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WM 2026

WM 2026: Ohne Manuel Neuer, mit Said El Mala: So sollte der deutsche Kader aussehen

Veröffentlicht:

von Tobias Wiltschek

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern: Neuer-Entscheidung liegt genau bei zwei Personen

Videoclip • 02:44 Min


Die Kader-Nominierung des Bundestrainers für die WM rückt immer näher. ran-Autor Tobias Wiltschek stellt vorab sein Aufgebot zusammen.

Am Donnerstag lüftet Julian Nagelsmann das Geheimnis um seinen Kader für die WM.

Ab 14 Uhr nennt der Bundestrainer bei einer DFB-Pressekonferenz die Namen der 26 Spieler, die er zum Turnier in die USA, Kanada und Mexiko mitnimmt.

Bis dahin können Fans und Experten in Deutschland noch fleißig diskutieren, wer denn nun unbedingt zum Aufgebot gehören soll - und wer nicht.

Auch ran hat sich vorab über den deutschen WM-Kader Gedanken gemacht.

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DFB-Kader für WM: Tor

Oliver Baumann

Erster Name, erstes Streitthema. Baumann hat eine äußerst stabile WM-Qualifikation gespielt und keinen Zweifel daran gelassen, dass er auch bei der Endrunde ein würdiger deutscher Torwart sein wird.

Nagelmann sollte die Kader-Nominierung dazu nutzen, seinem bisherigen Stammtorwart das Vertrauen auszusprechen. Das bekommt Hoffenheims Keeper aber nur, wenn der Bundestrainer die Diskussionen um Manuel Neuer ein für alle Mal beendet und den Bayern-Torwart nicht nominiert.

Alexander Nübel

Trotz des ständigen Hin und Her um seine Person hat Nübel nicht nur seine Klasse als Torwart von Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart bewiesen.

Er ist auch professionell mit seiner Rolle als Nummer zwei hinter Baumann in der Nationalelf umgegangen und hat sich stets als Teamplayer erwiesen. Dafür gebührt ihm ein Platz im Kader.

Moritz Nicolas

Geht man nach den Leistungen der vergangenen Wochen, ist nicht Finn Dahmen oder Jonas Urbig die logische Nummer drei, sondern Gladbachs Keeper Nicolas.

Der 28-Jährige hat in drei der letzten vier Bundesliga-Spiele seinen Kasten sauber gehalten und war damit maßgeblich daran beteiligt, dass die Borussia am Ende doch recht souverän in der Liga geblieben ist.

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DFB-Kader für WM: Abwehr

Nico Schlotterbeck

Am Abwehrchef von Borussia Dortmund führt kein Weg vorbei. Trotz seiner indisponierten Leistung im Test gegen die Schweiz braucht ihn das DFB-Team bei der WM unbedingt.

Schlotterbeck ist im Normalfall nicht nur ein verlässlicher Verteidiger und präzise im Spielaufbau. Er gehört auch zu den wenigen Spielern, die lautstarke Kommandos geben können. Zudem hat sich der BVB-Star zu einer natürlichen Autorität im DFB-Team entwickelt hat.

Jonathan Tah

Tah hat sich spätestens seit seinem Wechsel zum FC Bayern an die Seite von Schlotterbeck gespielt.

Seine Athletik und Zweikampfstärke machen ihn zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga – und für Nageslmann unverzichtbar.

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Waldemar Anton

Zweiter BVB-Spieler, zweiter Innenverteidiger. Um Antons Nominierung zu rechtfertigen, reicht eigentlich schon ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle. Die weist Borussia Dortmund nämlich als Team mit den wenigsten Gegentoren auf.

Dass das so ist, liegt im Wesentlichen auch an Anton, der dank seiner Schnelligkeit und taktischen Disziplin hinten kaum zu überwinden ist.

Matthias Ginter

Als vierter Innenverteidiger muss Freiburgs Ginter mit zur WM. Für ein Comeback des 32-Jährigen im Nationaltrikot spricht sowohl seine defensive Klasse als auch seine Torgefährlichkeit.

