Fußball
FC Bayern München - Max Eberl sieht Premier League enteilt: "Kampf gegen Windmühlen"
Aktualisiert:
von Chris LugertMax Eberl muss sich rechtfertigen
Bild: AFP/SID/ALEXANDRA BEIER
Max Eberl sieht die Bundesliga im Kampf gegen die Premier League in einer hoffnungslosen Situation. Zudem verteidigt er den Transfersommer des FC Bayern.
Sportvorstand Max Eberl vom FC Bayern München hat Kritik zurückgewiesen, wonach der Kader des deutschen Rekordmeisters nicht breit genug aufgestellt sei.
"Mit dieser Diskussion kann ich nichts anfangen. Wir sind mit 22 Spielern in die Saison gestartet, wenn die Langzeitverletzten Alphonso Davies, Jamal Musiala und Hiroki Ito zurück sind, haben wir mit 25 Spielern noch immer einen etwas kleineren Kader, der aber sehr leistungsfähig ist", sagte Eberl im Interview mit "11Freunde".
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Die öffentliche Meinung, die Bayern hätten sich auf dem Transfermarkt reihenweise Absagen eingehandelt, verwies er ins Reich der Fabeln. Dieser Eindruck hänge "damit zusammen, dass viele Namen kursierten, die bei uns nie ein Thema waren", stellte er klar.
Transferfragen würden "in der Öffentlichkeit heutzutage sehr aufgeregt behandelt", meint Eberl: "Wer dribbeln kann oder viele Tore schießt, gilt bei einigen automatisch als Kandidat für Bayern. Weniger sichtbare Faktoren wie Laufwerte oder die Verletzungshistorie kommen in der Berichterstattung fast nie vor."
Max Eberl erklärt: Darum fiel die Wahl auf Luis Diaz
Teuerster Neuzugang des Sommers war Luis Diaz vom FC Liverpool, der die Lücke schloss, die durch den Abgang von Leroy Sane entstanden war. Die Bayern hätten sich laut Eberl mit mehreren Kandidaten für diese Position befasst, die Wahl sei schließlich ganz bewusst auf den Kolumbianer gefallen.
"Er kommt nicht nur auf viele Tore und Assists, er hat auch eine Laufleistung zwischen elf und 13 Kilometern pro Spiel auf der Uhr – genau das wollten wir für unser Spiel haben. Deshalb haben wir uns als Verein entschieden, ihn zu holen", erklärte Eberl. "Eine Garantie gibt es nicht. Aktuell zeigt sich aber, dass beispielsweise auch Harry Kane im Zusammenspiel mit Luis noch mehr aufblüht."
Nicht realisieren ließen sich jedoch die Transfers von Florian Wirtz und Nick Woltemade, bei denen die Bayern gegen die zahlungskräftige Konkurrenz aus der Premier League das Nachsehen hatten. Bei Wirtz wären die Münchner sogar zu besonderen Maßnahmen bereit gewesen, um den Transfer über die Bühne zu bringen.
"Dass wir sein Gehalt stemmen können, wussten wir, aber uns war nicht abschließend klar, was Bayer Leverkusen fordert, wenn der FC Bayern fragt und, wie zu erwarten, ein weiterer Topklub ins Rennen einsteigt. Deshalb haben wir uns verständigt, dass für den Wirtz-Transfer eine Sonderausgabe bereitgestellt wird, weil er diesen enormen Preis rechtfertigt", schilderte Eberl. Letztlich entschied sich Wirtz jedoch für den FC Liverpool.
Eberl mit düsterer Transfer-Prognose für die Bundesliga
Bei Woltemade hingegen waren die Bayern nicht bereit, Unsummen zu bezahlen. "Jede Investition muss sich langfristig rechnen. Wir hatten für Nick Woltemade eine Obergrenze für die Transfersumme festgelegt und hatten diese in unserem Angebot an den VfB Stuttgart erreicht. Auch dieser Sachverhalt gehört bei Transfers dazu und kann ein Dealbreaker sein", sagte Eberl über den Newcastle-Angreifer.
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Die Überlegenheit der Premier League in finanzieller Hinsicht sei jedoch frappierend. "Was das TV-Geld anbetrifft, holen wir die nie mehr ein. Denen nachzujagen, ist wie Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen", sagte er und malte ein düsteres Szenario für die Bundesliga. "Der FC Bayern, vielleicht noch ein, zwei andere Bundesligisten, werden Topspieler immer halten können. Für alle anderen könnte es schwerer werden", blickt er voraus.
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