick folgte Offensive Lineman Francis Mauigoa, der sofort als Right Guard starten und perspektivisch Tackle spielen kann.
In Runde drei dann der aggressive Trade für Receiver Malachi Fields (Nr. 74) als weiteren körperlichen Zielspieler für Jaxson Dart und in Runde sechs zusätzliche O-Line-Tiefe mit J.C. Davis (Nr. 192).
Alles in allem ein rundes Paket, das unter anderem mit gleich zwei Top-10-Picks beide Lines stärkt und Needs adressiert.
Gewinner: Vereinte Brüder Avieon und A.J. Terrell
Die Atlanta Falcons sorgten für den Feel-Good-Moment des Drafts: Mit Cornerback Avieon Terrell holten sie den jüngeren Bruder von Stamm-Corner A.J. Terrell ins Team. Aber nicht nur die Familienzusammenführung machte diesen Pick zum Gewinner.
Denn sportlich bekommen die Falcons zwei eingespielte Cover-Corner aus demselben College-System (Clemson) für ihre Secondary. Ein Move fürs Herz und die Defense.
Gewinner: Uar Bernard - ein "Super Eagle" für die Eagles
Uar Bernard wurde in Runde sieben von den Philadelphia Eagles ausgewählt und schrieb Geschichte: Der nigerianische Defensive Lineman ist der erste Spieler, der aus dem International Pathway Program in Afrika direkt gedraftet wurde.
Für die NFL ein Meilenstein der Globalisierung, für die Eagles ein athletischer Low-Risk-Pick, für Afrikas Football-Nachwuchs ein echter Mutmacher.
Das zeigte sich auch in der emotionalen Szene, in der Bernards Wegbegleiter aus dem International Pathway Program gemeinsam mit ihm feierten, als der Pick verkündet wurde.
Verlierer: Arizona Cardinals mit fragwürdigen Offensiv-Moves
Die Arizona Cardinals sorgten an den ersten beiden Draft-Tagen für eine Menge Stirnrunzeln bei Fans und Analysten. Erster fragwürdiger Move: Der Pick von Running Back Jeremiyah Love an Position 3. Love gilt zwar als eines der Top-Talente des Jahrgangs, doch die Position besetzt man in der heutigen NFL eigentlich günstiger als mit einem extrem wertvollen Top-Pick.
An Tag 2 dann der noch größere Cardinals-Bummer: In Runde 3 an Position 65 wählte Arizona den als solide eingestuften Quarterback Carson Beck, statt sich um Needs auf den Positionen des Right Tackles, Edge oder in der Secondary zu kümmern. Aus einer 3-14-Saison kommend machen die Cardinals nach dem Draft wenig Mut auf eine stabilere Defensive.
Verlierer: Seattle Seahawks - verpasster Trade, verpasste Chance
Mit nur vier Picks gingen die Seattle Seahawks in den Draft 2026. Da war die Marschrichtung klar: Der Erstrunden-Pick an Position 32 sollte gegen mehrere tiefere Picks getradet werden. Das Problem: Die Teams, die unbedingt noch in Runde 1 hoch wollten, hatten ihre Moves bereits vorher gemacht – für Pick 32 lag laut Insidern kein gutes Angebot auf dem Tisch von GM John Schneider.
Der musste zu Plan B greifen: Den Pick behalten und einen Need auf der Running-Back-Position angehen. So kam es zu Jadarian Price an 32. Sicher keine Schwächung des Champions, aber eine verpasste Chance.
Neueste NFL-Videos
Verlierer: Jacksonville Jaguars – ein Jahrgang mit wenig Biss
Die Jacksonville Jaguars investierten mit Pick 56 in Tight End Nate Boerkircher, dem Analysten wenig Impact zutrauen. Außerdem kamen später unter anderem Defensive Lineman Albert Regis, Guard Emmanuel Pregnon und Defensive Back Jalen Huskey. Auf dem Papier solider Football, aber aufregende Difference-Maker auf einer Premiumposition sehen anders aus.
Am Ende standen nach elf Picks mehr Kadertiefe, aber kein Neuzugang zu Buche, der die Jags in Richtung Contender schiebt.
Verlierer: Garrett Nussmeier - ein teures College-Jahr
Vor der College-Saison 2025 galt Nussmeier bei vielen als möglicher Nummer-Eins-Pick oder zumindest klarer First-Rounder. Dann folgte eine mäßige College-Saison mit LSU, in der ihn Verletzungen und eine Zyste an der Wirbelsäule beeinträchtigten. Die Folge: Nussmeier wurde im Draft bis an Position 249 durchgereicht. Erst als zehnter Quarterback des Jahrgangs wurde er gepickt. Ein Absturz sportlich wie finanziell für den 24-Jährigen.
Immerhin: Die Kansas City Chiefs könnten für Nussmeier zum Glücksfall werden. Patrick Mahomes' Comeback nach schwerer Knieverletzung zum Saisonstart ist alles andere als sicher. So könnte Nussmeier mit Backup Justin Fields zum Saisonstart vielleicht schon um NFL-Snaps konkurrieren. Eine eher unübliche Chance für einen Siebtrunden-Quarterback.
NFL: Kansas City Chiefs, Chicago Bears und Co. - so kamen die NFL-Teams zu ihren Namen