Sollte Freiburg auch noch die Europa League gewinnen, hätte Ginter einen Tag vor der Nominierung noch ein Argument mehr gesammelt. In Sachen Teamfähigkeit ist er jedenfalls schon jetzt über jeden Zweifel erhaben und hat auch deswegen die Nase vor Antonio Rüdiger.

Joshua Kimmich

Der Denker und Lenker im Spiel des FC Bayern ist selbstverständlich auch in der Nationalmannschaft gesetzt. Die Frage ist nur weiterhin, ob er der DFB-Elf wirklich hinten rechts mehr hilft oder doch eher in seiner Bayern-Rolle im defensiven Mittelfeld.

Argumente gibt es für beide Positionen. Wahrscheinlich wird sich aber auf der rechten Außenverteidiger-Position auch in der Zeit bis zur WM keine echte Alternative herauskristallisieren, weshalb Kimmich wohl nicht im Zentrum spielen wird.

Yann Aurel Bisseck

Ihn haben sicherlich auch nicht alle auf dem Zettel. Doch Bisseck ist nicht nur mit Inter Mailand italienischer Double-Sieger geworden. Er hat sich als Abwehrspieler in einer der besten Ligen Europas etabliert.

Dazu kommt seine beeindruckende Flexibilität. Der 25-Jährige kann sowohl in der Innenverteidigung als auch auf rechts hinten spielen – und wäre damit die derzeit wohl beste Alternative zu Kimmich.

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David Raum

Auf der linken Abwehrseite braucht sich Nagelsmann weniger Gedanken zu machen. Das liegt vor allem an Raum, der eine herausragende Saison mit RB Leipzig gespielt hat.

Auch in der Nationalmannschaft gehört der 28-Jährige mittlerweile zu den unbestrittenen Leistungsträgern und Führungsspielern.

Maximilian Mittelstädt

Dahinter lauert Stuttgarts Dauerläufer Mittelstädt auf mögliche Einsätze bei der Weltmeisterschaft.

Dass er mittlerweile auch über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügt, bewies er am vorletzten Bundesliga-Spieltag, als er einen extrem wichtigen Elfmeter gegen Bayer Leverkusen extrem cool verwandelte.

Nathaniel Brown

Sollte sich der Bundestrainer für einen weiteren Linksverteidiger im Kader entscheiden, müsste seine Wahl auf Brown fallen.

Der Frankfurter war einer der wenigen Lichtblicke in einer total verkorksten Eintracht-Saison und hat auch schon im Nationalteam überzeugen können.

DFB-Kader für WM: Mittelfeld/Angriff

Aleksandar Pavlovic

Unter Thomas Tuchel bei den Bayern noch als Notnagel zum Debüt gekommen, entwickelte sich der Sechser nicht nur in München schnell zum Stammspieler.

Auch in der Nationalelf wird er immer wichtiger, auch wenn er das eine oder andere Mal schon krankheits- bzw. verletzungsbedingt fehlte. Bleibt er aber bis zur WM fit, ist er ein Startelfkandidat.

Felix Nmecha

Der Dortmunder hat seine Verletzung rechtzeitig zum Start in die WM-Vorbereitung auskuriert.

Nagelsmann selbst konnte sich am vorletzten Bundesliga-Spieltag von Nmechas Fitnesszustand ein Bild machen, als der gegen Frankfurt eingewechselt wurde und sein Comeback nach sieben Wochen Auszeit feierte. Ist er fit, muss er dabei sein.

Leon Goretzka

Und wenn nicht, hat Nagelsmann ja immer noch die Alternative Goretzka. Für die Bayern war der 31-Jährige zuletzt nur noch Ergänzungsspieler und absolvierte gegen den 1. FC Köln sein letztes Bundesligaspiel. Der Routinier wird den Rekordmeister nach dem DFB-Pokalfinale verlassen.

