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DFB-Team - "Spielmacher, Flankengeber, Sprinter und Zweikampfmonster": Kroos als Vorbild für Kimmich
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von Martin Volkmarran Fußball
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Videoclip • 01:14 Min
Joshua Kimmich glänzt beim FC Bayern im zentralen Mittelfeld, muss bei der DFB-Auswahl aber als Rechtsverteidiger aushelfen. Jürgen Klopp und Thomas Müller sehen eine mögliche Lösung.
Von Martin Volkmar
Wohin mit Joshua Kimmich?
Diese Frage stellt sich nach den Ausfällen der zentralen Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha in der deutschen Nationalmannschaft beim Länderspiel gegen die Schweiz (Freitag, ab 20.45 Uhr im ran-Liveticker).
Oder auch nicht – denn für Kimmich selbst ist die anhaltende Diskussion, ob er besser auf der Sechs oder auf der rechten Außenverteidigerposition aufgehoben ist, kein Thema. Mit einem klaren "Nein" wollte der Kapitän am Dienstag die Debatte beenden.
Dennoch sind zahlreiche Experten und Fans weiterhin der Meinung, dass man den Bayern-Profi aufgrund seiner herausragenden Leistungen im Verein auch in der DFB-Auswahl in der Zentrale einsetzen muss – einschließlich seines eigenen Trainers.
"Ich habe selbst für mich die Entscheidung getroffen, dass er in dieser Position am wichtigsten ist für die Mannschaft", sagte FCB-Chefcoach Vincent Kompany.
Joshua Kimmich: Nagelsmanns Rolle rückwärts zurück nach rechts
Ähnlich sah es Julian Nagelsmann nach der EM 2024, als er Kimmich nach den Rücktritten von Toni Kroos und Ilkay Gündogan wieder dauerhaft von außen in die Mitte schieben wollte. Doch aufgrund der holprigen Qualifikation und personeller Not änderte der Bundestrainer seine Meinung wieder.
Weil es einerseits keinen deutschen Rechtsverteidiger mit Kimmichs Qualitäten gibt und andererseits im Mittelfeld mit den diesmal nominierten Leon Goretzka, Pascal Groß, Angelo Stiller und Anton Stach sowie den verletzt abgereisten Nmecha und Pavlovic ein Überangebot herrscht. Zumal ja auch Robert Andrich, Tom Bischof oder Rocco Reitz dort spielen könnten.
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Mats Hummels für Kimmich als Rechtsverteidiger
"Wenn zwei, drei noch ausfallen im Sommer, dann muss man nochmal drüber nachdenken, Josh ins Zentrum zu packen", meinte Ex-Nationalspieler Mats Hummels, der schon bei der EM 2016 mit dem Rechtsverteidiger Kimmich zusammenspielte:
"Aber Stand jetzt bin ich schon ein Freund davon, ihn auf Rechtsverteidiger zu packen. Ich habe ihn da in seiner Anfangszeit beim DFB erlebt, bei Bayern hat er das gespielt. Und es gibt wirklich eine sehr, sehr große Qualitätsdichte im zentralen Mittelfeld. Deswegen finde ich, klingt es für mich nach einer echt guten Option."
Entscheidend wird daher sein, wie Kimmich seine Rolle bei der Weltmeisterschaft im Sommer interpretieren wird, um wie in München auch im DFB-Team möglichst viel Einfluss auf das Spiel zu haben.
Joshua Kimmich: Jürgen Klopp zeigt den Königsweg auf
Der Königsweg könnte eine Hybridrolle sein, erklärte Jürgen Klopp, wie Hummels und Thomas Müller bei der WM Experte für Magenta TV. Und zwar als so genannter "Inverted Fullback": Einem defensiven Außenbahnspieler, der bei Ballbesitz in die Mitte rückt und dort Überzahl schafft.
"Das ginge auf jeden Fall", sagte Klopp, der diese Position beim FC Liverpool erfolgreich mit dem nominellen Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold besetzte.
"Der eingerückter Außenverteidiger ist Spielmacher, Flankengeber, Sprinter und Zweikampfmonster zugleich", analysierte die Taktik-Plattform "VOOR". Als Beispiel wird Alphonso Davies genannt und speziell seine Flankenläufe über links beim 8:2-Triumph des FC Bayern im Champions-League-Halbfinale 2020 gegen den FC Barcelona.
Auf der anderen Seite der Viererkette im Finalturnier, bei dem der deutsche Rekordmeister unter Hansi Flick letztmals den Henkelpott gewann, spielte auch seinerzeit Kimmich.
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Pep Guardiola Erfinder des "Inverted Fullback"
Als Erfinder des "Inverted Fullback" gilt allerdings Pep Guardiola, der dies zu seinen Bayern-Zeiten schon mit Philipp Lahm und auch David Alaba probierte und bei Manchester City mit John Stones nahezu perfektionierte.
Kimmichs früherer Teamkollege Thomas Müller sieht allerdings ein Problem: "Josh schlägt gerade aus dieser inneren Rechtsverteidigerposition überragend Flanken. Also das wollen wir ihm eigentlich nicht wegnehmen. Das Problem ist aktuell nur, wenn er natürlich als Rechtsverteidiger sehr hoch steht, dann wieder in die Kette zu kommen. Das sind weite Wege."
Thomas Müller vergleicht Joshua Kimmich mit Toni Kroos
Generell allerdings sind die Positionen im modernen Fußball nach Müllers Ansicht fließend, weshalb der aktuelle DFB-Spielführer auch als Außenverteidiger großen Einfluss aufs Spiel nehmen könne und werde.
"Wenn ich den FC Bayern anschaue, dann spielt Joshua Kimmich da zwar nominell auf der Sechs, aber im Spielaufbau kippt er eigentlich des Öfteren raus, so wie Toni Kroos damals nach links. Da haben wir auch nicht gesagt: Der Toni Kroos ist Linksverteidiger."
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