So kamen die NFL-Teams zu ihrem Namen
ran erklärt nicht nur, wie die Top-Teams Chiefs, Bengals, Bills oder die 49ers zu ihren Namen kamen, sondern alle 32 NFL-Teams. PS: Grüße an alle, die sich diese Galerie hier angucken, weil Icke sie immer im Fernsehen vorgestellt hat.Imago

Kansas City Chiefs
Der Name der Kansas City Chiefs entsprang wie bei vielen anderen Mannschaften auch einem Fan-Contest. Eigentümer Lamar Hunt wählte den Namen Chiefs zu Ehren von Bürgermeister H. Roe Bartle, dessen Spitzname "Chief" war. Fun Fact: Ursprünglich wurde die Franchise als "Dallas Texans" gegründet. Erst drei Jahre später zog das Team nach Kansas City, Missouri. Aufgrund lokaler Widerstände musste sich die Franchise dann umbenennen.Imago

ran
Nach vielen #ranNFL-Sendungen stellt sich zum Abschluss aber natürlich auch die Frage: Wie kam "ran" eigentlich zu seinem Namen? Nun ja, überliefert sind zwei Erklärungsversuche. ran soll etwas Aktives haben, eine Aufforderung zum Handeln, wie "geh ran!", "ran an den Ball", "ran an den Stürmer" als Abkürzung im Sinne der Wortbedeutung "heran". Ein zweiter Ansatz ist die japanische Sprache. Auf japanisch hat ran zwei Bedeutungen: Orchidee, aber auch Aufstand, Revolte. Die Blume wird es nicht gewesen sein, eher Aufstand oder Revolte.Imago Images

Philadelphia Eagles
Als das Team 1933 in Philadelphia gegründet wurde, hatte das Land eine schwere Wirtschaftskrise hinter sich. Der damalige Präsident Franklin D. Roosevelt hatte die National Recovery Administration gerufen. Dies war eine von vielen Reformen, um die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Das Logo der National Recovery Administration zeigte einen Adler (englisches Wort: eagle). Dies inspirierte den Besitzer Bert Bell dazu, sein Team nach diesem Vogel zu benennen.Imago

Cincinnati Bengals
Der Gründer der neuen Cincinnati Bengals, Paul Brown, wählte den Namen Bengals bewusst, weil es in Cincinnati schon zuvor ein professionelles Footballteam namens Bengals gegeben hatte. Er wollte den Bezug zu den Ursprüngen des professionellen Footballs in Cincinnati herstellen. Die ursprünglichen Bengals spielten in der zweiten American Football League und trugen 1938 sogar zwei Spiele gegen die Chicago Bears und die Chicago Cardinals (heute Arizona Cardinals) aus der NFL aus. Brown wählte die Teamfarbe Braun, weil er bei den Cleveland Browns erfolgreich war, und fügte noch die Farbe Schwarz hinzu, um das Design eines Tigers zu bekommen. Ob nun Zufall oder nicht: Zur damaligen Zeit lebte in einem Zoo von Cincinnati ein seltener weißer bengalischer Tiger.Imago