In der Nationalmannschaft aber hat Goretzka sich nach seiner Ausbootung zur Heim-EM wieder etabliert und gilt als ein sicherer WM-Kandidat.

Angelo Stiller

Auch einer der VfB-Helden, die den Champions-League-Coup perfekt gemacht haben.

In der Nationalmannschaft ist Stiller zwar nicht erste Wahl, muss aufgrund seiner Kreativität im Spiel nach vorn aber auf jeden Fall mitgenommen werden.

Pascal Groß

Das gilt auch für Groß, der nach seinem durchwachsenen Ausflug zum BVB wieder zu Brighton & Hove Albion zurückgekehrt ist und dort wieder zu alter Form fand.

Auch im Nationalteam ist er seit März wieder zurück und untermauerte mit seiner Leistung gegen Ghana seinen Anspruch auf einen Platz im Kader.

Leroy Sane

Im Kreativbereich hat Nagelsmann die Qual der Wahl, wobei der rechte Flügel im Vergleich zur Mitte und links doch ein wenig abfällt.

Das liegt auch daran, dass mit Sane einer der Kader-Kandidaten immer wieder mit Formschwankungen zu kämpfen. Dennoch sollte der Profi von Galatasaray Istanbul mitgenommen werden.

Jamie Leweling

Ebenso wie der Stuttgarter, der in dieser Saison zwar immer wieder von Verletzungssorgen geplagt war, in letzter Zeit aber wieder in Form kam.

Ob er aber bei der WM zum Stammpersonal gehören kann, steht noch in den Sternen.

Kai Havertz

Sollten Sane und Leweling den Bundestrainer nicht vollends überzeugen, wäre auch Havertz eine Alternative auf der rechten Seite.

Allerdings hat auch der Arsenal-Profi, der normalerweise als Mittelstürmer zum Einsatz kommt, mit vielen Verletzungssorgen zu kämpfen.

Florian Wirtz

Der Spieler vom FC Liverpool dürfte dagegen in den Startelf-Planungen von Nagelsmann gesetzt sein.

Auch wenn er in seinem ersten Jahr bei den "Reds" die hohen Erwartungen noch zu selten erfüllen konnte, weiß der Bundestrainer um seine herausragenden Qualitäten.

Jamal Musiala

Der Bayern-Star kommt nach seiner schweren Verletzung aus dem vergangenen Sommer langsam, aber sicher, wieder in Form und muss daher auch bei der WM dabei sein.

Bei der WM könnte es somit zu einer Renaissance von "Wusiala" kommen. Um dann auch so wirbeln zu können wie bei der Heim-EM, müssten sie sich allerdings erst wieder richtig aufeinander einstellen und miteinander einspielen.

Lennart Karl

Zu einer echten Alternative im offensiven Mittelfeld ist Bayern-Teenie Karl innerhalb von nur einer Saison gereift.

Der 18-Jährige hat schon zwei Länderspiele auf seinem Buckel und könnte bei der WM weiter an seinem internationalen Durchbruch arbeiten.

Said El Mala

Auch der Kölner ist zumindest schon einmal für die Nationalmannschaft berufen worden.

Er kam zwar im März nicht zum Einsatz, hat sich aber – nicht zuletzt durch ein sehenswertes Tor gegen die Bayern – in den vergangenen Wochen nachdrücklich für einen Kaderplatz empfohlen.

Deniz Undav

Bleiben noch zwei Plätze im Sturm übrig. Den einen erhält Stuttgarts Undav, der mit Abstand torgefährlichste Deutsche in der abgelaufenen Bundesliga-Saison.

Selbst wenn er in den Spielen nicht von Beginn an eingeplant ist, kann er als Joker jederzeit den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Nick Woltemade

Der zweite Platz geht an Woltemade. Der ist zwar nach einem Turbostart für Newcastle United in ein veritables Formloch gefallen.

Doch erstens scheint er sich daraus rechtzeitig wieder herauszuarbeiten, und zweitens ist der bei Nagelsmann sowieso gesetzt – zumindest als Teil des Kaders.

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