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Bundesliga

1. FC Köln: Said El Mala von Brighton & Hove Albion und dem FC Brentford gejagt - doch macht ein solcher Wechsel Sinn?

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

ran Fußball

"Sane statt El Mala?!" Fans zerreißen Nagelsmann-Kader

Videoclip • 01:23 Min


Said El Mala wird mit einem Wechsel in die Premier League in Verbindung gebracht. Gehandelt werden der FC Brentford und Brighton & Hove Albion, auch wenn die Familie den Londonern mittlerweile laut "Bild" und "Sky" abgesagt haben soll. Aber macht ein solcher Deal überhaupt Sinn? Das Pro und Contra von ran.

Nach nur einem Jahr Bundesliga mit dem 1. FC Köln zieht es Said El Mala offenbar ins Ausland. Der 19-Jährige möchte wohl den nächsten Schritt machen und wird aktuell intensiv mit dem FC Brentford und Brighton & Hove Albion in Verbindung gebracht. Der Londoner Klub soll sich nach Informationen von "Bild" und "Sky" jedoch bereits eine Absage eingehandelt haben.

Beide Vereine zählen eher zum oberen Mittelfeld der Premier League, was die Plätze acht und neun in der Abschlusstabelle zeigen. Es würde sich also nicht um einen klassischen Wechsel zu einem Top-Klub handeln.

Doch wäre ein solcher Schritt für El Mala in diesem Sommer der richtige? ran zeigt Vor- und Nachteile eines solchen Deals auf und kommt zu einem zwiegespaltenen Fazit.

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Pro: El Mala hätte die Chance auf Spielzeit

Oft machen junge Spieler den Fehler, den zweiten Schritt vor dem ersten zu gehen. Der Schritt vom 1. FC Köln zu einem Klub aus dem oberen Mittelfeld der Premier League wirkt zum jetzigen Zeitpunkt plausibel.

Anders als bei einem absoluten Top-Klub, könnte El Mala schon in kurzer Zeit zum Stammspieler reifen oder zumindest als Rotationsspieler und Joker große Spielanteile sichern.

Für einen 19-Jährigen ist das elementar wichtig. Sowohl Brighton mit dem aktuell verletzten Kaoru Mitoma als auch Brentford mit Kevin Schade haben auf Linksaußen gutes Personal.

Dennoch ist es El Mala zuzutrauen, sich durchzusetzen. Im Vergleich zu den Top-Teams ist auch die Kaderbreite nicht so groß, weshalb immer Minuten rausspringen dürften.

Contra: Premier-League-Klubs sind ein schwieriges Pflaster

Zwar gehören Brentford und Brighton grundsätzlich zu den gut geführten Klubs in der Premier League, jedoch ist die Liga dennoch ein schwieriges Pflaster.

Selbst die Vereine im Mittelfeld haben finanziell enorme Möglichkeiten, was dazu führt, dass Spieler gerne vorschnell fallen gelassen und durch einen anderen Akteur ersetzt werden.

Stehen Klubs aus anderen Ligen unter Zugzwang, teure Neuzugänge auch dementsprechend einzusetzen, ist das auf der Insel ein wenig anders. Schneller, als es den Betroffenen lieb ist, öffnet das nächste Transferfenster und der nächste Spieler steht auf der Matte.

Allerdings zeigen zahlreiche Beispiele, dass man vor allem in der Premier League Zeit benötigt, um sich an den Rhythmus und die harte Gangart zu gewöhnen. Selbst bei Florian Wirtz war das deutlich zu sehen, der zum Zeitpunkt seines Wechsels von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool definitiv einen Schritt weiter war, als es El Mala jetzt ist.

Gerade für so junge Spieler ist die Premier League immer ein Spiel mit dem Risiko, selbst wenn es sich um Brentford oder Brighton handelt.

Quartier bei der WM 2026: DFB-Team residiert im "The Graylyn Estate"

  • "The Graylyn Estate": Deutschlands Quartier für die WM 2026 steht fest
    Die deutsche Nationalmannschaft hat für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko eine Bleibe gefunden. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann wird in der Kleinstadt Winston-Salem (Bundesstaat North Carolina) residieren, wohnt während der Endrunde im Hotel "The Graylyn Estate".

    The Graylyn Estate

  • Deutschlands WM-Quartier: Riesen-Areal über 55 Hektar
    Die Anlage des "The Graylyn Estate" erstreckt sich über 55 Hektar, bietet zahlreiche Sport- bzw. Freizeitmöglichkeiten für die Gäste des Hotels.

    The Graylyn Estate

  • Bauten im Südstaaten-Stil
    Geprägt ist die Anlage von den zahlreichen Steinhäusern, ebenso gibt es einen riesigen Park, in dem sich die deutschen Nationalspieler während der Endrunde im Sommer 2026 in ihrer Freizeit aufhalten können.

    The Graylyn Estate

  • Turmbauten als Hingucker
    Neben den Steinhäusern sind auch die vielen Türme auf dem Areal des "The Graylyn Estate" ein echter Hingucker.

    The Graylyn Estate

  • Training auf dem Gelände der Wake Forest University
    Zum Training bittet Julian Nagelsmann seinen WM-Kader im Sommer 2026 dann auf dem nahe dem Hotel befindlichen Gelände der Wake Forest University. Hier trainieren und spielen normalerweise die Fußball-Teams der Wake Forest University, die Demon Deacons.

    Wake Forest Athletics

  • Nähe zwischen Hotel und Trainingsplätzen als als wichtiger Faktor
    Bei der Suche nach einem geeigneten Domizil für die WM war die Nähe zwischen Hotel und Trainingseinrichtungen ein wichtiger Faktor, wie Nagelsmann bestätigte. "Wir können sie fußläufig und mit dem Fahrrad in weniger als zehn Minuten erreichen. Das ist ein entscheidender Faktor", sagte der Bundestrainer.