San Francisco 49ers
Die San Francisco 49ers wurden 1946 gegründet - und nicht 1949, wie aufgrund des Teamnamens häufig vermutet wird. Der Name 49ers soll an die eifrigen Männer des kalifornischen Goldrausches der Jahre 1848 bis 1854 erinnern. 1848 entdeckte ein gewisser James W. Marshall im Bauplatz des Sägewerks "Sutter's Mill" in Coloma, knapp 200 Kilometer nordöstlich von San Francisco, den ersten größeren Klumpen Gold im Sunshine State. Es war der Beginn einer regelrechten Gold-Hysterie in Kalifornien, die im Jahr 1849 ihren Höhepunkt fand und Zehntausende Goldsucher auch aus Europa, Australien und Südamerika ins Land lockte. Die Bevölkerung Kaliforniens verfünffachte sich innerhalb eines Jahres. Die Goldjungs gingen als "Forty-Niners" in die Geschichte ein, ihnen zu Ehren wurde das ein Jahrhundert später gegründete Footballteam San Franciscos 49ers getauft. Die Cheerleader der 49ers werden entsprechend "Goldrush" genannt.Imago

Buffalo Bills
Zu Zeiten der All-American Football Conference gab es bereits eine Football-Mannschaft namens Buffalo Bisons. Im Jahre 1946 erfolgte die Umbenennung in Bills - in Anlehnung an den berühmten Bisonjäger Buffalo Bill Cody. Der Name wurde im Rahmen einer öffentlichen Abstimmung ausgewählt.Imago

Dallas Cowboys
Zunächst sollte die Franchise "Dallas Steels" heißen, doch Geschäftsführer Tex E. Schramm hatte Angst, durch die Namenswahl Steel (deutsche Übesetzung: junger Ochse) veräppelt zu werden. "Der Name gefiel uns, doch jungen Ochsen wird oft auf die Eier gehauen. Und wer will schon 'kastrierter Bulle' heißen?", so Schramm damals. Danach stand der Name "Dallas Rangers" im Raum, allerdings existierte in der Gründungszeit im Jahre 1960 eine Baseball-Mannschaft mit gleichem Namen. Um nicht zwei Sportteams mit dem gleichen Namen zu haben, wurde die Football-Mannschaft umbenannt. Weil die Viehzucht in Texas und teilweise auch in Dallas einen hohen Stellenwert einnahm, lag der Name "Cowboys" nahe.Imago

Tampa Bay Buccaneers
Tampa liegt an Floridas Westküste und somit direkt am Golf von Mexiko. Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert war diese Stadt eine Hochburg der Piraten. Um an die lokalen Piraten-Legenden zu erinnern, wurde aus rund 400 Vorschlägen der Name Buccaneers (englisch für Freibeuter) ausgewählt.Imago

Seattle Seahawks
Die Seattle Seahawks wurden im Jahre 1976 gegründet. Die Besitzer veranstalteten einen "Name the Team Contest". "Seahawks" (englisch für Fischadler) setzte sich gegen "Skippers", "Pioneers", "Lumberjacks", "Seagulls" und weitere über 1000 Vorschläge durch. Eine tiefere Begründung sucht man vergeblich: Abgesehen von der Nähe zum Wasser hat Seattle keine spezielle Verbindung zu diesen Vögeln.Imago

Green Bay Packers
Die Green Bay Packers wurden im Jahre 1919 gegründet. Einer der beiden Gründer, Curly Lambeau, arbeitete bei der Indian Packing Company (ein Unternehmen im Bereich Fleischkonserven) und bat seinen Arbeitgeber um eine finanzielle Unterstützung für das Football-Team. Dieser machte ganze 500 Dollar locker. Allerdings mit einer Bedingung: Die Mannschaft musste in Anlehnung an das Unternehmen Packers heißen. Rückblickend betrachtet war das Geld gut investiert.Imago

Jacksonville Jaguars
Die Jacksonville Jaguars nehmen wie die Carolina Panthers erst seit 1995 am Spielbetrieb der NFL teil. Der Teamname wurde mit einem "Name the Team Contest" bestimmt. Zu den beliebtesten Vorschlägen zählten auch "Stingrays", "Sharks" und "Panthers". Letztendlich fiel die Wahl auf die Jaguars. Zu dieser Zeit war der älteste lebende Jaguar in Nordamerika nämlich im Zoo von Jacksonville beheimatet.Imago

Minnesota Vikings
Bert Rose, der erste General Manager dieses Teams, wählte den Namen Vikings (englisch für Wikinger), weil viele Menschen in Minnesota und Umgebung skandinavischer Abstammung waren. Der Name repräsentiere "eine Person mit starkem Willen und die nordische Tradition" der Region, hieß es damals.Imago

