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DFB-Kader zur WM 2026: Warum spielen Füllkrug, Andrich und Adeyemi nicht?

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von ran

ran Fußball

DFB-Team - Havertz scherzt über Neuer-Rückkehr: "Wenn der 70 Jahre ist..."

Videoclip • 01:47 Min


Die WM 2026 läuft. Am Sonntag trifft das DFB-Team in seinem ersten Gruppenspiel auf Curaçao. ran zeigt, warum prominente Spieler wie Niclas Füllkrug oder Robert Andrich, die bei der EM 2024 noch zum Einsatz kamen, oder auch BVB-Star Karim Adeyemi bei der Endrunde nur Zuschauer sind.

Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist am Donnerstag mit dem Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika (ab 21:00 Uhr im Liveticker und auf Joyn) gestartet.

Für das DFB-Team geht es am Sonntag (14. Juni) los mit dem Auftaktspiel gegen Curaçao (ab 19:00 Uhr live auf Joyn).

Während im DFB-Quartier in Winston-Salem die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, haben einige Stars und Fan-Lieblinge den Sprung in den Kader nicht geschafft. Bundestrainer Julian Nagelsmann nominierte insgesamt 26 Spieler, für viele Fans dürfte die finale Kaderbekanntgabe ein großer Schock gewesen sein.

ran wirft einen Blick auf die drei prominentesten Härtefälle und nennt die Gründe für ihr Fehlen bei der Weltmeisterschaft.

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    WM Auftakt live: Kanada – Bosnien und Herzegowina im Stream

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Niclas Füllkrug: Verletzungs-Drama um Fan-Liebling

Eine schwer zu schluckende Pille für viele deutsche Fußball-Fans: Niclas Füllkrug steht nicht im deutschen WM-Kader.

Sein Fehlen hat aber weniger mit seinen spielerischen Qualitäten zu tun, denn der Fan-Liebling erlebte eine Saison zum Vergessen, die von nicht enden wollendem Verletzungspech geprägt war.

Anfang Oktober 2025 zog sich der Stürmer bei West Ham United einen Muskelbündelriss zu und fehlte mehrere Wochen. Nach seiner Rückkehr hatte der 33-Jährige den Anschluss bei den Londonern verloren und blieb im gesamten Dezember ohne Einsatz. Ein schwerer Schlag, teilweise saß er dabei sogar nur noch auf der Tribüne. Insgesamt kam er für den Klub in anderthalb Jahren nur 29-mal zum Einsatz.

Um sich für einen Platz im WM-Kader zu empfehlen, bekam Füllkrug dann in der Winterpause den dringend benötigten Tapetenwechsel. Anfang Januar erfolgte der Wechsel per Leihe zur AC Mailand. Nagelsmann hatte zuvor für eine Kader-Nominierung des ehemaligen Bundesliga-Spielers von Werder Bremen und Borussia Dortmund "mehr Spielpraxis" gefordert.

Doch auch in Italien sollte der Torjäger nicht wieder in die Spur finden. Nach seinem Startelf-Debüt im Januar in der Serie A verletzte er sich erneut. Es wurde gemutmaßt, dass ihn ein gebrochener Zeh erneut wochenlang ausbremsen würde. Füllkrug biss jedoch auf die Zähne und spielte bereits wenige Tage später wieder, einen Stammplatz konnte er sich in der Folge jedoch nicht erkämpfen. Mit gerade einmal 647 Minuten Einsatzzeit kam er auch in Mailand über den Status eines Ergänzungsspielers nicht hinaus, bei 20 Einsätzen in der Liga stand nur ein Tor zu Buche.

Somit fehlte "Lücke" am Ende schlichtweg die nötige Form und Spielpraxis, um für die WM berufen zu werden. Für die Nationalmannschaft hatte er in der Vergangenheit regelmäßig seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen können und in 24 Einsätzen für den DFB starke 14 Treffer erzielt. Statt Füllkrug erhielten Deniz Undav, Kai Havertz und Nick Woltemade den Vorzug für die Weltmeisterschaft.

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Robert Andrich: TV-Experte statt WM-Kader für Mittelfeldmotor

Mit Robert Andrich hat es ein echter Mentalitätsspieler ebenfalls nicht in den DFB-Kader für die WM geschafft.

Bei der Heim-EM 2024 war er noch als Fels in der Brandung im zentralen Mittelfeld gesetzt, als Nebenmann von Toni Kroos. In allen Gruppenspielen und im Achtelfinale gegen Dänemark stand Andrich dabei in der Startelf. Beim Viertelfinal-Aus gegen Spanien wurde der Abräumer zur Halbzeit eingewechselt.

