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NFL - Division-Ranking vor Saison 2026: Blutbad in der NFC West?
Aktualisiert:
von Gianluca FraccalvieriNFL
NFL: Aaron Rodgers' besten Momente! Mehr als nur Hail Mary
Videoclip • 06:00 Min
Die neue NFL-Saison startet erst in einigen Monaten, wir wagen aber jetzt schon mal ein sehr frühes Division-Ranking.
Der Draft ist Geschichte, viele wichtige Offseason-Moves sind in trockenen Tüchern und die neue Saison wirft ihre Schatten voraus.
Aus diesem Grund werfen wir einen genauen Blick auf die acht Divisions. Wo haben sich die Kräfte verschoben? Welche Teams hängen ihre Rivalen in diesem Jahr ab? ran wagt ein sehr frühes Division-Ranking.
AFC EAST: Patriots nicht mehr an 1
Angeführt von Drake Maye haben die New England Patriots eine Fabelsaison gespielt, ehe sie im Super Bowl chancenlos waren. Dennoch sind sie auch in diesem Jahr auf dem Papier wieder nicht das beste Team ihrer Division, vielleicht aber das mit dem höchsten Ceiling. Stefon Diggs wurde durch Romeo Doubs ersetzt, ein Trade für A.J. Brown würde die Offensive dazu noch mal auf ein neues Level bringen. Das Team ist ansonsten relativ gleich geblieben, fraglich ist aber, ob die Situation um Mike Vrabel Nachwirkungen haben wird.
Auf der anderen Seite haben die Buffalo Bills sich mit dem Trade für D.J. Moore endlich den Star-Receiver für Josh Allen geangelt. Gepaart mit der starken O-Line soll er das fehlende Puzzlestück auf dem Weg zum Super Bowl sein. Defensiv schmerzen die Abgänge von Joey Bosa und A.J. Epenesa, das Team hat aber ordentlich nachgebessert. Lediglich für Matt Milano wurde bisher kein adäquater Ersatz gefunden. Dennoch sieht das Team sehr komplett aus.
Dahinter folgen zwei Teams ohne große Ambitionen. Die New York Jets werden dank der Verpflichtung von soliden Startern wie Geno Smith oder Minkah Fitzpatrick nicht mehr so schlecht sein wie im Vorjahr (3-14), Bäume ausreißen werden sie aber auch nicht. Sie haben sich aber endlich aus dem Rodgers-Chaos befreit und wollen um ihre drei Erstrundenpicks aufbauen.
So weit sind die Miami Dolphins noch nicht. Mike McDaniel ist weg, genau wie Tua Tagovailoa, Jaylen Waddle, Fitzpatrick und viele andere. QB Malik Willis hat die Chance, zu zeigen, was in ihm steckt, genau wie die vielen Rookies. In Miami läuft der komplette Rebuild und es wird noch lange dauern, bis die Dolphins wieder oben mitspielen.
1. Bills
2. Patriots
3. Jets
4. Dolphins
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AFC NORTH: Greifen Bengals und Burrow an?
In der AFC North könnten sich die Machtverhältnisse dagegen komplett verschieben. Im Vorjahr stellten nur die Pittsburgh Steelers eine positive Bilanz, das darf aus Sicht der Top-Teams schlichtweg nicht mehr passieren. Die Baltimore Ravens und Cincinnati Bengals stehen vor einer wegweisenden Saison mit einigen Fragezeichen.
Ex-MVP Lamar Jackson bleibt der Star der Division und will gemeinsam mit dem neuen Head Coach Jesse Minter die verletzungsgeplagte Vorsaison hinter sich lassen. Der Abgang von Center Tyler Linderbaum tut weh, dazu muss sich die O-Line ganz neu finden. Dafür ist die Defensive – unter anderem mit Trey Hendrickson aus Cincinnati – deutlich stärker geworden und will wieder zu den besten der Liga werden.
Auch die Bengals hoffen darauf, dass ihr Star-Quarterback endlich fit bleibt und das Team erstmals seit 2022 wieder in die Playoffs führen kann. Dafür haben sie im Sommer mit dem Lawrence-Trade viel riskiert, die Secondary bleibt aber schwach besetzt.