Miami Dolphins
Der Ursprung ist naheliegend: In Florida leben Delfine. Das dachte sich wohl auch ein Fan, als er diesen Namen bei einem Contest vorschlug. Es gab allerdings auch zahlreiche andere Vorschläge wie zum Beispiel "Miami Mustangs" oder "Miami Sharks". Der damalige Teambesitzer Joe Robbie begründete die Wahl folgendermaßen: "Ein Delfin gehört zu den schnellsten und schlauesten Kreaturen im Meer." Der ebenfalls vorgeschlagene Teamname "Sharks" fand später übrigens auch noch Verwendung - und zwar in dem Spielfilm "An jedem verdammten Sonntag".Imago

New York Giants
Zur Gründungszeit im Jahre 1925 war nicht American Football, sondern Baseball die Sportart Nummer 1 der USA. Die noch heute existierende MLB-Mannschaft San Francisco Giants war damals in New York beheimatet. Tim Mara gab seiner Football-Mannschaft den gleichen Namen, weil er sich ähnlich viel Anerkennung für sein Team erhoffte. Übrigens: Die Baseball-Mannschaft hatte den Namen Giants in Anlehnung an die großen Gebäude von New York gewählt.Imago

Los Angeles Rams
Die Los Angeles Rams waren ursprünglich in Cleveland beheimatet und hießen auch dort Rams. Damon Wetzel, der erste General Manager und Mitbegründer dieser Franchise, benannte das Team nach seiner damaligen Lieblingsmannschaft: den Fordham University Rams.Imago

Tennessee Titans
Die Tennessee Titans sind der Nachfolger der Houston Oilers und hießen 1997 und 1998 daher noch Tennessee Oilers. Der Besitzer Bud Adams wollte allerdings einen neuen Namen. Weil Nashville griechische Einflüsse hat und gerne als "das Athen des Südens" bezeichnet wird, wünschte sich der Owner einen Namen mit heldischen Bezügen. Aus vielen Vorschlägen wurde daher Titans ausgewählt. "Wir wollten einen Namen, der Stärke, Führungs- und Heldenqualitäten aussagt", erklärte Adams damals.Imago

Las Vegas Raiders
Die Las Vegas Raiders hießen zunächst Oakland Senors. Weil dieser Name allerdings nicht gut ankam und sich Zeitungen beschwerten, dass die Umsetzung des Akzents in den Schlagzeilen nicht abzubilden sei, erfolgte die Umbenennung in Raiders (englisch für Räuber). Warum das Team so benannt wurde, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Manche Quellen führen das auf eine Ausschreibung zurück, andere vermuten, dass der damalige Besitzer den Namen selber ausgewählt hat. Aus den Oakland Raiders wurden zudem die Los Angeles Raiders, wieder die Oakland Raiders und mittlerweile die Las Vegas Raiders.Imago

New England Patriots
Das ursprünglich in Boston beheimatete Football-Team wurde wegen seines kulturellen Erbes als Geburtsort der amerikanischen Revolution zum Patrioten ernannt. Fans wählten den Namen in Anlehnung an die Zeichentrick-Figur "Pat Patriot".Imago

Pittsburgh Steelers
Die Pittsburgh Steelers hießen bei der Gründung im Jahre 1933 noch Pittsburgh Pirates, genauso wie die noch heute existierende Baseball-Mannschaft. Sieben Jahre später wurde der Teamname in Steelers abgeändert, um die Stahlindustrie von Pittsburgh zu würdigen. Steel bedeutet im Englischen Stahl.Imago

Arizona Cardinals
American Football war nicht schon immer ein Multi-Millarden-Dollar-Spektakel. Im Gegenteil: Die Vorgängerteams der Arizona Cardinals, die Racine Normals, konnten sich nicht einmal eigene Trikots leisten. Also spielten sie in den aussortierten Jerseys der University of Chicago. Als jemand spottete, dass die Trikots bereits verblasst waren, entgegnete der damalige Besitzer Chris O'Brien, die Jerseys seien nicht verblichen rot, sondern kardinalrot. Dieser Spruch wurde so bekannt, dass die Mannschaft in Cardinals umbenannt wurde.Imago

