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La Liga

Real Madrid: Downfall droht! Pérez-Wiederwahl ist seine letzte Chance - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Mike Stiefelhagen

ran Fußball

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Videoclip • 02:21 Min


Florentino Pérez bleibt Präsident von Real Madrid. Doch sein Wahlsieg überdeckt nicht, dass selbst seine Macht im Klub Risse bekommt. Es ist seine letzte Chance, den Downfall zu stoppen. Ein Kommentar.

Die "Königlichen" behalten ihren König.

Florentino Pérez hat die Präsidentenwahl gewonnen. Aber hat Real Madrid das auch?

Dieser Sieg fühlt sich nicht wie ein Aufbruch an. Er fühlt sich an wie eine Verlängerung eines quälenden 0:0 mit anschließendem Elfmeterschießen.

Es verlängert eine Phase, in der Real seit 2024 steckt. Und welche ein Ende braucht - mit welchem König an der Spitze auch immer.

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Real Madrid ist (noch) kein Museum

Der Klub lebt noch immer stark vom Glanz der großen Pérez-Jahre. Galácticos, Champions League-Titel, Bernabéu-Umbau, Weltmarke. All das gehört zu seiner Bilanz.

Der 79-Jährige traf solch phänomenale Entscheidungen, dass Fehler oder Kontroversen vergessen wurden. All das erklärt auch, warum er weiter Vertrauen bekommt. Zumal es an guten Alternativen mangelt.

Real Madrid ist aber kein Museum. Noch nicht. Dieser Klub darf nicht nur davon erzählen, was früher funktioniert hat. Er muss beweisen, dass er auch jetzt noch die Richtung vorgibt.

Und genau dort beginnt das Problem. Denn in den vergangenen zwei Jahren waren "Los Blancos" sportlich zu oft nicht gut genug. Die Egos blieben. Der Erfolg blieb aus.

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Real Madrid: Pérez muss sich den Abwärtstrend anrechnen lassen

Für andere Vereine wären Vizemeisterschaften oder Champions League-Viertelfinals vielleicht kein Drama. Für Real sind sie aber ein Warnsignal. Dieser Klub definiert sich über Dominanz, nicht über Erklärungen.

In der Liga fehlte zuletzt die Selbstverständlichkeit. Man wurde zwei Mal vom finanziell angeschlagenen Rivalen FC Barcelona geschlagen. In der Champions League fehlte die Wucht. Gegen den FC Bayern München oder FC Arsenal im Vorjahr unterlag man jeweils in beiden K.o.-Duellen. Bei der Klub-WM wurde man von PSG mit 4:0 weggebügelt.

Aus dem schillernden Klub, der Gegner über Jahre allein durch seinen Namen einschüchterte, wurde zu oft eine Mannschaft, die selbst nach Antworten suchte. Das ist kein kompletter Zusammenbruch. Aber es ist ein klarer Trend. Und Trends sind bei Real Madrid gefährlich, wenn sie nach unten zeigen.

Pérez kann sich davon nicht freisprechen. Wer so viel Macht im Klub bündelt, trägt auch die Verantwortung, wenn der sportliche Kurs unscharf wird.

Real Madrid braucht einen Plan und keine Nostalgie

Das größte Risiko ist, dass Pérez wieder auf die alten Reflexe setzt. Große Namen, große Gesten, große Versprechen. Das hat Real Madrid oft geholfen. Aber es ist längst keine Garantie mehr.

Eine mögliche Rückkehr von José Mourinho würde perfekt in dieses Muster passen. Sie hätte Strahlkraft, Schlagzeilen und Historie. Aber wäre sie wirklich ein Schritt nach vorn? Real braucht keine Nostalgie-Show. Der Klub braucht eine klare sportliche Idee, einen Kader mit Balance und eine Führung, die nicht nur auf Symbolkraft setzt.

Wer den Downfall stoppen will, darf nicht so tun, als reiche ein berühmter Name auf der Bank oder ein teurer Star im Angriff. Real Madrid braucht Struktur. Und kein "wenn ihr mich wählt, kaufe ich für 150 Millionen Euro einen Star".

Real Madrid ist kein Casino. Das weiße Ballett keine Bühne für Gerüchte. Es untermauert Pérez' Verzweiflung.

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Enrique Riquelme war nicht automatisch die Lösung

Trotzdem wäre es billig, Gegenkandidat Enrique Riquelme jetzt als verpassten Retter zu verklären. Auch bei ihm blieb vieles Versprechen. Große Namen im Wahlkampf klingen gut, machen aber noch keinen besseren Klub.

Er versprach Rodri und Erling Haaland und Jürgen Klopp - ohne was vorlegen zu können. Beide machten aus dem Verein eine Börse. Nur fallen die Aktien gerade enorm.

Doch er stand wenigstens für eine notwendige Frage: Soll Real Madrid weiter vom selben Mann regiert werden? Vielleicht hätte Riquelme frischen Wind gebracht. Vielleicht hätte er aber auch nur neue Unruhe ausgelöst. Sicher ist nur: Sein Erfolg bei der Wahl zeigt, dass Pérez nicht mehr unantastbar ist.

35 Prozent Gegenstimmen sind für einen Präsidenten mit dieser Geschichte keine Randnotiz. Sie sind ein deutliches Signal aus dem Inneren des Klubs.

Florentino Pérez riskiert die Seele von Real Madrid

Besonders gefährlich ist die Debatte um externe Investoren. Pérez will offenbar eine Minderheitsbeteiligung von fünf Prozent prüfen, während Gegenkandidat Riquelme genau davor warnte und die vollständige Mitgliedereigentümerschaft verteidigen wollte.

Das ist eine Grundsatzfrage. Real Madrid ist nicht irgendein Projekt, das man nach Marktlogik optimiert. Der Klub gehört seinen Mitgliedern. Genau daraus entsteht ein Teil seiner Wucht. Wer daran rüttelt, verändert nicht nur die Bilanz, sondern den Charakter des Vereins.

Pérez verkauft solche Schritte gern als Modernisierung. Aber nicht jede ist gleichbedeutend mit Fortschritt. Manchmal ist sie nur ein eleganteres Wort für Kontrollverlust.

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Florentino Pérez: Zwischen stolzem König und verbittertem Kapitän

Gleichgültig. Pérez hat die Wahl gewonnen. Der Kronenträger der "Königlichen" hat damit aber automatisch keinen Blankoscheck bekommen. Er hat seine letzte Chance bekommen.

Jetzt muss er zeigen, dass er mehr kann als die Vergangenheit verteidigen. Er muss Real Madrid noch einmal modernisieren, ohne den Klub zu verbiegen. Er muss sportliche Klarheit schaffen, ohne sich hinter großen Namen zu verstecken.

Sonst wird dieser Wahlsieg nicht als Triumph in Erinnerung bleiben. Sondern als der Moment, in dem Real Madrid die Warnzeichen gesehen – und trotzdem weitergemacht hat.

Lieber heißt es "der König ist tot, lang lebe der König", als der Kapitän zu sein, der als letztes das sinkende Schiff verlässt.

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