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Formel 1: Die Gewinner und Verlierer von Baku - Hadjar macht Verstappen Druck, Debakel für Alpine und McLaren

Aktualisiert:

von Oliver Jensen

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Formel 1: Red Bull auf Ferrari-Niveau! Fans wüten im Netz

Videoclip • 01:37 Min


Das Rennen der Formel 1 in Baku hat die Kräfteverhältnisse durcheinandergewirbelt - und einigen Fahrern ein Wochenende beschert, das sie möglichst schnell vergessen möchten. ran zeigt, wer überzeugte und wer enttäuschte.

George Russell gewinnt in Baku mit hauchdünnem Vorsprung vor Max Verstappen.

Während Red Bull gleich zwei Fahrer aufs Podium bringt, endet das Rennen für McLaren und Alpine bitter.

ran zeigt die Gewinner und Verlierer des Großen Preises von Aserbaidschan.

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Gewinner: George Russell

Findet der Engländer im Saisonendspurt noch einmal zur alten Stärke zurück? Erstmals seit Österreich gewann Russell wieder ein Hauptrennen. Bereits im Qualifying war der Mercedes-Pilot eine Klasse für sich und hatte 0,837 Sekunden Vorsprung auf Rang 2. Im Rennen ließ er sich von den zwei Safety-Car-Phasen und dem Druck von Max Verstappen nicht beirren. Wie der Formanstieg zu erklären ist? "Ich denke, ich habe jetzt einfach mehr Erfahrung mit diesem neuen Fahrstil."

Gewinner: Red Bull

Red Bull hatte doppelten Grund zur Freude: Mit Max Verstappen auf Platz 2 und Isack Hadjar auf Platz 3 landeten zwei Piloten auf dem Podium. Aufgrund der Safety-Car-Phasen rückte das Feld zusammen, sodass Verstappen bis zur Zielflagge Druck auf Russell ausüben konnte. Laurent Mekies (Teamchef Red Bull) freute sich bei "Sky": "Es war schon ein ziemliches Statement, dass George auf der gleichen Reifenmischung nicht von Max wegfahren konnte. Das zeigt, wo unser Auto mittlerweile steht."

Gewinner: Isack Hadjar

Auch wenn Red Bull bereits erwähnt wurde, ist Hadjar noch einmal gesondert hervorzuheben. Nachdem er drei Rennen wegen einer Handgelenk-Fraktur verpasst hatte, präsentierte er sich direkt in Bestform. Er deutete im Boxenfunk sogar an, schneller als der vor ihm liegende Verstappen zu sein. Mekies lobte Hadjar in den höchsten Tönen: "Er hat gezeigt, dass er sehr nah an Max und damit auch sehr nah an der absoluten Spitze dran ist."

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Gewinner: Haas

Manchmal braucht ein Team Glück, um in den Punkten zu landen. Die beiden Haas-Piloten profitierten von den vielen Ausfällen, sodass Esteban Ocon auf Platz 8 und Oliver Bearman auf Platz 9 einfuhren. Dadurch sicherte sich das Team sechs Punkte. Für das US-Team war dies die höchste Punktausbeute nach dem Großen Preis von China im März. Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass beide Haas-Piloten in den Punkten landen.

Gewinner: Carlos Sainz

Endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis für den Spanier im Williams. Bereits im Qualifying war er überraschend schnell und landete auf Platz 9. Zwar kassierte er eine Startplatzstrafe von fünf Plätzen, weil er unter der gelben Flagge nicht ausreichend verlangsamt hatte. Doch im Rennen profitierte er ähnlich wie die Haas-Piloten von den vielen Ausfällen, sodass er auf Platz 10 landete. Für Sainz war dies der erste Punkt seit dem Großen Preis von Kanada im Mai.

Verlierer: Stadtkurse

Fast müsste man Williams-Pilot Alex Albon dankbar dafür sein, dass er in der 31. Runde in die Mauer fuhr und die erste von zwei Safety-Car-Phasen einläutete. Erst von diesem Zeitpunkt an wurde das Rennen etwas spannender. Die ersten 30 Runden verliefen ereignislos. Noch schlimmer war zwei Wochen zuvor der Große Preis von Spanien in Madrid. Stadtkurse mögen eine schöne Ergänzung zu den permanenten Rennstrecken sein – mehr aber auch nicht. Die spannenderen Rennen finden meist auf den klassischen Kursen statt.

Verlierer: Franco Colapinto

Was für ein Desaster. Beide Alpinen befanden sich in den Punkterängen, Pierre Gasly auf Platz 7, Franco Colapinto auf 10, ehe Colapinto beim Restart in Runde 36 innen ein paar Positionen gutmachen wollte. Er verbremste sich und riss seinen Teamkollegen Gasly sowie Lando Norris mit ins Verderben. "Das war ein großer Fehler. Ich habe mich auf kalten Reifen und mit kalten Bremsen komplett verbremst. Es war komplett außer Kontrolle", sagte der Argentinier. Das Rennen war für alle Beteiligten gelaufen. Norris war außer sich: "Es gibt einige Fahrer, die nicht in die Formel 1 gehören." Colapinto bekam eine Strafe und wird im nächsten Rennen in der Startaufstellung fünf Plätze nach hinten versetzt.

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Verlierer: McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Norris selbst kein gutes Rennen fuhr. In der 30. Runde unterlief ihm ein Verbremser, sodass er zwei Plätze verlor. Teamkollege Oscar Piastri erging es nicht besser: In Runde 40 kämpfte er mit Hadjar um das Podium, als er sich verbremste und auf Platz 15 zurückfiel. Der Australier beendete das Rennen auf Rang 14. Teamchef Andrea Stella nahm seine Piloten in Schutz: "Das Auto war auf der Geraden einfach nicht schnell genug. Das hat unsere Fahrer ständig Angriffen ausgesetzt. Wenn man sich permanent verteidigen muss, passieren natürlich auch leichter Fehler."

Verlierer: Ferrari

Im Qualifying hinterließ der Ferrari einen ordentlichen Eindruck. Charles Leclerc landete auf einem starken Platz 2. Im Rennen allerdings war offensichtlich, dass der rote Rennbolide nicht mit dem Top-Speed von Mercedes und Red Bull konkurrieren kann. Leclerc landete auf Platz 4, Teamkollege Lewis Hamilton auf Rang 6. "Wenn man aus der ersten Startreihe startet, erwartet man natürlich etwas Besseres", gab Teamchef Fred Vasseur zu.

Verlierer: Audi

Im Kampf um Platz 7 der Konstrukteurswertung erlitt Audi einen bitteren Rückschlag. Während Haas mit beiden Piloten in die Punkte fuhr, landete Nico Hülkenberg auf Platz 11 und Gabriel Bortoleto auf Rang 13. Der Rückstand auf Haas beträgt nun zehn Punkte. Es wird sehr schwer, dies im Saisonendspurt noch einzuholen. Der Blick richtet sich eher nach hinten: Williams ist bis auf fünf Punkte herangerückt.

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