WM
Wegen Fehlen von El Mala: Ex-Weltmeister Littbarski kritisiert Bundestrainer Nagelsmann - News zum DFB-Team im Ticker
Aktualisiert:
von ran.de / SIDran Fußball
DFB-Kader offiziell! Diese 26 Spieler sind für die WM nominiert
Videoclip • 01:08 Min
Das DFB-Team hat bei der WM 2026 eine machbare Gruppe erwischt. Doch nicht nur die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann reist mit Ambitionen nach Amerika. Die Entwicklungen im News-Ticker.
Die WM 2026 in den USA, in Kanada und in Mexiko wird die größte der bisherigen Fußball-Geschichte. Vom 11. Juni bis zum 19. Juli kämpfen 48 Nationen um den Titel.
Auch die DFB-Auswahl ist dabei. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann bekommt es in der Vorrunde mit WM-Debütant Curacao, der Elfenbeinküste und Ecuador zu tun.
Bei dem Turnier geht es vor allem darum, die beiden jüngsten Weltmeisterschaften, die jeweils nach der Gruppenphase endeten, vergessen zu machen. Als Titelverteidiger tritt Argentinien an, die Südamerikaner gewannen das Finale in Katar nach Elfmeterschießen gegen Frankreich.
Schon vor der offiziellen Mitteilung von Bundestrainer Julian Nagelsmann sind die ersten Nominierungen und Nicht-Nominierungen durchgesickert. Mittlerweile sind alle Spieler vom DFB offiziell bekanntgegeben.
Eine Übersicht des DFB-Kaders:
Tor
Manuel Neuer (FC Bayern München)
Abwehr
Joshua Kimmich (FC Bayern München)
Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)
Waldemar Anton (Borussia Dortmund)
Jonathan Tah (FC Bayern München)
Malick Thiaw (Newcastle United)
Mittelfeld/Angriff
Deniz Undav (VfB Stuttgart)
Kai Havertz (FC Arsenal)
Jamal Musiala (FC Bayern München)
Jamie Leweling (VfB Stuttgart)
Aleksandar Pavlović (FC Bayern München)
Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05)
Maximilian Beier (Borussia Dortmund)
Leon Goretzka (FC Bayern München)
Pascal Groß (Brighton&Hove Albion)
Felix Nmecha (Borussia Dortmund)
Lennart Karl (FC Bayern München)
Leroy Sane (Galatasaray)
Angelo Stiller (VfB Stuttgart)
Nick Woltemade (Newcastle United)
ran begleitet die WM-Vorbereitung und das Turnier im Ticker.
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+++ 21. Mai: Wegen Fehlen von El Mala - Littbarski kritisiert Bundestrainer Nagelsmann +++
Der frühere Weltmeister Pierre Littbarski zeigte kein Verständnis dafür, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann in seinem WM-Kader auf Kölns Said El Mala verzichtete.
"Nagelsmann setzt mehr auf Erfahrung als auf Qualität. Deshalb ist Sané dabei. Es ist ein Fehler von Nagelsmann, dass El Mala nicht dabei ist. Der Junge hat Sachen, die Sané auf alle Fälle nicht hat", sagte der 66-Jährige der "Bild".
"Said hat Mut zum Risiko. El Mala spielt so wie Sané vor zehn Jahren – als Sané echt noch gut war. Und jetzt ist er mehr so ein Profi, der nicht mehr richtig ins Risiko geht", führte der Weltmeister von 1990 aus.
Mit dem nicht berücksichtigten El Mala hat Littbarski hingegen nun Mitgefühl: "Ich kann mir vorstellen, was in dem Jungen vorgeht. Klar, er wird ziemlich frustriert sein. Das ist ja auch alles schwer zu verstehen. Schade, mit 19 Jahren zu einer WM zu fahren, wäre schon eine geile Sache gewesen."
+++ 21. Mai: Nadiem Amiri überraschend dabei +++
Für eine kleine Überraschung sorgte der Bundestrainer bereits vor der offiziellen Nominierung: Nadiem Amiri vom 1. FSV Mainz 05 fährt mit zur WM.
Der Name kommt ein wenig aus dem Nichts: Beim vergangenen Lehrgang fehlte Amiri, auch von Insidern wurde der Name bisher nicht geleakt.
Auch interessant: WM-Kader 2026: Übertragung der Nagelsmann-Nominierung jetzt live im TV & Joyn-Livestream
+++ 21. Mai: DFB veröffentlicht Nominierungen stückweise +++
Der DFB reagiert offenbar auf die Leaks der Kadernominierung und verkündete wenige Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe die erste Personalie selbst.
Joshua Kimmich wird als Kapitän der Mannschaft naturgemäß dabei sein. Der DFB bestätigte die Personalie in einem Kurzvideo.