Dahinter wird es eng: Die Browns haben ein Überangebot an Quarterbacks, eine komplett neue O-Line und einen der besten Drafts überhaupt hingelegt. Noch immer ist nicht klar, ob Deshaun Watson oder Shedeur Sanders starten wird. Das ist immerhin noch komfortabler als bei den Steelers, die noch nicht mal wissen, ob Aaron Rodgers kommende Saison überhaupt wieder Teil des Teams sein wird. Mit ihm können sie ein Playoff-Team sein, ohne ihn winkt eine verlorene Saison. Da hilft auch ein merkwürdiger Draft nichts.
1. Ravens
2. Bengals
3. Steelers
4. Browns
AFC SOUTH: Texans klarer Favorit
Auch in der AFC South wird dieses Jahr einiges anders werden. Im Vorjahr gab es den Zweikampf zwischen den Jacksonville Jaguars und Houston Texans, nachdem die Indianapolis Colts nach einem tollen Saisonstart abgeschmiert sind. Richtig verbessert haben sich von diesem Trio nur die Texans, während die anderen beiden einen Schritt zurückgemacht haben.
Die Jags haben Travis Etienne und Devin Lloyd ohne echten Gegenwert abgegeben, dazu haben sie mit dem Pick von Tight End Nate Boerkircher für viel Verwunderung gesorgt. Bei den Colts ist Nummer-1-Receiver Michael Pittman weg – ebenfalls ohne Ersatz. Dazu steht und fällt alles mit Daniel Jones, der nach seinem Achillessehnenriss pünktlich fit sein soll, bei 100 Prozent wird er aber kaum direkt sein.
Die lachenden Dritten könnten die Texans sein. Das Fundament um C.J. Stroud, Danielle Hunter und Will Anderson sitzt, dazu haben sie mit Reed Blankenship und Zweitrunden-Pick Kayden McDonald weiter an ihrer starken Defense gefeilt. David Montgomery soll zudem endlich das Run-Game (letztes Jahr Platz 22) ankurbeln, die O-Line ist aber die einzige echte Risikovariable.
Und dann gibt es noch die Tennessee Titans. Neu-Head-Coach Robert Saleh wird das Team defensiv deutlich besser machen, dafür wurde die D-Line mit Jermaine Johnson, Keldric Faulk und John Franklin-Myers komplett überholt. Offensiv kommen Top-5-Pick Carnell Tate und Wan'Dale Robinson dazu, die in Kombi mit Cam Ward Spaß machen dürften. Es wäre keine Sensation, wenn die Titans am Ende der Saison eine bessere Saison als die Jags und/oder die Colts hätten.
1. Texans
2. Jaguars
3. Colts
4. Titans
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AFC WEST: Chiefs wieder geschlagen?
Diese Division ist vielleicht die größte Wundertüte der Liga. Mit den Denver Broncos, Los Angeles Chargers und Kansas City Chiefs haben drei Teams klare Playoff-Ambitionen und werden sich einen harten Kampf um die Spitze der AFC West liefern. Dabei sind die Vorzeichen sehr unterschiedlich.
Bei den Broncos ist es fraglich, ob sie erneut so viele knappe Siege feiern können. Um das zu gewährleisten, haben sie aber in Jaylen Waddle und die O-Line investiert, am Ende bleibt die Defense aber das Herzstück des Teams.
Ganz anders ist das bei den Chargers, bei denen Mike McDaniel die Offensive auf ein neues Level bringen und Justin Herbert zum MVP machen soll. Ein Riesen-Upgrade wäre auch, wenn die beiden Star-Tackles Rashawn Slater und Joe Alt gesund zurückkommen. Defensiv bleiben aber Fragezeichen.
Bei den Chiefs hängt natürlich alles an der Gesundheit von Patrick Mahomes. Das Team ist auf vielen Positionen (Cornerbacks, Runningback) deutlich besser und nach den vielen Verletzungen der Vorsaison in diesem Jahr hoffentlich fitter. Fragezeichen bleiben auch hinter dem Impact von Travis Kelce (36), mit einem gesunden Mahomes sind die Chiefs aber ein Super-Bowl-Kandidat.