    Wake Forest Athletics

  • Nagelsmann mit Trainingseinrichtungen zufrieden
    Der DFB-Tross um Nagelsmann, Rudi Völler und Andreas Rettig inspizierte die Trainingsplätze persönlich.

    Wake Forest Athletics

  • Drei Trainingsplätze für das DFB-Team
    "Wir haben hier drei Fußballplätze in einem sehr, sehr guten Zustand, die alle Ansprüche, die wir aus sportlicher Sicht stellen, erfüllen", sagte Nagelsmann.

    Wake Forest Athletics

  • DFB-Delegation schaut sich auch im Innenraum der Uni um
    Nagelsmann, Völler und Co. bekamen bei ihrem USA-Besuch auch Einblick in die Räumlichkeiten der Wake Forest University, die das DFB-Team während der Trainingseinheiten nutzen darf.

    Wake Forest Athletics

  • Welche Temperaturen erwartet das DFB-Team in North Carolina?
    In Winston-Salem, einer Stadt mit ungefähr 250.000 Einwohnern, sind im Juni Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad zu erwarten, verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit.

    ©WFU/Ken Bennett

  • Abschiedsfoto mit Vertretern der Uni und der Stadt Winston-Salem
    Zum Abschied des Vorabbesuchs  der DFB-Delegation gab es noch ein gemeinsames Bild mit Vertretern der Wake Forest University und der Stadt Winston-Salem.

    Wake Forest Athletics


Pro: El Mala könnte weiter auf seine Konterstärke setzen

Was hingegen wieder dafür spricht, dass El Mala bei den gehandelten Klubs funktionieren könnte, ist sein Spielstil.

Zwar ist der Youngster viel mehr als ein reiner Konterspieler, jedoch gehört es schon zu seinen größten Stärken, seine Geschwindigkeit bei schnellen Gegenstößen einzusetzen.

Bei einem Mittelfeld-Klub dürfte El Mala hierfür immer wieder die Chance bekommen. Dies wäre bei Top-Vereinen seltener der Fall, weil diese das Spiel meist selbst machen müssen.

Sein Mix aus Tempo, Athletik, Abschlussstärke und Eins-gegen-eins-Vermögen würde gut zu den gehandelten Klubs passen.

Die Umstellung von Köln zu Brighton oder Brentford wäre bei Weitem nicht so groß, wie bei einem Wechsel zu Manchester City, zum FC Barcelona oder zum FC Bayern München. Für diese Art an Klubs fehlt es ihm noch ein wenig am spielerischen Vermögen.

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Contra: Brighton und Brentford fehlt es etwas an Attraktivität

Der Sprung in die Premier League mag für einen jungen Spieler ein großes Abenteuer sein, jedoch sind die gehandelten Klubs nicht außerordentlich attraktiv.

Beide besitzen nicht die ganz große Tradition und Strahlkraft. Man kann sich ziemlich sicher sein, dass es nie ein großer Jugendtraum von El Mala war, eines Tages für Brighton oder Brentford zu spielen.

Es würde sich weniger um einen Transfer aus vollem Herzen, sondern eher um einen zweckdienlichen Schritt handeln. Dies könnte dazu führen, dass die Unzufriedenheit, wenn es mal nicht so läuft, schneller steigt, als bei einem Klub, der eine enorme Anziehungskraft ausstrahlt.

Brighton und Brentford gehen in der Masse der englischen Klubs schlichtweg unter. Zudem ist die Champions League ein kaum erreichbares Ziel und auch in Bezug auf die anderen europäischen Wettbewerbe gibt es keine Garantie.

Die Gefahr, dass El Mala bei besagten Vereinen schnell ein wenig vom Radar verschwinden könnte, ist nicht ganz klein. Es sei denn, er liefert sportlich wirklich voll ab.

Folgerichtig stellt sich auch die Frage, ob es für El Mala nicht attraktiver wäre, sich in Köln noch ein Jahr zu festigen, um sich dann einem Klub anzuschließen, der noch mehr hermacht.

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Fazit:

Für El Mala gibt es im Endeffekt zwei Optionen. Entweder er verlässt den 1. FC Köln schon in diesem Jahr und schließt sich tatsächlich Brighton oder Brentford an, oder er wartet noch ein Jahr und geht dann im Idealfall zu einem noch erfolgreicheren und attraktiveren Klub.

In Bezug auf einen Wechsel in diesem Jahr wären die beiden Premier-League-Klubs eine gute Option. El Mala hätte die Chance auf Spielzeit und könnte auch seine Stärken einsetzen, ohne sich zu sehr umstellen zu müssen.

Zwar birgt die Premier League auch für ihn ihre Risiken, jedoch wären diese noch immer deutlich geringer als bei einem Wechsel zu einem richtigen Spitzenklub. Demnach müsste er auch in Kauf nehmen, dass sein neuer Klub nicht der attraktivste in Fußball-Europa ist.

Bleibt El Mala hingegen in Köln, hätte er die Möglichkeit, sich in der Bundesliga zu etablieren. Man darf nicht vergessen, dass er erst seit einem Jahr im Oberhaus kickt.

Entwickelt er sich genauso schnell weiter wie bisher, könnte er im kommenden Sommer weit genug sein, um zu einem ganz großen Klub wechseln zu können.

Trotzdem wäre der Schritt für El Mala dann weiter und schwieriger, weil sich der 1. FC Köln auch vom Spielstil sehr von den meisten Top-Teams unterscheidet. Würde sich El Mala dann aber durchsetzen, wäre er bei einem Klub, bei dem er Karriere machen kann - und den er nicht nur als Zwischenschritt ansieht.

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