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NFL: Kompromiss für Erhöhung auf 18 Saisonspiele ist grenzwertig, aber angebracht - Kommentar

Aktualisiert:

von Kai Esser

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NFL: Patrick Mahomes vor Blitz-Comeback?

Videoclip • 01:01 Min


Die NFL will beim kommenden Treffen der Besitzer die nächste Spielplanerweiterung auf den Weg bringen. Dabei muss die Liga Kompromisse eingehen - aber das tut sie auch. Jetzt ist die Spielerseite dran. Ein Kommentar.

Seit 2021 werden in der NFL 17 statt 16 Saisonspiele ausgetragen. Schon damals wurde diese Expansion nur unter Protest mitgetragen.

Nun bringt die Liga die nächste Erweiterung der Regular Season auf 18 Saisonspiele auf den Weg. Diesmal muss sie aber große Kompromisse eingehen - und das tut sie proaktiv.

Jetzt ist die Seite der Spieler gefordert. Denn leer gehen die schließlich auch nicht aus. Ganz im Gegenteil.

NFL: Gelder und Einnahmen steigen - so auch Spielerbelastung?

Freilich, dass sich die NFLPA aktuell dagegen noch sträubt, ist logisch. Diese Haltung hat der kürzlich gewählte neue Executive Director der Spielergewerkschaft, JC Tretter, zuletzt unmissverständlich betont. Aber auch sie müssen, wie die NFL, Kompromissbereitschaft zeigen. Die NFL wächst und wächst. Sei es in Sachen Reichweite, Nachfrage, Merchandise oder auch internationalem Ruf.

Und vor allem auch die Zahlen auf dem jährlichen Gehaltsscheck der Spieler steigen. Jaxon Smith-Njigba von den Seattle Seahawks unterschrieb kürzlich einen Vertrag mit jährlichem Gehalt von über 42 Millionen Dollar.

Nicht, dass er es nicht verdient hätte. Aber 42 Millionen Dollar ist eine Zahl für einen Receiver, bei dem man vor nicht allzu langer Zeit bei Quarterbacks noch zusammengezuckt hätte.

Alle partizipierenden Parteien profitieren schlussendlich von der NFL. Klar, dass sich die Liga dann auch immer weiter ausweiten will. Dass die Besitzer über die Köpfe der Spieler hinweg entscheiden, klingt erstmal schlecht. Aber noch bevor es dazu kommt, hat die NFL selbst nicht verhandelbare Kompromisse aufgestellt.

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NFL: Spieler sollen trotz 18. Saisonspiel geschützt werden

Dass die Liga sich am Limit des Zumutbaren bewegt, dessen ist sie sich offensichtlich selbst bewusst. Umfrangreiche Schutzmaßnahmen für Spieler wurden bereits festgelegt.

Wer kein Kicker, Punter oder Quarterback ist, der soll keine 18 Saisonspiele machen dürfen.

Eine zusätzliche Bye Week soll es geben. Das hatte Cincinnati Bengals Quarterback Joe Burrow zuvor bereits in den Raum geworfen.

Da hätten die Verantwortlichen der Liga wohl herzlich wenig gegen. Je länger die Regular Season geht, desto besser. Die "Angebote" der Liga scheinen da zu sein - die der Spielerseite müssen jetzt noch kommen, um eine Einigung erzielen zu können.

NFL: Rasenschach mit Kühlschränken - auch bei der Personalplanung?

Diese Maßnahme würde außerdem eine zusätzliche taktische Tiefe bringen. Gegen welchen Gegner kann man am ehesten auf seinen Star-Receiver oder Star-Linebacker verzichten?

Oder pokert man darauf, in der dann stattfindenden 19. Spielwoche alle seine wichtigen Spieler auf einmal zu schonen, weil man seinen Seed schon sicher hat?

Zwar würde dann die Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung drohen, doch die besteht auch jetzt schon. Ob die Spielzeit nun 13, 17 oder 25 Wochen hat, der letzte Spieltag einer Saison ist stets besonders, weil es für rund ein dutzend Teams um nichts mehr geht.

Akut ist das Thema jedoch nicht. Die nächste Spielplan-Revolution kann frühestens zur Saison 2031 in Kraft treten. Dann endet das aktuelle CBA, das Collective Bargain Agreement, also der Vertrag zwischen Spielergewerkschaft und Liga.

Und wer weiß, wie die Umsätze, Gehälter und sonstige Einflüsse bis dahin aussehen.

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