Wenig später wurde auch die Teilnahme von Deniz Undav, Nico Schlotterbeck, Kai Havertz und Jamal Musiala bestätigt.
+++ 19. Mai: WM-Enttäuschung für Italien-Legionär +++
Enttäuschung für Yann Aurel Bisseck. Der Innenverteidiger gehört laut ran-Informationen nicht zum deutschen WM-Kader.
Der 25-Jährige hatte bei Inter Mailand eigentlich eine starke Saison gespielt und den Gewinn von Meisterschaft und Pokal gefeiert.
Sein Einsatz in der Nations League Mitte März 2025 bleibt vorerst aber sein einziges Länderspiel.
+++ 18. Mai: Hitzlsperger äußert Verdacht wegen Nagelsmann und Neuer +++
Welchen Torhüter nimmt Julian Nagelsmann als Nummer eins mit zur WM? Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger glaubt, dass nur die am Samstag im Spiel des FC Bayern gegen den 1. FC Köln erlittene Wadenverletzung von Manuel Neuer bislang verhindert hat, dass der Bundestrainer das Comeback des Bayern-Keepers verkündet.
"Vielleicht hat er vorgehabt, zu sagen, dass Manuel Neuer die neue Nummer eins ist, und dann verletzt er sich gegen Köln. Und dann merkt er, er kann es doch nicht sagen", sagte Hitzlsperger im "BR". So habe Nagelsmann mit der Blessur von Neuer "ein bisschen Pech" gehabt - zumal "eine ideale Vorbereitung" anders aussehe.
Zuletzt wurde immer wieder über eine Neuer-Rückkehr ins DFB-Team spekuliert, im "ZDF-Sportstudio" wollte Nagelsmann entsprechende Fragen am Samstagabend aber nicht beantworten.
Klar ist für Hitzlsperger: Die Kommunikation von Nagelsmann - auch gegenüber der bisherigen Nummer eins Oliver Baumann - ist verbesserungswürdig: "Ich habe in den letzten Tagen häufig das Wort Eiertanz gelesen. Ich glaube, das trifft es ganz gut. Eigentlich denkt man, es sind nur Profis am Werk – auch kommunikativ."
Auch in der Causa Deniz Undav, den Nagelsmann nach einem Tor für das DFB-Team öffentlich kritisiert hatte, äußerte der 44-Jährige Kritik.
"Wenn er Undav nach einem Siegtor infrage stellt und sagt, er hätte das Tor nicht erzielt, wenn er von Anfang an gespielt hätte, dann frage ich: Wozu? Das hätte man anders lösen können. Da wirkt es so, als trägt er dazu bei, das Ganze auch noch zu schwächen. Und das ist unnötig."
Und weiter: "Es täte gut, wenn er Leute an seiner Seite hätte, die ihn gut beraten würden. Wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, würde ich behaupten: Die Beratung hat nicht gut funktioniert", betonte Hitzlsperger.
Mehr zum Thema: WM 2026: Bundestrainer Julian Nagelsmann trifft offenbar Torwart-Entscheidung Und: WM 2026: Bekanntgabe des deutschen Kaders live im TV und im Stream Sowie: Manuel Neuer und das DFB-Team: Vom Rücktritt bis zur möglichen Nummer 1 bei der WM 2026: Die Chronik der Torwart-Achterbahn
+++ 15. Mai: Völler versteht Hoeneß-Kritik - stellt aber etwas richtig +++
Mit seiner Kritik an einigen Personalentscheidungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Uli Hoeneß für Aufsehen gesorgt. Unter anderem plädiert der Ehrenpräsident des FC Bayern München dafür, auf eine eingespielte Elf zu setzen.
Nun zeigt Rudi Völler Verständnis für die Äußerungen. "Als Bundestrainer muss man wissen, dass die ganze Nation bestimmte Entscheidungen hinterfragt. Da muss man Kritik aushalten können - auch die von Uli Hoeneß", sagte der DFB-Sportdirektor den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Hoeneß habe "mit seiner Vita das Recht dazu, sich kritisch zu äußern. Das macht er auch bei den Bayern, wo er, so wie ich das verfolgt habe, auch nicht alle heiligspricht." Völler ergänzte, für ihn seien die Aussagen grundsätzlich nicht schlimm, weil er wisse, "dass Uli Julian schätzt und ihn seinerzeit erst unbedingt in München halten und dann später zurückholen wollte".
Allerdings gab der Weltmeister von 1990 auch zu bedenken: "Dinge, die faktisch falsch sind, muss man aber auch widerlegen. Zum Beispiel die Sache mit dem Einspielen vor einer WM. Das stellt sich doch ganz anders dar." Hierzu stellte Völler fest: "Es waren bei jedem Spiel seit Start der WM-Qualifikation mindestens fünf, meist sogar mehr potenzielle Stammspieler verletzt."
