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SC Freiburg: Der Fluch der guten Tat - droht nach der Rekordsaison der Ausverkauf?
Veröffentlicht:
von Christian Stüweran Fußball
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Videoclip • 01:14 Min
Der SC Freiburg kann noch zwei Titel gewinnen, doch Noah Atubolu und Johan Manzambi werden von Top-Klubs umworben. Im Breisgau könnte es im Sommer zu einem großen Umbruch kommen.
Anfang des Jahres wechselte Noah Atubolu seinen Berater. Der Torhüter des SC Freiburg arbeitet nun mit Epic Sports und Ali Barat zusammen. Barat, der auch als der "Super-Berater" bekannt ist und berühmt-berüchtigt dafür, spektakuläre Transfers unter großem Getöse durchzuziehen.
Mit seiner Beraterwahl deutete der 23-Jährige an, dass er bereit ist, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen und zu einem größeren Klub zu wechseln. So weit, so normal im schnelllebigen Fußballgeschäft. Doch Atubolu ist nicht der einzige Freiburger Spieler, um den sich Transfergerüchte ranken.
Den Sportclub könnte der Fluch der guten Tat treffen. Auf eine herausragende Saison, in der die Mannschaft von Trainer Julian Schuster noch zwei Titelchancen hat, könnte ein Ausverkauf folgen.
Denn nicht nur Atubolu hat sich ins Schaufenster gestellt, auch Johan Manzambi ist zum umworbenen Unterschiedsspieler gereift. Beide dürften kaum zu halten sein. Auch einige andere Spieler wurden bereits mit Wechseln in Verbindung gebracht.
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Noah Atubolu träumt von der Premier League
Am eindeutigsten stehen die Zeichen aber bei Atubolu auf Abschied. Der Vertrag des Torwarts läuft im Sommer 2027 aus, die Freiburger könnten also nur noch in diesem Jahr eine Ablösesumme kassieren.
Der AC Mailand und Inter Mailand sollen Interesse haben, sowie auch Brighton & Hove Albion. Der Torwart würde wohl einen Wechsel nach England bevorzugen, die Premier League bezeichnete er schon häufiger als seinen Traum. Mit seinen zuletzt starken Leistungen dürfte sich Atubolu aber bei fast allen Top-Klubs ins Gespräch gebracht haben, die auf Torwartsuche sind.
"Es ist sehr bemerkenswert, wie sehr Noah bei sich ist und in sportlicher Sicht unberührt von seinem Zukunftsthema starke Leistungen bringt", sagte Sportdirektor Klemens Hartenbach dem "kicker".
Europas Top-Klubs haben Johan Manzambi auf dem Zettel
Manzambi könnte derweil sogar zum Freiburger Rekordtransfer werden. Der Marktwert des 20-jährigen Schweizer Nationalspielers wird laut "Transfermarkt.de" auf 35 Millionen Euro geschätzt, als torgefährlicher Box-to-Box-Spieler ist er derzeit aus der Freiburger Mannschaft kaum wegzudenken.
Real Madrid, Paris St. Germain, FC Chelsea, FC Arsenal und Manchester United – einige der größten Klubs Europas sollen Interesse an Manzambi haben. Auch beim FC Bayern wird der Mittelfeldspieler gehandelt, als möglicher Nachfolger für Leon Goretzka, der ein ähnlicher Spielertyp ist.
Er konzentriere sich voll und ganz auf Freiburg und die anstehende WM, erklärte Manzambi zuletzt, dementierte einen möglichen Wechsel aber auch nicht mit letzter Entschlossenheit. "Meine Berater machen das alles mit meinem Bruder. Ich habe gesagt, ich will das nicht wissen. Ich will mich fokussieren und so kann ich meinen Kopf hier in Freiburg haben", erklärte er kürzlich gegenüber "Sky".
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SC Freiburg: Bricht Johan Manzambi den Ablöse-Rekord von Kevin Schade?
Der FC Brentford überwies im Sommer 2023 eine Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro für Kevin Schade in den Breisgau. Diese bisherige Rekordmarke kann und soll Manzambi brechen. Zumal er die Weltmeisterschaft im Sommer noch als Bühne nutzen kann, um weiter Werbung für sich zu machen.
Was auch für Igor Matanovic gilt. Der Stürmer hat beste Chancen mit Kroatien zur WM in den USA, Mexiko und Kanada zu fahren. Die Leistungskurve bei dem erst im Sommer von Eintracht Frankfurt gekommenen Stürmer zeigt steil nach oben, englische Transferjournalisten brachten ihn bereits mit dem FC Everton und FC Brentford in Verbindung.
Besonders heiß scheint die Spur zwar nicht zu sein, sollte ein Premier-League-Klub aber 30 Millionen Euro bieten, kämen die Verantwortlichen in Freiburg sicherlich ins Grübeln. Was auch für Innenverteidiger Max Rosenfelder gelten könnte, an dem RB Leipzig interessiert sein soll.
SC Freiburg: Historische Saison ist möglich
Bisher gelingt es den Freiburgern, die normalerweise übliche Unruhe angesichts solcher Gerüchte von der Mannschaft fernzuhalten. Das ruhige Umfeld ist seit vielen Jahren eine große Stärke des Sportclubs.
In Freiburg können außergewöhnliche Talente wie Atubolu oder Manzambi in der Bundesliga Fuß fassen, sie bekommen die Zeit, auf höchstem Niveau zu reifen. Diese Geduld hat Freiburg nun ins Halbfinale der Europa League geführt, mit dem Gewinn des Wettbewerbs wäre die Qualifikation für die Champions League drin.
Die erneute Qualifikation für die Europa League könnte noch über die Bundesliga klappen, oder über den Gewinn des DFB-Pokals, wo Freiburg am Donnerstag im Halbfinale beim VfB Stuttgart (20:45 Uhr im Liveticker auf ran.de) antritt.
Es könnte eine historische Saison werden, trotzdem droht der Mannschaft die eine oder andere Säule wegbrechen. Es ist der Fluch der guten Tat - ein Ausverkauf ist die beinahe unvermeidliche Folge einer guten Saison, wenn eine Mannschaft eben nicht ganz oben in der Nahrungskette steht.
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