Der Kapitän von Bayer Leverkusen erlebte mit dem Klub eine enttäuschende Saison, am Ende stand nur der 6. Platz zu Buche. Die gesamte "Werkself" lief den eigenen Ansprüchen hinterher, auch Andrich zeigte ungewohnte Formschwankungen. Nagelsmann entschied sich im zentralen Mittelfeld schließlich für die formstärkeren bzw. taktisch flexibleren Optionen Aleksandar Pavlovic, Felix Nmecha, Angelo Stiller, Leon Goretzka und Pascal Groß.

Nach der WM-Absage konnte Andrich dann überraschend eine andere Aufgabe ergattern und verstärkt das Experten-Team von "MagentaTV" um Jürgen Klopp und Thomas Müller. "Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich bei der WM als Spieler nicht dabei bin", sagte der 31-Jährige.

Und weiter: "Ich habe aber auf jeden Fall Riesenbock auf diese neue Aufgabe. Ich werde für MagentaTV einen perfekten Rollen-Mix übernehmen. In der Analyse habe ich sicher meine Stärke. Wer mich kennt, weiß, dass ich auch klare Kante kann. Ich werde extrem mitfiebern und das deutsche Team somit auf eine andere Art und Weise begleiten."

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Karim Adeyemi: Tempodribbler mit Konstanz-Problem

Flügelspieler Karim Adeyemi muss die WM ebenfalls vom Fernseher aus verfolgen. Zwar konnte der Tempodribbler bei Borussia Dortmund immer wieder seine Qualitäten aufblitzen lassen, insgesamt fehlte es dem 24-Jährigen jedoch an Konstanz.

Wettbewerbsübergreifend gelangen ihm in der vergangenen Saison in 39 Spielen zehn Tore und sechs Assists. Gerade in der zweiten Saisonhälfte ging seine Leistungskurve jedoch nach unten. "Karim hatte eine sehr, sehr gute Hinrunde, in der Rückrunde hat leider nicht mehr so viel geklappt", begründete der Bundestrainer seine Entscheidung.

Im gleichen Atemzug brach Nagelsmann jedoch eine Lanze für die häufig kritisierte Einstellung des Offensivspielers: "Auch da nochmal ein kurzer Wink, weil Karim ja immer so ein bisschen einen negativen Ruf hat: Menschlich, wie der das aufgefasst hat, wie der reagiert hat – 1A. Kann man wirklich nur sagen, top. Auch im Nachhinein dann die Nachrichten, wie er das auffasst, das ist mir schon wichtig zu betonen, hat er wirklich gut gemacht."

Bereits bei den Testspielen gegen die Schweiz und Ghana im März wurde Adeyemi von Nagelsmann nicht nominiert. Teamkollege und Offensiv-Konkurrent Maximilian Beier konnte im Vergleich deutlich mehr Eigenwerbung betreiben und schaffte es somit in den deutschen WM-Kader.

Said El Mala: Bundesliga-Shootingstar ist noch nicht weit genug

In der Bundesliga avancierte Flügelspieler Said El Mala für den 1. FC Köln zum Shootingstar und konnte in 34 Partien 13 Tore und fünf Assists erzielen.

Für die WM-Berufung sollte es trotzdem nicht reichen. "Er hat eine tolle Rückrunde gespielt, gut gescort", erklärte Nagelsmann bei der Kader-Bekanntgabe.

Dabei führte der Bundestrainer aber auch Gründe an, warum er sich gegen den 19-Jährigen entschieden hat: "Er passt aber natürlich auch zu der Spielidee von Köln sehr gut. Die Frage war: Ist er schon so weit für unsere Spielidee in einer anderen Angriffshöhe? Wenn man die Heatmap in Köln sieht, ist die nah am eigenen Tor."

Auch nach dem kurzfristigen Ausfall von Youngster Lennart Karl vom FC Bayern München wurde El Mala nicht nachnominiert, stattdessen konnte Assan Ouédraogo von RB Leipzig das letzte WM-Ticket ergattern.

Nagelsmann begründete vor dem letzten WM-Testspiel gegen die USA gegenüber "RTL" die erneute Entscheidung gegen den "Effzeh"-Star: "Wir wollten unbedingt einen Jungen mitnehmen und haben uns für den entschieden, der bei uns mit Lenny zusammen den besten Eindruck hinterlassen hat."

Und weiter: "Wir müssen natürlich immer bewerten, was im Verein passiert, aber auch, was bei uns passiert und welche Anerkennung ein Spieler vielleicht schon in der Mannschaft hat. Und Assan hat nach seinem Lehrgang von allen Spielern extrem positives Feedback gekriegt. Er ist ein super angenehmer Mensch, der große Fähigkeiten hat."

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