Der einstige Stürmer äußerte sich auch zur Diskussion um einen möglichen WM-Boykott des DFB-Teams. "Die Menschen können auch mal abgelenkt werden von den täglichen Sorgen. Am Ende geht es um Fußball. Deshalb halte ich auch von der ganzen Boykott-Diskussion nichts. Die WM wird stattfinden. Wir sollten das Beste daraus machen und versuchen, uns auf den Fußball zu fokussieren. Und ich freue mich total darauf", hofft Völler auf den Fokus auf die Spiele.
Die Spieler würden allerdings auch keinen Maulkorb bekommen: "Jeder kann sagen, was er für richtig hält, aber bitte zum richtigen Zeitpunkt. Nicht so wie in Katar. Was da abgelaufen ist vor dem Japan-Spiel mit der Thematik um die Binde, war schlicht falsch und überflüssig." Im Vorfeld der Auftaktniederlage (1:2) hatte die One-Love-Binde für Vielfalt, Offenheit und Toleranz vor allem in Deutschland den Sport beinahe in den Hintergrund gedrängt.
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+++ 14. Mai: USA erlassen Teilnehmern Visumkaution - Fans schauen in die Röhre +++
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump passt eine Richtlinie zu Einreisen an. Laut dem "Visa Bond Pilot Program" müssen Staatsangehörige aus 50 Ländern eine Kaution in Höhe von 5.000, 10.000 oder 15.000 US-Dollar hinterlegen, um ein Touristenvisum für die Einreise in die Vereinigten Staaten zu erhalten.
Vor dem Turnier kündigte das Außenministerium an, dass bestimmte Teilnehmer und Ticketinhaber keine Visumbürgschaft mehr zahlen müssen.
Mora Namdar, US-Staatssekretärin für konsularische Angelegenheiten, erklärte, die Regierung habe "die Visumbürgschaftspflicht für berechtigte Teammitglieder, darunter Spieler, Trainer und Betreuer, die ansonsten alle Voraussetzungen für die Einreise in die USA erfüllen, aufgehoben".
Darüber hinaus sollen Fans, die Tickets für die WM haben, ebenfalls von der Kautionspflicht ausgenommen werden, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Aber das Besitzen eines Tickets alleine reicht nicht aus. "Wir erlassen die Visumkaution für berechtigte Fans, die WM-Tickets gekauft und sich für den FIFA-PASS angemeldet haben“, führte Namdar aus.
Der FIFA-PASS ist eine Art bürokratischer Expresspass für Inhaber von WM-Tickets. Er soll dabei helfen, innerhalb von sechs bis acht Wochen einen Termin für ein US-Visum in Ländern zu erhalten, in denen die Wartezeiten bisher oft länger waren.
Doch Visumkaution entfällt laut Namdar nur für Fans, die sich bereits vor dem 15. April beim FIFA-PASS angemeldet haben. Es profitieren also nur Fans, die sich bereits vor rund einem Monat um ein US-Visum beworben haben. Also vermutlich genau die Fans, die die Kaution wohl hätten hinterlegen können.
Fans aus Algerien, Kap Verde, Senegal und der Elfenbeinküste, die auf eine Kautionsentscheidung warten mussten, bevor sie sich um ein Visum bewerben konnten, müssen jetzt also trotzdem bezahlen.
+++ 13. Mai: Nagelsmann-Assistent kurz vor WM entlassen +++
Alfred Schreuder ist nicht mehr Trainer des saudischen Klubs Al Diraiyah FC. Der Verein bestätigte die Trennung vom Niederländer.
Damit kann sich Schreuder, der erst im vergangenen Dezember den Job beim Zweitligisten übernommen hatte, nun voll und ganz auf die WM konzentrieren. Dort wird der 53-Jährige als Assistenzcoach von Bundestrainer Julian Nagelsmann zum Trainerstab der deutschen Nationalmannschaft gehören.
Im März wurde Schreuder von Nagelsmann, mit dem er zwischen 2016 und 2018 bereits bei der TSG Hoffenheim zusammengearbeitet hatte, zum DFB geholt.
Der Zeitpunkt von Schreuders Entlassung ist insofern kurios, da er mit Al Diraiyah zumindest noch die theoretische Möglichkeit gehabt hätte, in die Saudi Pro League aufzusteigen. Der direkte Durchmarsch des Zweitliga-Aufsteigers in die erste Liga wurde zwar knapp verpasst. Doch über die Playoffs besteht trotzdem weiterhin die Möglichkeit, die Saudi Pro League zu erreichen. Dies soll nun jedoch mit einem neuen Trainer gelingen.
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