Indianapolis Colts
Die Geschichte der Indianapolis Colts begann 1953 Jahren in Baltimore/Maryland. Der Geschäftsmann Carroll Rosenbloom erwarb die Rechte an der Franchise. In dieser Region hatte damals die Zucht von Rennpferden und der Pferderennsport an sich einen sehr hohen Stellenwert. Daher wurde bei einem Fan-Wettbewerb der Name Colts (englisch für männliche Fohlen) ausgewählt. Nach einigen erfolgreichen Jahren - unter anderem mit Trainer-Legende Don Shula - begann eine schleichende Entfremdung zwischen der Stadt Baltimore und ihrer Franchise. Vor allem die Colts wollten die Stadt verlassen. Warum? Im Draft 1982 hatten die Colts eigentlich die Chance auf den späteren Quarterback-Superstar John Elway, doch der wollte nicht nach Baltimore und wurde in Denver zur Broncos-Legende. Fun Fact: 1984 sollte der damalige Eigentümer der Baltimore Colts, Robert Irsay, sogar enteignet werden, um das Team in Baltimore zu halten. Allerdings schickte Irsay in einer Nacht im März 1984 mehrere Umzugswagen auf das Franchise-Gelände und ließ alles nach Indianapolis fahren. Baltimore hatte plötzlich sein NFL-Team verloren. Die Indianapolis Colts waren geboren.Imago

Baltimore Ravens
Die Zeitung "Baltimore Sun" ließ per Umfrage den Teamnamen der im Jahre 1996 gegründeten Franchise bestimmen. 21.000 von 33.000 teilnehmenden Baltimore-Fans wählten den Namen Ravens zu Ehren des weltbekannten amerikanischen Dichters Edgar Allan Poe. Der Sohn der Stadt Baltimore verfasste im Jahr 1845 sein berühmtes Gedicht "The Raven" (der Rabe), das in 108 Versen den mysteriösen, mitternächtlichen Besuch eines Raben bei einem Verzweifelten, dessen Geliebte verstorben war, beschreibt.Imago

Cleveland Browns
Die im Jahre 1946 ins Leben gerufenen Cleveland Browns wurden nach ihrem ersten Trainer und General Manager benannt: Paul Brown. Dem damals 36-Jährigen war das zu viel der Ehren. Daher stand kurzzeitig eine Umbenennung in Cleveland Panthers im Raum. Allerdings existierte eine Mannschaft mit diesem Namen bereits. Daher blieb es bei den Cleveland Browns. Damit Paul Brown allerdings nicht als Namensgeber assoziiert wird, wurde zunächst behauptet, man habe das Team nach dem legendären Boxer Joe Louis benannt, der damals den Spitznamen "the brown bomber" trug.Imago

New Orleans Saints
New Orleans war und ist weltberühmt für Jazz-Musik und das Lied "When the Saints Go Marching In". Daher wurde der Name Saints (englisch für die Heiligen) auch für das Football-Team auserkoren.Imago

Atlanta Falcons
Eigentlich gibt es keine große Verbindung zwischen Falken und der Stadt Atlanta. Dennoch fiel die Wahl bei einer Fanabstimmung, initiiert von einem lokalen Radiosender, auf diesen Teamnamen. Mehr als 500 Vorschläge waren eingegangen, u.a. "Peaches", "Vibrants" und "Firebirds". Schließlich setzte sich der Vorschlag einer Lehrerin durch. Die damalige Erklärung: "Der Falke ist stolz und würdevoll mit großem Mut und Kampf."Imago

Carolina Panthers
Mark Richardson, der Sohn des Gründers Jerry Richardson, war verantwortlich für die Namensgebung. Er entschied sich für den Namen Panthers und wählte die Teamfarben Schwarz, Blau und Silber aus, damit es eine Synergie zwischen Namen und Farben gibt. Richardsons Erklärung: "Der Name repräsentiert, was ein Footballteam sein sollte: energisch, elegant und stark."Imago

Chicago Bears
Als die Football-Mannschaft in den 1920er Jahren nach Chicago kam, gab es bereits die Baseball-Mannschaft der Chicago Cubs (englisch für Bärenjungen). George Stanley Halas übernahm das Team und machte aus dem Football-Team die Bären. Seine Begründung: "Footballspieler sind generell größer als Baseballspieler und daher wie Bären." Halas wurde zur Ikone der Bears, er trainierte das Team zwischen 1920 und 1967 insgesamt 40 Jahre, in den Anfangsjahren stand er außerdem selbst als Spieler auf dem Feld. Noch heute tragen die Spieler den Schriftzug "GSH" auf den Trikots.Imago

Detroit Lions
Als die Football-Mannschaft aus Detroit gegründet wurde, war die noch heute existierende Baseball-Mannschaft der Detroit Tigers die klare Nummer 1 der Stadt. Da war es naheliegend, das nächste große Sportteam ebenfalls nach einer Raubkatze zu benennen. Ein Sprecher des Teams sagte damals: "Der Löwe ist der König des Dschungels. Und wir hoffen, dass wir der König der NFL sein werden."Imago

