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WM-Gruppengegner im Fokus

WM 2026: Elfenbeinküste stellt das DFB-Team defensiv vor ein Dilemma - Entscheidung über die Außen?

Aktualisiert:

von Tobias Hlusiak

:newstime

Elfenbeinküste: Fakten über Deutschlands WM-Gegner

Videoclip • 01:32 Min • Ab 12


Wie Deutschland feierte auch die Elfenbeinküste eine Auftakterfolg bei der WM 2026. Im direkten Duell geht es um die beste Ausgangsposition in der Gruppe. Die Entscheidung könnte dabei auf den Außen fallen.

Von Julian Bachmann und Tobias Hlusiak

An Selbstvertrauen sollte es Deutschlands Gruppengegner Elfenbeinküste nach dem 1:0-Erfolg zum WM-Auftakt nicht mangeln. Natürlich ist die DFB-Elf ein anderes Kaliber - der 2:1-Erfolg gegen im Test gegen Frankreich vor Turnierstart zeigt aber, dass die Ivorer auch Top-Nationen  vor Probleme stellen können.

"Wir sind nicht nur hier, um teilzunehmen. Wir wollen Geschichte schreiben", sagte Yan Diomande nach dem ersten Gruppenspiel. Und weiter: "Wir sind mit der Mentalität gekommen, alles zu gewinnen." Deutschland sei zwar "eines der größten Teams der Welt", das Wichtigste sei nun aber, "ruhig und entspannt" zu bleiben.

Erstmals seit 2014 ist die Elfenbeinküste wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei. Noch nie schaffte es der Afrikameister von 2024 in die K.o.-Phase. Das soll sich diesmal ändern.

Elfenbeinküste: Diomande ist der große Star

Offensivspieler Amad Diallo von Manchester United stellt klar: "Alle sind hier, um ihr Bestes zu geben, ihr Maximum [...] es ist der Traum eines jeden von uns, bei der WM so weit wie möglich zu kommen."

Das Team um Bundesliga-Star Diomande von RB Leipzig - 21 Scorerpunkte (zwölf Tore, neun Vorlagen) in 33 Spielen der vergangenen Saison - ist nach dem Traumstart auf einem guten Weg.

Der Mann, der womöglich in diesem Sommer der Rekordtransfer der Bundesliga wird, ist der X-Faktor dieser Mannschaft.

Es könnte sein Turnier werden. Welt-Klubs haben längst Witterung aufgenommen, Liverpool soll mit einem ersten 100-Millionen-Angebot in Sachsen aber abgeblitzt sein.

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Elfenbeinküste: Offensiv-Power besonders auf den Außen

Die Elfenbeinküste bringt eine Mischung aus Athletik, Tempo, Zweikampfstärke und Offensivdrang mit. Die großen Namen aus der goldenen Generation um Didier Drogba, Yaya Toure und Kolo Toure sind zwar Vergangenheit, doch die neue Mannschaft hat enorme Qualität.

Sportlich ist das Team vor allem in der Offensive spannend. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die Flügelflitzer Diomande, Bazoumana Touré und Diallo. Alle drei bringen unfassbares Tempo auf den Platz und sind im Eins-gegen-eins kaum zu stoppen.

Diomande wurde in der vergangenen Bundesliga-Saison mit 36,3 Kilometern in der Stunde gemessen. Der fünftbeste Wert aller Spieler. Hoffenheims Toure war mit 35,98 km/h Neunter.

Auch Stürmer Simon Adingra von der AS Monaco sorgt für Dynamik in der Offensive. Antonio Rüdiger nannte die Offensivspieler des kommenden Gegners zuletzt nicht umsonst "D-Züge".

Auf die deutschen Außenverteidiger, Nathaniel Brown und Joshua Kimmich, kommt also eine echte Herkulesaufgabe zu.

Beide DFB-Star haben ihre Stärken vor allem im Spiel nach vorne und in der Rückwärtsbewegung manchmal Defizite - gerade wenn die Gegner dermaßen schnell sind.

Brown (35,78 km/h) kann zwar mithalten, Kapitän Kimmich muss aber mit Auge und Stellungsspiel vorarbeiten.

Es könnte deshalb heißen: Wer die Duelle auf den Außen gewinnt, gewinnt das Spiel.

Mit Nicolas Pep und Ange-Yoan Bonny haben die Ivorer zudem zwei weitere Spieler in der Offensive, die in der Lage sind, Spiele zu entscheiden.

Auch Stürmer Elye Wahi, bekannt aus Frankfurt und Nizza, darf nach großer Aufregung nun doch nach Kanada einreisen und beim Spiel dabei sein.

Der Kader der Elfenbeinküste zeichnet sich aber nicht nur durch eine starke Offensive aus.

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Defensives Bollwerk mit Weltstar-Bruder

Hinter der dynamischen Offensive befindet sich ein Mittelfeldzentrum, das es in sich hat. Atalanta Bergamo, die AC Mailand und der FC Barcelona waren Stationen von Kapitän Frank Kessie. Aktuell steht er bei Al-Ahli in Saudi-Arabien unter Vertrag und gilt als Dreh- und Angelpunkt.

Neben ihm agiert unter anderem Seko Fofana, ein Spieler, der viel Erfahrung auf höchstem Niveau gesammelt hat. Zuletzt lief der 31-Jährige für den FC Porto auf, ist nach der WM aber nach aktuellem Stand wieder im Trikot von Stade Rennes zu sehen.

Ibrahim Sangare vervollständigt das Zentrum im Mittelfeld. Mit seinen 1,91 Metern hat er eine unfassbare Präsenz auf dem Platz, was ihn für Nottingham Forest in der Premier League so wichtig macht.

In der Abwehrkette stehen mit Ousmane Diomande, Evan Ndicka, Odilon Kossounou und Wilfried Singo mehrere international erfahrene Profis. Mit Bayer Leverkusen gewann Odilon Kossounou die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Vergangene Saison lief er für Atalanta Bergamo auf und entwickelte sich in Italien zur absoluten Stammkraft in der Defensive.

Besonders aufmerksam wird man bei dem Namen Guela Doue. Der 23-jährige Rechtsverteidiger ist der ältere Bruder von PSG-Star Desire Doue und läuft in der Ligue 1 für Racing Straßburg auf. Im Testspiel gegen die Franzosen trug Doue mit seinem Ausgleich (63.) und seinem Assist zum Siegtreffer maßgeblich zum Sieg bei.

Zweifellos hat die Elfenbeinküste die Qualität, für eine große Überraschung bei diesem Turnier zu sorgen. Auch das DFB-Team sollte die Afrikaner nicht unterschätzen, denn das wird ein ganz anderer Maßstab als Curacao.

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