Zuletzt bleiben natürlich noch die Las Vegas Raiders um Top Pick Fernando Mendoza. Sie haben viel in der Offseason investiert und werden Mendoza Zeit geben, von Kirk Cousins und Mentor Tom Brady zu lernen. Allerdings ist hier Geduld gefordert.
1. Broncos
2. Chiefs
3. Chargers
4. Raiders
NFC EAST: Eagles bleiben der Maßstab
Die Philadelphia Eagles bleiben auch in diesem Jahr das Team, das in der NFC East geschlagen werden muss. A.J. Brown wird zwar bald weg sein, Elijah Moore, Marquise Brown und Rookie Makai Lemon könnten ihn aber vergessen machen. Während die Defense ziemlich unverändert bleibt, könnte die Offense unter dem neuen Coordinator Sean Mannion sehr verändert aussehen. Wenn sie mit Jalen Hurts funktioniert, kann Philly wieder oben angreifen.
Eine deutlich veränderte Defense haben dagegen die Dallas Cowboys, die hier in der Offseason viel investiert haben. Da die Offensive fast unverändert geblieben ist (Platz zwei 2025), kann man mit Dak Prescott und Co. in dieser Saison rechnen.
Bei den Washington Commanders hat sich dagegen überall viel getan. Das älteste Team der Liga hat viele Veteranen wie Deebo Samuel, Bobby Wagner, Zach Ertz, Von Miller und Austin Ekeler abgegeben, wodurch viele Fragezeichen bleiben. LB Sonny Styles (7. Pick) soll die zuvor schwache Defensive direkt besser machen, genau wie Odafe Oweh, K'Lavon Chaisson und Charles Omenihu.
Zuletzt bleiben noch die New York Giants, die mit dem neuen Head Coach John Harbaugh für Furore sorgen wollen. Die Basis um Sophomore-QB Jaxson Dart, Receiver Malik Nabers, RB Cam Skattebo, O-Liner Andrew Thomas sowie Francis Mauigoa, Brian Burns, Arvell Reese und Abdul Carter in der Defense ist beeindruckend und wird einige bessere Teams ärgern.
1. Eagles
2. Cowboys
3. Commanders
4. Giants
NFC NORTH: Packers obenauf
In der NFC North hatten 2025 alle vier Teams eine positive Bilanz – und das könnte auch in diesem Jahr wieder so sein. Gleichzeitig dürfte die Division wieder sehr eng beieinander sein.
Die Green Bay Packers haben in Romeo Doubs und Dontayvion Wicks zwei wichtige Receiver ohne adäquaten Ersatz verloren, da der finanzielle Spielraum sehr gering war. Der Kern um Jordan Love, Tucker Kraft und Micah Parsons sucht in der Division aber weiterhin seinesgleichen, muss jedoch fit bleiben.
Weiterhin gut werden auch die Detroit Lions sein, die viel dafür investiert haben, um wieder das harte, schwer zu spielende Team zu sein, das sie vor ein paar Jahren waren. Die O- und D-Line sind besser als im Vorjahr, viel hängt aber davon ab, ob Offensive Coordinator Drew Petzing an die Ben-Johnson-Zeiten erinnern kann. Das Personal dafür ist da.
Apropos Ben Johnson, der Head Coach der Chicago Bears will auch in diesem Jahr wieder seine Divison-Kollegen ärgern. Vieles hängt dabei an Caleb Williams, der sein Star-Potenzial in seinen ersten zwei Jahren angedeutet hat. Rookie Dillon Thieneman sollte direkt einschlagen, sonst ist das Team aber eher schlechter als besser geworden, vor allem die Run Defense und der Pass Rush bereiten Sorgen.
Auch bei den Minnesota Vikings hängt viel vom Quarterback ab. Kyler Murray ist ein spannendes Projekt, muss aber direkt liefern, wenn die Vikings nicht abstürzen wollen. Cap-Probleme und massive Abgänge (Harrison Smith, Jonathan Greenard, Jonathan Allen, Javon Hargrave, Aaron Jones) hinterlassen einige Fragezeichen.
1. Packers
2. Lions
3. Bears
4. Vikings
Amon-Ra St. Brown will mit den Lions wieder angreifen.
Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire
NFC SOUTH: Nächste Überraschung?
Alle Teams der NFC South hatten vergangene Saison eine negative Bilanz und erneut deutet sich nicht an, dass ein absolutes Top-Team aus dieser Division entsteht.
Die Tampa Bay Buccaneers und Carolina Panthers hatten zwei der besten Drafts der Liga, die die Teams nachhaltig verstärkt haben, vor allem bei den Bucs bleiben aber Fragezeichen. Die erste Saison ohne Mike Evans könnte Baker Mayfields Turnover-Schwäche noch stärker zum Vorschein bringen, dafür dürfte die Defense aber deutlich besser sein als im Vorjahr.
Die Panthers waren in der Offseason mutig, haben viel in Jaelan Phillips und Devin Lloyd investiert, die das Gesicht der Defensive werden sollen. Dazu gibt Travis Etienne Verstärkung für die Offensive und soll Bryce Young helfen, weiterhin Kontinuität in sein Spiel zu bringen. Sollte er den nächsten Schritt schaffen, kann Carolina ungemütlich werden.
Das gilt wohl nicht für die Atlanta Falcons und New Orleans Saints. In den Atlanta ist derzeit nicht mal klar, ob Michael Penix oder Tua Tagovailoa als Starting-QB in die Saison gehen, dazu hat auch die Defensive mit mehreren Abgängen an Qualität verloren.
Bei den Saints sieht das schon besser aus: Rookie Jordyn Tyson könnte gut zu QB Tyler Shough passen, genau wie Tight End Oscar Delp. Christen Miller soll die Defensive verbessern und passt zum Ansatz des Teams, den jungen Kern zu entwickeln und nicht auf "Win now" aus zu sein. Dazu passt auch, dass die Anführer Demario Davis und Cam Jordan nicht passend ersetzt wurden.
1. Panthers
2. Buccaneers
3. Saints
4. Falcons
NFC WEST: Seahawks, Rams und Co. - ein Blutbad
Die beste und gefährlichste Division bleibt aber die NFC West. Außer den Arizona Cardinals haben alle drei Teams Super-Bowl-Ambitionen und auch realistische Chancen.
Allen voran natürlich der amtierende Champion Seattle Seahawks. Das Defensive-Monster der Vorsaison hat in Tariq Woolen, Coby Bryant und Boye Mafe drei wichtige Spieler verloren, wird aber weiterhin zu den besten in dieser Kategorie gehören. Spannend wird es zudem an der Seitenlinie: Nach dem Abgang von Klint Kubiak ist Brian Fleury der neue Offensive Coordinator und soll das funktionierende System um Sam Darnold weiterführen.
Ein funktionierendes System gibt es auch bei den Los Angeles Rams. Durch die Trades für Trent McDuffie und Jaylen Watson haben sie ihre Cornerback-Schwachstelle brillant adressiert und den Rest des Teams ziemlich zusammengehalten. Über den Draft von Ty Sympson lässt sich streiten, das Konstrukt um MVP Matt Stafford, Davante Adams, Puka Nacua und die Tight Ends bleibt aber die beste Offensive der Liga.
Eine starke Offensive wird es auch bei den San Francisco 49ers geben, die ihren Receiver Corp mit Mike Evans und Christian Kirk drastisch verbessert haben und auf eine baldige Rückkehr von George Kittle bauen. Deutlich verändert wird aber die Defense aussehen, die nach den Comebacks von Nick Bosa, Fred Warner und Mykel Williams sowie den Verpflichtungen von Osa Odighizuwa und Dre Greenlaw wieder zu den besten der Liga gehören wird.
Die Cardinals setzen hingegen voll auf Rebuild. Nach dem Trade von Murray ist kein richtiger Quarterback mehr da, Nr.-3-Pick Jeremiyah Love (RB) wird aber sofort Spaß machen und für einige Highlights sorgen. Dazu kommt eine schwache Defensive, wodurch das Team auch im kommenden Draft wieder sehr früh picken wird und sich dann vermutlich seinen QB angelt.
1. Seahawks
2. Rams
3. 49ers
4. Cardinals
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