Denver Broncos
Die Denver Broncos nehmen seit dem Jahre 1960 am Spielbetrieb der NFL teil. Der Name entsprang einem Fan-Contest, bei dem sich ein gewisser Ward M. Vining mit seinem Vorschlag in einem 25-Wörter-Essay gegen 161 weitere Fans durchsetzte. Broncos wurde allerdings nicht ausgewählt, weil sich die Stadt den Pferden so verbunden fühlte. Grund war vielmehr, dass in Denver damals bereits ein Minor-League-Baseball-Team ebenfalls den Namen Broncos trug und sehr beliebt war. Auf diesen Erfolgszug wollte die Football-Mannschaft aufspringen.Imago

Houston Texans
Houston ist die größte Stadt in Texas. Noch Fragen? Nein? Gut, dann machen wir mit dem nächsten Team weiter.Imago

Los Angeles Chargers
Der damalige Besitzer Barron Hilton, Hotelerbe und Großvater von Paris Hilton, soll 1960 einen Namenswettbewerb veranstaltet haben. Er soll bereits vom ersten Vorschlag "Chargers" so angetan gewesen sein, dass er keinen weiteren Brief mehr öffnete. "Ich mochte es immer, wenn die Fans im Stadion bei den Spielen der University of Southern California 'charge' (englisch für Angriff) schrien", erklärte der Gründer später. Selbiges wollte er von diesem Zeitpunkt an mit seinem eigenen Team erleben.Imago

New York Jets
Die Jets gingen in ihrer ersten Spielzeit 1960 noch als "New York Titans" an den Start. Grund für diesen Namen war, dass die New York Giants bereits existierten und Titanen laut dem damaligen Besitzer größer seien als Giganten. Nach einem Besitzerwechsel im Jahre 1963 folgte die Umbenennung in Jets. Besitzer Sonny Werblin begründete dies damit, dass die USA in das Weltraumzeitalter eintraten und sich das Stadion zudem in der Nähe des Flughafens befand.Imago

Washington Commanders
Das Team aus Washington wurde 1932 als Boston Braves gegründet. Im Jahre 1933 übernahm William Henry "Lone Star" Dietz die Mannschaft, ein amerikanischer Ureinwohner. Dieser holte viele weitere Spieler indianischer Herkunft ins Team. Aus den Braves wurden noch im selben Jahr die Redskins. Gerüchten zufolge wollte der damalige Besitzer George Marshall damit Dietz ehren. Marshall bestritt dies jedoch. Die Franchise habe vielmehr die Befürchtung gehabt, mit dem gleichnamigen Baseball-Team in Boston verwechselt zu werden. 1937 erfolgte der Umzug nach Washington, die Washington Redskins waren geboren. Im Rahmen der Diskussionen über Rassismus, die durch den Tod von George Floyd am 25. Mai 2020 ausgelöst worden waren, flammte auch die Kritik am Namen Redskins einmal mehr auf. In der Folge legte das Team aus Washington im Juli 2020 den Namen ab und nannte sich übergangsweise Washington Football Team, bis mit den Washington Commanders im Februar 2022 ein neuer Name gefunden wurde. "Es ist ein Name, der das Gewicht und die Bedeutung hat, die einer 90 Jahre alten Franchise angemessen sind", sagte Teampräsident Jason Wright.2022 Getty Images
Verlierer: Matt Stafford & Sean McVay - Win Now? Vielleicht später
Die Los Angeles Rams entschieden sich in der ersten Runde gegen einen klaren Win‑Now‑Pick und investierten stattdessen in Ty Simpson, einen Quarterback für die Zeit nach Matt Stafford.
Für Stafford und Head Coach Sean McVay heißt das: Wertvolles Erstrunden-Kapital floss in ein Zukunftsprojekt, das 2026 auf dem Feld voraussichtlich kaum helfen wird. In einer engen NFC sitzen die Rams damit zwischen zwei Stühlen – halb im Fenster mit einem alternden Franchise‑Quarterback, halb bereits im Umbruch, ohne den aktuellen Kader maximal verstärkt zu haben.
McVays Pressekonferenz nach der ersten Draft-Runde sprach Bände: Der Coach war kurz angebunden, US-Medien bezeichneten ihn als "salty" - also sichtbar gereizt.
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